KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1912-1913
- Issue
- Heft 2 (1.11.1912)
- Date
- 1912-11-01
- Page
- Seite 30 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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30 Jev 17. ovdenttiche K. E.-Tug. Von Assessor Karl Lüwenstcin. Aachen (Licariae, Nheno-Sttefiae.) Zmu ersten Male tagte der Kartell-Convent in der vornehmen hessischen Residenz, an dem Sitze unserer jungen Biadrina-Darncstadt, die in diesen Tagerl ihr 10. Stiftungsfest beging. Praktische Organisationssrageu bildeten den Mittelpunkt der Verhandlungen rrnd gaben ihnen das Gepräge. Auch hier zeigte sich wieder, daß die klare Formulierung unserer Tendenz auf dem Barmer ,U\ C.-Tag 1908 uns tatsächlich die feste Geschlossenheit rrnd derr starken Zusantmeuhalt gebracht hat, die die natwerrdige Grnrrdlage zrr einer zielbewussten, fruchtbarerr Verbandstätigkeit ist. Hat doch seitdern die Konsolidierung und Organisation unseres Verbandes, die während der langarrdauernden Kümpfe um die Tendenz Jahre lang stagniert hatte, von K. C.-Tag zu K. C.-Tag stetige rasche Fortschritte gemacht: K. C.-Kasse, Korrespondenz-Büro, die K. C.-Vlatter sirrd die Rkarksteine dieser Cntwicklnng r der Ge« schäftsführende Ausschuß, den der vorige K. C.- Tag eingesetzt hat und dem der diesjährige die Verfassung gab. bildet ihren Schlrrßstein. Selbstverständlich gaben auch Fragen der Ausgestaltung unseres Verbandsvrgans und der Erziehung unserer Mitglieder Veranlassung, tiefeingreifeude Tendenzsragen eingehend zn erörtern. Aber bei aller Verschiedenheit der Weltanschauungen, die bei einem Verbände, der seine Mitglieder nicht allf ein eillseitiges Parteiprogramm festlegen will, naturgemäß hervortreten müssen, zeigte sich imnier wieder vollste Einmütigkeit über "unsere Ziele und Zwecke. Sv bildete denn der K. C.- Tag eine erfreuliche Kundgebung der Festigkeit und Geschlossenheit unseres Verbandes und'zugleich des klaren, zielbewitßten Willens zu gemeinsamer positiver K. C.-Arbeit. Zum Kartell-Convent, der am 18. Oktober llm 0 llhr vormittags im Städtischen Saalbau eröffln't wurde, hatten alle Verbindungen und A. H.-Verbällde Vertreter entsandt. Es vertraten: den Geschästsführenden Allsschuß Dr. med. Max Mainzer. Frankfurt a. M.; die präsidiererlde Verbindung Viadrina-Darmstadt Dipl. Fug. Willy Cahn, Hagen i. W.; den A. H. V. Viadrilla-Breslau Dr. Warmbrunn Frallksurt a. M.; ben A. H. V. ulld die Verbindung Thuringia vr. Alfred Loeser, Breslau; den Ll. H. V. Badenia Dr. Via; Mainzer, Frank furt a. M.; die Verbindung Bavaria cand. iur. Kurt Ettinghausen, Heidelberg: ben A. H. V. Sprevia llieferendar Vr. Hugo Ehrlich, Berlin: die Verbindung Sprevia Land. iur. Fritz Goldschmidt, Berlin: den A. H. V. Licnria Rechtsanwalt vr. Erich Kehr. Kaiserslautern; die Verbindung Licaria Dr. med. Julius Bier, Bonn; den A. H. V. Rheno-Silesia vr. iur. Alfred Alsberg. Cöln; die Verbindung Rhena Tilefia Assessor Karl Löwenstein, Aachen; bcu A. H. V. Friburgo-Ghibellinia Rechtsankvatt vr. Ernst.Hochschild. Colmar; die Verbindultg (Ähjbellinia vr. Carl Grüuwald, Freiburg i. Br.; den A. H. V. Viadrina-Darmstadt Rechtsanwalt Alfred Kirschbaum, Frankfurt a. M. Ter Bericht des Geschäftsführendeu Ausschusses und die sich hieran anschließende Aussprache gaben ein lebendiges Bild von der intensiven Arbeit und der mächtig aufsteigenden Entwicklung unseres Verbundes im letzten Jahre. Der erst im vorigen Jahre eingesetzte G. A. hätte als erste Aufgabe für den Entwurf einer Geschäftsordnung zur Siegelung seiner TÜ tigkeit Sorge zn tragen. Zugleich begann er mit der organisatorischen Ausgestaltung des Verbandes durch die. Einsetzung von Vertrauens männern in den meisten Orten Deutschlands, an denen K. C.er wohnen. Die Vertrauensmänner haben die Aufgabe, den G. A. von allen wesentlichen Vorkommnissen zu benachrichtigen und ihm und den Verbindungen Auskünfte zu erteilen. Jedoch sollen und können die Vertrauensmänner keineswegs die Mitarbeit der übrigen an ihrem Orte wohnenden K. C.er ersetzen. Es wurde mit Flachdruck darauf hingeioieseii, daß die Bestimmung cmy-lticr K. C.er als Vertrauensleute, die eine unumgängliche Rvnvcndigkeit ist. um eine lückenlose Bearbeitung aller Landesteile zu ermöglichen, niemals die Bedeutung haben könne, daß der G. A. auf die tätige Mitarbeit der übrigen K. C.er verzichte: denn wir können die Hilfe und Unterstützung keines einzigen K. C.ers entbehren. Die Tätigkeit des G. A. mar außerdem erheblich durch die Vertretung des K. C. nach außen, durch die Erledigung der zahlreichen lausenden Geschäfte, der ''Anfragen der Verbindungen usw. in Anspruch genonunen. Einen wichtigen Teil seiner Arbeit bildete ferner die Vorbereitung des K. C.-Tag es. Hierbei hatte er sich nicht