KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1911-1912
- Issue
- Internes Heft der K.C.-Blätter (25.7.1912)
- Date
- 1912-07-25
- Page
- Seite 24 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Wahrheit zionistische Organisationen zu schaffen,. diese Absicht sei aber völlig fehlgeschlagen. Diesen etwaigen Gefahren unb Nachteilen ftcljcu aber m. E. auf der anderen Seite ganz überwiegende Vorteile gegenüber. Die Erfüllung iinserer Jugend mit ideellen Bestrebungen, die Hebung des Selbstbewusstseins und die Festigung des Charakters, die Stärkung der Disziplin und last not least die zielbewusste Körperausbildung sind für die Entwicklung der kiinftigen Generation der deutschen Jndenheit von so außerordentlicher Bedeutung, daß die Bestrebungen in. E. nicht genug gefördert werden können. Wer aber auch der jüdischen Jugendbewegung skeptisch gegennbeisteht, wird die lieberlegung machen müssen, daß durch untätiges Beiseilestehen nichts geioonnen ist. Die Bewegung besteht und schreitet fort. Mit dieser Tatsache müssen wir rechnen und wir haben nur die Wahl, ob wir die Jugendbewegung lediglich anderen Händen und fremden Einflüssen überlassen ivollen, oder ob ivir durch unsere Mitarbeit und Unterstützung auf eine gesunde Entwicklung der Bestrebungen hinwirken und der-. Bewegung helfen sollen, die ihr drohenden Hindernisse und Gefahren zu überwinden. Es empfiehlt sich daher die Annahme einer Resolution im Sinne eines bereits am 15». Oktober 1911 gefaßten Beschlusses des Geschäftssührenden Ausschusses, wonach dafür Sorge zu tragen sei, „. . . . daß sich die Angehörigen des K. C. in intensivster Weise nicht nur der bestehenden Ingendvereine annehmen, sondern auch dafür Sorge zu tragen sei, daß neue Ingendvereine begründet werden." Eine besondere Berücksichtigung verdient noch die Frage, ob eine B e t e i l i g u n g d e r K. C.-B e rbind nn g e n an den Vereinen wünschenswert ist. Diese Frage ist wolil in erster Linie von lokalen Verhältnissen abliängig. Eigenartig sind die Verhältnisse in Heidelberg. Hier war eine l. K. V. Bavaria dem Fngendverein beigetreten und hatte sich an den Veranstaltungen beteiligt, Nachdem in Heidelberg ein V. I. St. gegründet ivurde, drohte der Verein zum Schauplatz der Streitigkeiten beider Korporationen zu werden. Um nicht den V. I. St. aufnehmen zu müssen, vereinbarte daher der Verein in freundschaftlicher Weise mit der Bavaria, daß diese anstreten solle und faßte sodann den Beschluß, keine inkorporierten Studenten mehr aufzunehmen. Die Alten Herren der Bavaria vertreten jedoch die Verbindung nach wie vor in dein Verein. Dagegen sind iit. W. die Bonner und Freiburger Verbindungen Mitglieder der dortigen Vereine und entsenden auch Vertreter in den Vereinsvvrstand. Eine Blenderung dieses Zustandes würde wohl nur dem B. I. St. zum Vorteil gereichen und von Außenstehenden als ein mangelndes Interesse an jüdißhen Angelegenheiten ausgelegt werden. Ausschlaggebend dürfte aber hier ferner die Erwägung sein, daß die Beteiligung an der Vereinstätigkeit ein wertvolles Erziehungsmittel auch unserer Aktiven bilden kann. 18. Bericht ütier di« Tätigkeit des KeschüstsMrtNdeu Ausschusses des K. g. 18. Bericht des K. g -Kassenwarts und der Bevisore». 28. Neuwahl der Revisoren. 21. Bericht der Aedaktion der K. g.- Blätter. 22. Wahl des Htedakteurs der K. g.- Ulätter. Infolge der außerordentlichen Entwicklung unseres Verbandsorgans ist die mit der Leitung verbundene Arbeitslast erheblich gestiegen. Wegen seiner großen beruflichen Inanspruchnahme sah sich daher unser l. Kb. Dr. Alfred Alsberg zum größten Bedauern des G. A. genötigt, sein mit außergewöhnlichem Eifer und glänzendem Erfolg geführtes Amt niederzulegen. Da die Wahl vorherige Verhandlungen mit etwaigen Kandidaten erforderlich macht, wird gebeten, Vorschläge bereits jetzt dem G. A. zu unterbreiten. 23. Neuwahl eines Mitgliedes des Keschästsführenden Ausschusses des K. g. Die Wahl der Mitglieder des G. A. ist auf 2 Jahre erfolgt. Infolge beruflicher Ueberlastuttg sah sich unser l. Kb. Jacobovics (Viadrina- Darmstadt) genötigt, aus dem G. A. auszuscheiden. An seine Stelle ist bis zum Ablauf der Amtsperiode ein neues Mitglied zu wählen.