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KC-Blätter · 1912-07-25 · Internes Heft der K.C.-Blätter (25.7.1912) · p. Seite 18

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Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Internes Heft der K.C.-Blätter (25.7.1912)
Date
1912-07-25
Page
Seite 18 (sequence 17)
Language
German
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Mdrliia-Darmstadt, beim K. C.-Tag zu beantragen, daß der K. C.-Stammtisch Friburgia int K. C. reiwnciere/ Korreferat von Of. Max Mainzer lBadeniae, Spreviae), Frankfurt a. Alain- Seit der Gründung des 11. E. im Jahre 1896 ist drei- oder viermal die Frage der Aufnahme weiterer Verbindungen in den Verband an den K. C. herangetreten. Drei von diesen Verbindungen, Friburgia-Freiburg, Rheno-Silesia rrnd Viadrina-Darmstadt waren van K. C.ern gegründet und wurden m. W. in den K. C. unter Erlast der Nenvneenzeit ansgenamlnen. Die 4. Verbindung, die ursprünglich W. G. V. gewesene Ghibellinia, wurde zunächst nur als Renonce aufgenauttueu. Seitdem van 1k. C.ern die letzte der jetzigen 1k. C.-Verbindnngen gegründet wurde, haben sich die Verhältnisse au den Universitäten insofern geändert, als uns in Gestalt der Vereine des V. I. C. eine Konkurrenz in der Werbung von Mitgliedern entstanden ist. Dadurch sind die Existenzbedingungen auch für die von 1k. C.ern neu gegriindeten' Verbindungen mit K. C.-Tendenz unsicherer geworden, besonders an solchen Universitäten, an denen schon vor solchen Reugründnngen ein V. I. St. bestand. Jür die Aufnahme einer Korporation in den K. C. wird neben der unbedingten Erfüllnng derjenigen Voraussetzungen, die durch den Charakter des 1k. C. als einer Kampforganisation und durch die Statuten des K. C. gegeben sind, die Frage entscheidend sein, ob die Existenz einer neugegründeten Verbindung nach ihren: Mitgliederstand und nach den allgemeinen Verhältnissen der in Betracht konunenden Hochschule als gesichert betrachtet werden kann. Die Erfahrungen an einer Hochschule, an der nur ein kleines Material für uns in Betracht konnnender jüdischer Studenten vorhanden ist, mache:: uns in dieser Beziehung eine genösse Vorsicht zur Pflicht. Die Stellungnahme zu dem Antrag des Stammtisches Friburgia-Königsberg, in den K. C. als renvncierende Verbindung ausgenommen zu werden, ist, soweit die allgemeinen Bedingungen einer Aufnahme in: K. C. in Betracht konuneu, gegeben. Der Umstand, daß unter den Mitgliedern und Gründen: der Friburgia nicht weniger als 12 alte K. C.er sich befinden, gibt die Gewähr für die Erfüllung dieser Bedingungen. Erschiene um: auch die Existenz der Friburgia absolut gesichert, so bestünde kein Hindernis für die sofortige Ausnahme in den 1k. C. unter Erlassung der Renoncenfrist. Eingehender Erörterung bedürfen also nur die lokalen Verhältnisse: Die Friburgia zählt z. Zt. 16 aktive Mitglieder. 1 inaktiven Burschen (Referendar Ehrlich, Spreviae), und einen als Mitglied nicht in Betracht kommenden Verkehrsgast. (Die irr dem K. C. eingerissene Unsitte, Bertehrsgü sie nrrter den Mitgliedern anfzuzählen, must seitens des G. A. endlich beseitigt werden.) Unter den Aktiven befinden sich aber 3 alte Herren des ir. C. mit 18—26 Semestern, 4 Juristen mit 7 und 8 Semestern, die vor dein Examen stehen, darunter 3 inaktive K. C.er und nur ein neugewonnenes Mitglied, ferner ein dem K. C. bisher nicht angehörender Zahnarzt. Unter den übrigen Mitgliedern steht eür Zahnheilkunde studierender K. C.er bereits in 6. Semester, also kurz vor den: Examen, ein Jurist, K. C.er, im 5. Semester. Die Genannten scheiden also, znm Teil weil sie bereits ihr Studium beendet haben, z. T. weil sie es in: nächsten oder übernächsten Semester beendigen werden, für die Betrachtung der zukünftigen Aktivitas aus. Fiir diese kommen nur die 6 übrigen Mitglieder in Betracht. Unter diesen 6 befinden sich 3 Ir. C.er, Mediziner im 3. Semester und 3 Richt-K. C.er, darunter 1 Jurist im 4. und je ein Mediziner in: 5. und 3. Seinester. Im ganzen sind also von 17 Aktiven und Inaktiven der Friburgia nur 5 nicht schon vorher K. C.er gewesen, und selbst unter diesen steht einer, der Zahnarzt, bereits im praktischen Leben, ein anderer direkt vor dein Referendar-Examen. Wenn auch nach den Mitteilungen ans Königsberg im nächsten Semester zwei derzeit in Freiburg und München aktive, daun 3-semesterische Burschen wiederkehren. so ist immerhin die Zahl der Aktiven eine relativ kleine, zumal sich unter den derzeitige!: Mitgliedern kein erstes und zweites Semester befindet. Unter diesen Umstünden vermag ich einen Verzicht auf die Renoncefrist nicht 5h empfehlen, wohl aber enlpfiehlt sich die Aufnahme der Friburgia als renoucierende Verbindung. Denn es ist zu hoffen, daß Dank der Mitarbeit der in Königsberg selbst wohnenden K. C.er und der Mitglieder der Verbindung, vor allem auch Dank dem Umstand, daß die jüngeren Mitglieder der Friburgia in den nächsten 2 bzw. 3 Semestern in Königsberg bleiben werdet:, der Bestand der Verbindung bei eifrigem Keilen sich so erhöhen wird, daß ihre Existenz dauernd gesichert erscheint. Die Zahl der ui Königsberg in den letzten Semestern vorhanden gewesenen jüdischen Studierenden ließ sich nicht fsststellen. Es sollen sich darunter allerdings viele Russer: befinden. Der dortige B. I. St. zählte im vergangenen Semester 11, im gegenwärtiger: 17 Aktive,' darunter mehrere Russen.

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