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KC-Blätter · 1912-09-01 · Heft 12 (1.9.1912) · p. Seite 237

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Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 12 (1.9.1912)
Date
1912-09-01
Page
Seite 237 (sequence 21)
Language
German
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237 das glänzend verlebte erste Semester sich immer inniger an die Verbindung anschlossen. Tägliches Schwirnnlerr und Fechten sorgten für die nötige körperliche Ausbildung. Die Stellmtg der Philisterschast gegenüber ist eine ausgezeichnete, was aus verschiedenen Festlichkeiten wiederhalt zum Altsdruck kam. Wir beteiligten uns an allen affiziellett Veranstaltungen der Studentenschaft, so am Vismarckfackelzng mib am Großherzogskonm:ers in der Kaiserhalle. Den Beschluß des S. S. bildete unser 22. Stiftungsfest, das wir vom 26.—29. Juli in altherkömmlicher Weise feierten und das einen wohlgelnngenen Verlauf nahm. Seinen Höhepunkt bildete die Festkneipe am 27. Juli auf der Hirschgasse, bei welcher, angeregt durch die ausgezeichneten Reden unseres l. Kb. Rechtsanwalt (Lahn (Spreviae)-Berlin, unseres l. A. H. Rechtsanwalt Rathschild-Mauuheint und des Erstchargierten die Begeisterung für unsere Tendenz in helleit Flammen emporloderte. Leider wurde die für ben nächsten Tag projektierte Bootsfahrt zur Schloßbelenchtung infolge eines heftigen Gewitters zit Wasser unb so mußten sich eben tlusere l. A. H. A. H. und Kb. Kb., bcucit wir für ihren zahlreichen Besttch auch an dieser Stelle nochmals herzlich danken, diestual an dem guten Willen genügen Taffen. Das Finale des Festesund damitdes Semesters bildete bann der übliche Frühschoppen im „Weißen Bock" am 20. Juli. Das Wintersemester 1912/13, für das wir gute Hoffnungen hegen, beginnt am 16. Oktober 11 h. m. c t. ebenfalls mit einem Frühschoppen im „Weißen Bock". F. M. Sprevia. Statt der Turnabende fand in ben heißen Tagen offizielles Schwimmen in Wannsee statt. Des Abends blieben wir dann draußen und waren ständige. Gäste des Restaurants Schloß Waitnsee. Sehr geniütlich verlief die im Laufe des letzten Monats veranstaltete Exkneipe in Treptow, bei der wir eine große Anzahl unserer A. H. A. H. begrüßen konnten. Auf der Schlnßkneipe wurde Landesvater gestochen, wodurch die Kneipe ein feierliches Gepräge bekam. Mit einem schönen Frühschoppen in Hundekehle, der sich bis in den späten Nachmittag ausdehnte, schlossen wir ein ursideles, aber auch strammes Semester, an das alle Aktiven noch recht oft und recht froh znrückdenken werden. Das neire Semester beginnt am 17. Oktober 6 h. c. t. mit einem Frühschoppen im Schultheiß, Unter den Linden. M. C. Stammtisch Kriburgia-Königskerg. Wieder ist ein Semester vorüber! Und wenn wir jetzt anr Ende des 2. Semesters seit der Gründung des Stannntisches rückwärts schauen auf die verflossenen Monate, uns Rechenschaft geben über ihren Verlauf, über die Gestaltung unserer Stellung nach außen und unseres Verbindungslebens im Innern, so können mir mit dem Resultat zufrieden sein, imb wenn wir alle Gründe, die für nnb ander unsere Aufnahme als Verbindung in den K. E. sprechen, erwägen, so können wir uns der frohen Hoffnung hingeben, daß alle Vorbedingungen für die Lebensfähigkeit einer K. C.-Verbindung in Königsberg gegeben sind. Von Allbeginn stand ein großer Teil der hiesigen jüdischen Philister unseren Bestrebungen sehr sympathisch gegenüber, ja betrieben sogar selbst aufs eifrigste die Grüudllng des Stammtisches und bewiesen uns ihr Wohlrvollen noch in verstärktem Ataße, nachdem die Gründung des Stammtisches Tat geworden ist. Es vergeht kaum eine Kneipe, bei der mir nicht Gelegenheit hätten, mehrere Herren ans der Philisterschast an unserer Tafel zu begrüßen. Einige von ihnen haben sich jetzt znsammengetan. um dem Stammtisch als Zeichen ihres Wohlwollens ein Verdi «dun gsboot zu dedizieien, das ans eigenen Mitteln — wenigstens vorläufig — anzuschaffen wir nie hätten bcnfeit können. Unser Verbindnngs leben selbst war bei aller Straffheit sehr gemütlich, imb die schön verlaufenen Kneipen und offiziellen Abende haben das Ihrige dazu getan, die Vnndesbrüder einander näher zu führen und das Verbindnngslebelr harmonisch zu gestalten. Die 3. offizielle Gelegenheit in der Woche wurde in der letzten Zeit fast ausschließlich zu Vortragsabenden benutzt, und die regen Debatten hielten uns öfter noch sehr lange beim Glase Vier zusammen. U. a. hielten Vorträge in größerem Rahmen Vdbr. Lauter: Die Lage der deutschen Juden im Mitte kalter — als Ergänzung zu dem Vvrtragszytins über jüdische Geschichte, der im vorigen Semester gehalten wurde — Bdbr. Jtzig: Beoeiitende Inden im deutschen Geistesleben. Bdbr. Simon: Einfluß der Inden auf das wirtschaftliche und soziale Leben in Deutschland. Hosfentlich wird uns im nächsten Semester eine stramme Fuxenkorona beschert sein, und hoffentlich werden wir auch viele Burschen und Fiixe bei uns, dann aber nicht mehr beim Stammtisch, sondern bei der „Verbindung Fribnrgia" begrüßen können, damit hier ein gedeihliches, frisches Verbindungsleben im Sinne des K. C. pulsieren kann, zum Heile des K. C., zum Heile der Friburgia. R. S. Hjsen. Der K. E.-Abend findet jetzt wieder regelmäßig Mittwoch abends s. t. im Restaurant Union, Theaterplatz statt. Wir ersuchen nur ständige, rege Teilnahme; während der Ferien erwarten wir auch alle jüngeren Semester der Gegend. ' E. M. Stettin. Wie alljährlich, findet auch diesmal am 7. September in der Loge „Pegasus zum

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