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KC-Blätter · 1912-07-01 · Heft 10-11 (1.7.1912) · p. Seite 210

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Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 10-11 (1.7.1912)
Date
1912-07-01
Page
Seite 210 (sequence 26)
Language
German
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210 WevkanLs---'OachvichLen. Hßibetkinia. Der vergangene Monat stand im Zeichen uufei*c3 15. Stiftungsfestes. Dieses nahm durchweg einen glänzenden Verlauf. Roch nie hatten mir eine solche Anzahl von a. H., a. H. und Kb., Kb. in nuferer Mitte begrüßen können. Ans der »aderen und weiteren Umgebung bis nach Frankfurt und nach Ulm waren Gäste bei uns erschienen und namentlich danken wir unseren l. KL V., l. .0. V. Bavaria und Viadriua-Darinstadt, bereit Aktive fast vollzählig unsere Gäste waren. Wir eröffuetcit die Festlichkeiten mit einen! Begriißungsabend in der altbekannten, gemütlichen" Weinstube znnr Rappen am Müttster platz. Am Connabend Abend fand der Stiftnngsfestkommers im Fahnenbergsaal statt in einem Iliaunre, der in der Geschichte der Verbindung schon eine gewisse Atolle gespielt hat. Eine stattliche K oroua von zirka 100 Festteilnehmern hatte sich hier versammelt, und ernste Reeden und fröhliche Lieder ertönten im Saale. Die hiesigen jüdischen Vereine und die Loge, deren Gastfreundschaft wir schon oft genossen, hatten ihre Vertreter zn uns entsandt, und auch sonst war die Philisterschast zahlreich erschienen. Die Festrede hielt unser l. a. H. Hochschild, in der er die Entwicklung der Friburgia und W. G. V. Ghibellinia in treffender Weise darlegte. Auch an dieser Stelle sei ihm herzlich gedankt. Von den anderen Reden sei noch besonders hervorgehoben eine zündende Ansprache unseres l. K. B. Bruno Weil - Straßburg und nach dem Landesvater die begeisterte Rede unseres l. A. H. Künder Pforzheim? Aln Sonntag versammelten wir uns auf dem Dattler zum Frühschoppen, während die Generalversammlung des A. H. B. im „Kopf" stattfand. Wir waren stolz darauf, unfern l. Güsten den herrlichen Ausblick von! Schloßberg auf die Stadt, die Rheinebene. Kaiserstnhl und auf die fernen Vogeseugipfel zeigen zn können. Das Festessen fand im Caf<1 Kopf statt rurd verlief unter den heiteren Klängen einer Musikkapelle in der angeregtesten Weise. "Inzwischen hatten sich bereits unsere Damen versannnelt, voller Erivartuug der Freuden, die der geplante Kremseransslng nach Stansen ihnen bringen sollte. In 10 festlich geschmückten Wagen fuhren wir durch das He.renthal nach Staufen. RachdemwirKasfee getrunken hatten, unternahmen wir kleinere Spaziergänge, größtenteils zu den Ruinen des alten Staufenschlosses. Nach dem Abendessen blieben wir noch einige Stunden beim Tanz fröhlich zusammen, bis die Fanfaren zum Aufbruch bliesen. Wir fuhren am Fuße des Schlvßberges vorbei, während die Schloßruine in magischer, bengalischer Beleuchtung erstrahlte. In fröhlicher Stimmung erreichten wir Freiburg, das schon von nächtlicher Stille umfangen war. Wir beschlossen das Stiftungsfest mit einem Frühschoppen im Cafö Kopf am natOften Tage. Den 1K. Juni, unser eigentliches Gründnngsdatnm, begingen nur durch einen feucht fröhlichen Erbumiuel nach Breisach. H. L. AHerro Sitesia. Gleich zu Anfang dieses Monates hatten wir den Verlust eines jungen Bundesbruders zu beklagen, des krassen Fnxen Al er Kamp, der nach kurzem Krankenlager an einer schweren Lungenentzündung verstarb. Wir verlieren in ihm einen hoffnungsvollen Kameraden, der uns in der kurzen .'»eit seiner Aktivität ein lieber Vundesbru.der geworden nmr. An der Ueberführnng der Leiche zum Bahnhof beteiligten sich die in der Vertreter- Versammlnng vereinigten Bonner.Korporationen mit je 8 Chargierten, Auch S. Maguifenz, den Herr Rektor der Universität, bemerkte mau unter den Leidtragenden. Bei der Beerdigung in Aachen erwies die Verbindung dem Verstorbenen die letzten studentischen Ehren. Die Trauerkneipe, auf der A. H. I)r. Bier in warmen Worten des so früh Verschiedenen gedachte, nahm einen würdigen Verlauf. Die Verbindung trägt 8 Wochen Voll- und 3 Wochen Halbtrauer. Wenn wir auch der Trauer wegen in unserem Korporationsleben manche Veränderungen emtreten lassen mußten, so konnten wir doch die Vorzüge unserer rheinischen Universität durch Bootsfahrten und Ansfliige anskosten. Das Innenleben in der Verbindung hat sich sehr nett gestaltet, nwzn vor allem die rege Teilnahme der hiesigen und Kölner A. H. A. H. am Kvrporationsbetrieb beitrügt. Für die Vorträge, die W. H. Dr. Bier und A. H. Dr. Marx an den Vortragsabenden hielten, sei ihnen auch an dieser Stelle herzlich gedankt. Am 21. d. M. fand zn Ehren des Alt- Reichskanzlers Bisuurrck eine Chargiertenauffahrt der Bonner Studentenschaft statt, an der auch mir uns beteiligten. W. R. Munngia. Das Semester nahm auch im vergangener! Monat seinen gervohnten Verlauf. Wir fochten fleißig und schwammen und turnten wöchentlich. Unser a. B. Loeser hielt am 20. d. M. einen Vortrag unter einer recht großen

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