Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- 0
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 18)
- Language
- German
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18 höchsten Erdengüter gering achtende Ueberzeugungstreue aus freien Stücken in der Menschengeschichte gebracht hat und noch heute zu bringen berufen ist. Und die Erzählung wird ferner eine andere Seite des Menschenlebens hervorkehren, sie wird den Gemüthszustand des schwergeprüften Vaters erschließen, der, in seinen Lebenshoffnungen geknickt, hinter der Bahre des einzigen Kindes einherwankt, sie wird unter dieser Beleuchtung nicht die frei gewählte, aber die mit der harten Nothwendigkeit sich aussöhnende Gottergebenheit, sie wird, nicht jene dumpfe, sondern zu neuem Leben sich ausrichtende Resignation lehren, die in den Worten sich ausseuszt: Gott hat's gegeben, Gott hat's genommen, der Name Gottes sei gelobt! Wie in Abraham's Geschichte ziehen trauliche und vertraute Lebenserscheinungen, zieht der ethische Geist in naiv kindlichen Zügen durch die Lebensgemälde der folgenden Patriarchen, überall des Kindes Lebenserfahrungen beleuchtend und die Lebensnormen sittlich gestaltend, bis mit unvergleichlicher Anmuth und mit einem Zauber, der unwiderstehlich eben so sehr der Persönlichkeit an sich, wie dem lieblichen Farbentone der Darstellung entströmt, das reich gesättigte Lebensbild Joseph's mit seiner dramatischen Sittlichkeit in den vielfach wechselnden Seelenregungen Sinn und Gemüth des Kindes fesselt. Es versteht und begreift die kindische Selbstüberhebung des liebeverwöhnten Knaben, es lebt sich hinein in den Neid und die Feindseligkeit der zurückgesetzten und angeseindeten Brüder, es verurtheilf mit schmerzlichem Mitgefühl die grausame Rachethat und die nicht minder grausame Lüge der Brüder und Söhne, es begleitet den in der Schule schwerer Leiden und schwerer Versuchung zum edlen Manne heranreifenden Jüngling, es jauchzt über die Befreiung und den glücklichen Geschickeswechsel, den die bewährte Tugend und weise Einsicht sich errungen, es freut sich der göttlichen Fügung, welche die Brüder der Macht des in Vereitelung ihrer Tücke so hoch gestiegenen Joseph überantwortet, und es jubelt endlich, von