Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- 0
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- 1871-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
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17 dürfe, daß er vielmehr, ein Segen für die ganze Menschheit, durch einen Erben seines Leibes und Sinnes, dem Menschengeschlechte werde erhalten bleiben: er vertraut aus diese innerliche Verkündigung, und dieses Vertrauen, in welchem allein der religiöse Glaube besteht, nämlich jene feste, unerschütterliche Zuversicht, daß alles Göttliche und Große, Alles, was zum Heile der Menschen beiträgt, trotz aller Hemmnisse, sich Bahn brechen und Bestand gewinnen müsse, dieses Vertrauen, aus welchem allein alle wahrhaft großen Unternehmungen in der Menschengeschichte hervorgegangen, wird ihm zur Tugend angerechnet. Hinweg über die Episode des Jsmael, in welcher menschliche Tugenden und menschliche Gebrechen in gleich lehrreicher Weise sich verführen, lernt das Kind in den Gegenbildern von der zartsinnigen, liebevoll geschäftigen Gastfreundschaft Abraham's gegenüber der grausamen Härte, mit welcher die Sodomiten die Fremden behandeln, den Geist echter Menschenliebe kennen, wie er selbst in Sodom bei dem sich nicht verleugnet, dessen Leben von Abraham's leuchtendem Vorbilde durchzogen ist. Und noch deutlicher und in erhabenerem Lichte kommt die echte Menschenliebe zum Vorschein in jenem herrlichen Gebete, das selbst von den der Sünde so tief verfallenen Menschen die Strafe abzuwenden sich bemüht, und das gegen jene niedrige, in der Menschennatur verbreitete Empfindung, welcher jedes gegen den Verbrecher angewendete Strafmaß zu niedrig erscheint, heilsam ankämpst. Nur Ein Zug noch werde aus diesem reichen Lebensbilde herausgehoben, die Erzählung der Medah, wie sie mit ihrem tiefen ethischen Gehalt dem jugendlichen Sinn und Gemüthe näher gebracht zu werden verdient. Was dort unmittelbar als Gottesbesehl erscheint, durch welchen die größte Hingebung, die opferwilligste Liebe gegen den Gotteswillen sich zu erproben hat, wird nach der schlichten Erzählung dieses Herganges eine tiefsinnige Unterlage für alle die schmerzlichen Opfer, welche die Tugend, die felsenfeste Gesinnung, die alle, auch die