KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1911-1912
- Issue
- Heft 7 (1.4.1912)
- Date
- 1912-04-01
- Page
- Seite 5 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2268830-2268846-2268854--0423-2269629- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
5 Bavaria Am 29. Februar fochten wir noch einmal 3 Partien mit der ..Tuiseonia"; l mal stachen wir ab und 2 mal paukten wir aus. In dem a. o. V. C. vom 3. März wurde die Kassenordnnng in der driiten Lesung abgelehnt. Die Ferien begannen am 4. März mit einem Frühschoppen im »Weißen Bock" und enden am 15. April 11 h. m. t. mit einem Frühschoppen ebendort. Die Verbindung hatte zulegt 17 Aktive und 4 ortsanwesende Inaktive. Einen Beweis für das äußerst angenehme Verbindungsleben. das im Winter bei uns herrschte, bildet die Tatsache, daß von den Aktiven nur drei Heidelberg verlassen. Im Innenleben der Korporation sind wichtige Veränderungen kaum eingetreten. Eine neue Wartschaft, die Annalcuwartschaft. wurde eingerichtet. Nach längerer Panse haben wir in diesem Semester auch wieder wissenschaftliche Abende abgehalten. die von t»en Bundesbrüdern lebhaft unterstützt wurden. Unser Schmerzenskind waren auch jetzt wieder die ungünstigen Kassenverhältnisse, doch hat der A. H. V. versprochen, hier Wandel eintreten zu lassen. Besonder» Wert legten wir natürlich wieder auf eine stramme Durchfüh-ung des Fechtbetriebes. Dank dem neugeschaffenen Paukkomment mit der hiesigen freien Verbindung »Tuiseonia" waren wir imstande, fünf Pauktage in diesem Semester abzuhalten, deren Endresultat für uns günstig war. Zu Beginn des Sommersemesters werden wir die p. p. Suite von zehn Schlägerpartien gegen die Wirceburgia auszutragen haben. Im vergangenen Semester fochten wir 32 mal Schläger, wobei wir 7 mal abstachen und 5 mal abgestochen wurden, und 8 mal Säbel (2 mal auf Waffen einer l. K. V. „Thnringia" und 3 mal auf Waffen einer l. K. V. „Sprevia"), wobei wir 2 mal abstachen und 6 mal auspaukten. Unsere Stellung zur Heidelberger Phittsterschaft war außerordentlich günstig. Bei jeder Veranstaltung unserseits hatte sie ihre Vertreter gesandt und immer wurden die guten Beziehungen betont, die durch nichts gestört werden sollten. Ebenso waren wir offieiell auf allen Festlichkeiten der Gesellschaft »Erholung" und der Friedrich- Loge vertreten. Auch folgten wir zahlreichen Privateinladunaen. Jede Woche einmal hatten wir eine Tanzstunde mit den Damen eines Pensionats und verschiedenen andern Damen der Gesellschaft. Die guten Beziehungen zur übrigen Studentenschaft haben sich nur durch den Abschluß des Komments auf leichte Waffen mit der »Tuiseonia" geändert. K. A. Atter Herren Aund Sprevia. Am Montag, den 11. März fand die 8. Generalversammlung des A. H. B. Sprevia. die außerordentlich gut besucht war, statt. Es wurde beschlossendre Mitgliederbeiträge mit rückwirkender Kraft vom 1. Januar 1912 ab auf 30 Mark p. a.. bei Mehrbänderleuten auf 20 Mark fcstzusetzen. Die Mitglieder werden daher ersucht, den für das 1. Semester 1912 restiereudeu Betrag von M 5, bezw. 2.50 bis zum 15. April an den Kassenwart Dr. Ludwig Simon, Berlin Linienstraße 6 einzirsenden. Die bis dahin nicht eingegangenen Beträge werden durch Nachnahme eingezogen werden. Die Neuwahlen ergaben folgendes Resultat: In den Vorstand wurden gewählt Werner. Simon, Neuberg. in den Ausschuß außer den 3 Vorstandsmitgliedern Hirsch. Arnheim. Henschke. M. Sternberg. Zu Ehreurichteru wurden gewählt: Werner, Salier. Simon, Neuberg. Goldstrom. Solon. Im Anschluß an die Generalversammlung konstituierte sich der Vorstand wie folgt. Neuberg. Vorsitzender. Werner, Schriftwart. Swrou. Kaffenwart. Oppenheimer, der erklärt hatte, daß er eine Wiederwahl nicht altnehmen würde, wurde in Anbetracht seiner Verdienste um den A. H. B. Sprevia von der Generalversammlung einstimmig zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Alle den A. H. B. betreffenden Briefe sind zu adressieren an Dr. E. Werner, Berlin. Frankfurter Allee 40. K.tz. Stammtisch Iribnrgia-Mnigsvergi.B» Wenn auch schon der G. A. s,ir das S S. 1012 den K. C. Burschen ein Studium in Königsberg dringend enipfohlen hat. so möchten wir diese Bitte nochmals aufs nachdrücklichste wiederholen. Der junge st. E. Stammtisch steht hier vor eincr besonders schwierigen Aufgabe, du es gilt, sich gegen den hier bereits in fester Position befindlichen B. I. St. eine Stellung in der Pilisterschaft und bei der Studentenschaft zu erwerben. Das Feld für die Ausbreitung der K. E. Idee ist gerade jetzt hier ein sehr günstiges. Für den einzelnen K. C.er ist der Aufenthalt in Königsberg sehr angenehm, da K. neben den Vorzügen der Großstadt eine sehr schöne Umgebung besitzt, es sei nur an das unvergleichlich schöne Samland und die Kurische Nehrung erinnert. Außerdem ist das Leben hier nicht teuer, so daß auch Leute mit kleinem Wechsel hier sehr bequem leben können. Auf die Bitte des G. A. und des Stammtisches selbst um materielle Unterstütz u n g haben nur zwei A. H B. A.H.B. in dankenswerter Weise reagiert. Hoffentlich genügt es, diese Tatsache hier festzustellen, damit vielleicht doch noch der eine oder andere ihrem Beispiel folgt. W. L. Leipzig. Diejenigen Kartellbrüder, welche im nächsten Semester nach Leipzig zu kommen beabsichtigen, werden gebeten, dies möglichst an cand iur. Walter Grün (ßic.) Leipzig, Robert Schnmannstraße 21,1 mitzuteilen. In dem beiliegenden Aufruf ist versehentlich die Zahl der hier studierenden Juden auf 500 statt 300 angegeben.