KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1911-1912
- Issue
- Heft 7 (1.4.1912)
- Date
- 1912-04-01
- Page
- Seite 126 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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sch aftliche G lei chb e r ech tigung d er Huden ein51t tr et cn. Kommilitonen! Auch au Luch ist es, den Namen Hude wieder zu Ehren zu bringen. Hudentum soll nach Recht kein Grund zu minderer Geltung sein. Beschäftigt Luch mit seinen Hnteressen: der eine wird den Kampf vielleicht mit höherer Leidenschaft für seinen Glauben, der andere für seine Geschichte, ein dritter. für Stammesgememschaft und Tradition, ein vierter für den so vielfach geschmähten jüdischen Geist und seine Regsamkeit führen. Alle aber sollen für sein Recht kämpfen. Der gesetzestreue Hude kann und soll es im K. L. in gleicher Meise Inn wie der religiös freier denkende. Alle haben im K. L. ihren j)latz gefunden. AluliI Füre! Hhr seht Luch um, prüft und zögert vielleicht auch aus persönlichen, allgemeinmenschlichen Gründen ob der Richtung der ersten schritte, die Luch in's ötudentenland führen sollen. Hhr nennt Luch vielleicht Hndividualisten. wollt allein durch's Leben gehen. Mißt, daß Hndividualismus sich i n und sogar gegen Gemeinschaft erst erproben muß. Hhr habt auch vielleicht 5orge um die Lebensführung. Bringt Luren starken jugendlichen Millen und, helft mit dafür sorgen, daß Linfachheit, jugendliche Frische und frohgemute Kampflust die Wertung, finden, die sie im ötuüentenleben verdienen. Möge keiner Zurückbleiben: Mnfere (Gemeinschaft ist bedroht. An soll jeder einsteyen! Iü.re! Die Stätte ist geschaffen, von der aus Ihr den Kampf führen könnt. Tretet ein in den A. G.! Bilanz Meiner Frau zum Geburtstag, jugleich meinem ältesten Sohne Fritz, dem ersten K. L er -er zweiten Generation, bei seinem Eintritt ins Studeutenleben. wir wandern nun ins Tal. weit hinter uns Liegt Uebermut und Tollen. Zuschauer sind wir nun Am Tisch des Lebens. Dahin Köstliche Unerfahrenheit, Dahin Das unkluge Losftiirmen, Das jauchzende Sehnen, Das g'-oste wundern, Dahin Glückliche Einseitigkeit, Daß Gros; nur groß Und Klein nur eben klein. Geblieben ist — Nicht Wehmut nur —, Lin Kämpfenwollen auch, Lin Zähbeharren, Auch ohne Sieg in Sicht, Und besser noch: j Humor und Liebe.- llnb nun erneut sich Teil unsrer Selbst Ans Kinderleben Zugendstürmen. Da soll's nun hinaus: Lin glühend Erwarten, Lin heilig Streben, hoffen und harren, wollen und Kämpfen. Mut und Schulung Und Recht« ertrotzen, Und Nimmer - sich - beugen Trotz Ecken und Kanten, Daran man sich stoßet, Und trotz Mißlingen. Und also verzehrt sich Das heilige Feuer — Geschlecht aus Geschlecht, I)r. Alf Und brennet und bröckelt von all' dem Gemoder Und all' der Gemeinheit Lin Stücklein herunter, Und ist sich genüge Und bleibt sich getreu. Ls leuchtet und lichter. Doch nicht an der Tafel Der Satten und Matten, Ls lodert und wirket DenRingenden, Zwingenden; Den Guten und Besten Erhält es die well. Durch Kurven und Krümmen, Durch Zeiten und Streiten Lrleuchtet's den weg. Himmel,'und Hölle — So ist's der Lauf! Und also: Glück auf! rl» Lold ichmi d t (viadrina). AönizrhLtte