KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1911-1912
- Issue
- Heft 6 (1.3.1912)
- Date
- 1912-03-01
- Page
- Seite 122 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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122 als A. H. Meild gelten zu lassen, während zu dein zweiten K. C.-Abend des Monates auch die aktiven nnd inaktiven Burschen hinzngezvgen werden sollen. Als Lokal ist der „Weihenste pH an ail der Potsdamer Brücke in Aussicht genommen. Es sollen jedoch evtl, auch andere Lokale bestimmt werden, besonders im Sommer auch Ansslngspnnkte außerhalb Berlins. Die Bekanntmachung der Veranstaltung soll monatlich durch Inserate in den K. C.-Blnttern geschehen. Nur in besonderen Fällen wird eine schriftliche Benachrichtigung erfolgen. Zn diesem Zweck richten nur an alle Berbandsbrüder die Aufforderung, ihre Adressen dem A. H.-Bnnd Sprevia zngehen zu lassen, zu Hd. des Herrn Or Werner, Berlin O. Frankfurter Llllee -10. Bereits am 6. März wird eine Vorbesprechung älterer Berliner K. C.er stattfinden, um die Vorschläge und Wünsche dieser zu hären. Am 20. 3. wird voraussichtlich der erste K. C.-Abend stattfnrden. I. H. ^ersonat-WachrrchLen Das med izinische Staatsexamen bestand Carl Grünwald (Spr., C>hib.) Das eferendarexnmen Walter Li1i»ald(Rh.-Sil.) Das z a h n ä r11 i d) e (s r a m c it 7 o biaü (Spr.) uub Paul bi u ui pcrt (Spr.) Tao P Ij ij) i f u m Felix a }? e r m n >> n (Lic.) xium Dr. iur. pvamotuerte: b i ch e u g r n n (Lic.), Hans G o t b it c i ii (Lic.) und W n ch s m a a n (Thur.) Inm Asiistenzarzt der Reserve wncde befördert: 9r. R a a S iBad.) Als R e ch t s a n w a l t lieb sich in Berlin nieder: Crich Boehm (Spr.) Als a I) u a r t daselbst Dabrin < Spr.) Nüchrr-- und Nlättrvschau. Iudentaufen. Seit Sombart sein ..Eudenbach"') veröffentlicht hat, ist das Interesse au der Indenfrage, wenn nicht alles trügt, wieder in den Vordergrund gerückt und hat weite .Nreise des gebildeten Deutschland aus der gewähnten, van Teil hall» antisemitischen (Gleichgültigkeit diesem Problem gegenüber emporgerissen. Tas äußert sich in der sich stark mehrenden Inden literatnr", ans der vor allem ein Büchlein, betitelt „In de nt an fen". (im Münchener Verlag von Georg Mütter erschienen) hervorzuheben ist. Die Cntstehung dieser Schrift ist lebten Codes in dem oben genannten Sombart'schen Werk begründet. Indem nämlich der Verfasser dort sein Vorwort mit den Worten fdilon : „Mein Buch soll ein wissenschaftliches Buch sein, und darum enthält es keine Werturteile. Tie persönliche '.Uü'iimmi des Verfassers interessiert aber nicht die weite Wett, sondern nur seine Freunde. Und die kennen sie ja," hat sich der Schriftsteller Ii r. A r t h u r L a n d s b e v g c rveraulafit gesehen, Sombart zur offenen Bekennnng auch dieser seiner „persönlichen" Bewertung des Judentums anznregen. Ter Gedanke dazu entsprang der zweifellos richtigen Meinung LandsbergerS, dost die asketische Zurückhaltung der privaten Meinungen und Ansichten, die henlzutage von den Autoren wissenschaftlicher Werte selbst da geübt werde, um die Hvpothese den Insammenhang Herstellen müsse oder könnte, unberechtigt sei. Unberechtigt im spezielle» Falle des Indenproblems deshalb vor allem, weil doch ieder Kulturmensch gleichermaßen an eben dessen Lösung interessiert sei. Jeder spüre ja doch den Segen oder Unsegen seines Vorhandenseins bis in die tleinstcn Bedingungen seiner Cristen.; am eigenen Leibe. Cs fei innerhalb des in unserer Ieit herrschenden WirtschastssvstemS des .ÜavitalismnS keine gleichwie geartete Cinzetcristenz denkbar, die sich nicht unter dem Zwang der Verhältnisse mehr oder weniger klar, mit gröberer oder 0 Die Juden und das Wirtschaftsleben, Leipzig 1911, Dnncker Je Humblot. Vgl. dazu die Besprechung dieses Werkes von Tr. R. Wassermann in Nr. 8 (1. Zahrg.) dieser Blätter. geringerer Spmpathie oder Antipathie, mebr oder weniger bewnnt mit diesem Problem anveinand rsehen müsse. Wohl trage es schon viel zur Mär,mg bei. wenn ein Mann wie Sombart ein ganzes, großnng-iegtes Wert über die Indensrage schreibe, ans obigen Csrün:»,-» sei es aber dringend wünschensloert. auch die persönliche Meinung über das .Judentum von einem solchen :>>• arutc von Nus corain publico zu hören. So legt denn Tr. Landsberger S>u wart 2 Fragen vor. welche, wie er selbst erwähnt, zwu, nicht besonders glücklich gewählt find, aber den haben, die Möglichleit einer Beurteilung des Judentums aus alten Gestchtswinleln zu geben, und diesen .b uck dann anch wirklich erreicht haben. Wenigstens haben sich die Beantworte dieser Fragen*) — sie wurden ans Sombarls Anregung h» einer größeren Anzahl von (belehrten. Schriftstellern. Pol lern vorgetegt, so das; das Büchlein eine kleine Cno-o.te darstcllt — nicht streng an sie gehalten, vielmehr Hai ein jeder seiner Weltanschauung und Geistesricht,mg genläst die Losung des Indenproblems versucht. Nur wenige, vor allem N. '-Korb* Hausen und zum Teil auch Nt. Crzberger. haben die Beantwortung in der Hauptsache dazu bentibk. ihren. Aerger über gewisse ihnen unbegnemeAenberungcn der,.indischen")?) Presse und ähnliches mehr Lust zu machen, ohne tiefer auf das gestellte Problem selbst eiiizngehen "i Die erwähnten 3 Fragen lauteten. 1. Welches sind die voraussichtlichen Folgen (in geistiger, politischer und wirtschaftlicher 'Beziehung oder einer dieser) tut Falke der Assimilation sämtlicher Juden durch llebertritte und Mischehen? 2. Welches sind die voraussichtlichen Folgen (in einer dieser Beziehungen) im Falle der Verwirklichung der zionistischen Idee: a. für die jndenreinen Staaten b. für denzionisten Staat? Was geschieht, falls weder l noch 2 eintritt? Sind .(tonstikte zu befurchten und weicher Ärt werden diese zionslitte sein? Ist demnach l, 2 oder 2 wünschenswert? Der Richtung nach, in der sich die Losungen bewegen könnnte man ans den etwa 20 eingegangeuen Antworten