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KC-Blätter · 1912-02-01 · Heft 5 (1.2.1912) · p. Seite 94

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 5 (1.2.1912)
Date
1912-02-01
Page
Seite 94 (sequence 18)
Language
German
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machen das Bestehen einer K. E.-Verbindung dort direkt uvtiveudig. Bekanntlich spielt der S. E. eine sehr graste Bulle, .man wird gerade.',!! sagen können, das: er bl* zu einen: gewissen Vkaße das dortige Vtitien und damit mUtoltun* and) die Studentenschaft selbst beeinflußt, I:var kanil nicht jeder initmachen, ivas der S. E. vorinacht, tut es auch nicht inanientlich nms; er wäbnt werden, das: der D. E. .zumeist seine eigenen, mir persönlich viel mehr zusagenden Wege geht«; allein in der Stellungnahme znm jüdischen Studenten sind sich leider unsere Vimnmilitonen sehr leicht einig: und so ist der Grund ton (von Ausnahmen abgesehen) "Antisemitismus, im günstigsten Falte jenes nonchalante aufreizende Himvegsehen überden nicht sürvollerachteten Ariden Deshalb war s. -st. die (Gründung und ist beute das Besteben einer >u. E.-Verbindung in Bonn eine ^lonvendigleit und zwar hier umso mehr, als der Lkampf. wie schon erwähnt, gegen eine sehr ausgedehnte sJ:uie geführt wird. Man komme uns nicht mit den: Einwnrs, der Ai'innpj sei aussichtslos. Ich erinnere nur an unseren jüngsten Erfolg, das; es uns ge langen ist. in die Bertreterversannnlnng. den Ausschuß der Stndentenschast. ausgenommen zu werden. Damit haben nur die offizielle "Auer kennnng der Bonner Stndentenschast, die sie uns 1- Ja in e versagt hat, erlangt. Das; wir aber jetzt soweit getonrmen sind, sticht mehr als quantitc nögJigeable angesehen zu werden, da nüt ist zn»ar, das dürfen nur nicht vergessen, nur ein Schritt getan, aber ein bedeutsamer, and ein fester Stützpunkt dmnit erreicht. 'Bach ist über das Innenleben unserer Verbindung zu berichlen. Surrt) die äußere Bedräng nis erchält es sein Gepräge: Intimität. Ätau darf lvoht sagen, das; die Anbängliehkeit der Bheno-Litesen zueinander and an ihre Ber biudang besonders groß ist. Oesters als anderswo pflegt sich Altberrenbesnch einzustellen, stets mit großer Iren de begrüßt, Ganz besonders hübsch sind die gemeinschaftlichen Ausflüge, die vom Irüthahr bis zum Herbst inenerdings bürgert sie!) auch der Wintersport ein, häufig gemocht werden und die meist mit einer froh lichen Bowle, sei's in Plittersdorf, sei's in .stöuigswinter, sei's gar in Erpel. Unkel oder ^inz enden. Wie viel fröhliche Erinnerungen knüpfen sieh dort) an solche Sonren; wie ganz anders klingen die Rheinlieder, wenn inan sie am Ufer des rauschenden Stromes, oder l)och drüber ans dem Drachensets erklingen läßt, als ans rauchiger Kneipe. Fidel ist dann die Heimfahrt im flinken Älotorboot, den ^lihein hinunter. Was aber unsere Bonner Verbindung vor allen Verbindungen im ,tt\ E. auszeichnet, das ist der Besitz eines Hauses, das mit seiner behaglich eleganten Einrichtung, im Sommer mit seinem schattigen Garten, einen idealen Mittelpunkt des Berbindnngslebens bildet vor st. Abbildungen S.!»:;). Wir möchten djpses .-'-aus, das nur nun endlich uns erworben l) : en. heute nicht nn'hr «rissen. In sehr schon; oben wir das Vjeatus iUv iiotnü, qui -c in -ma domo NUS eigener Ersahrnng kennen gelern:. Aichr nur zu den genkeinschasttichen Mahlzeiten uns sonstigen ossiziellen tüetegenheiten finden sich ineBnndesbrüder dort ein. sondern auch sonst trist: man sich häufig, stalt in irgend einem Voi'a(, in s m gemütlichen eigenen tüänmeu, in denen e. >n so leicht sich heinlisch fühlt, zu leblvnüein rtz silenanstansch, znnr Paulen oder zu zwunglow n Spiel. Wenn diese Feiten den einen oder andern jüngern .u\ E.er oder stächen, M-- noch gar nicht ,U. E.er sind, einige Bedenken in:verlegt und ihn ans die vielen Vorzüge Bonns h anviesen haben, dann haben sie ihren -p.".ea en cht. .U a r l E l > i; - , Wejcrcubar iVlnnlav.;u> Srtcsiac.t §i)!ucftcntnd)t in den Serge». Der heurige Winter hat uns Io Burger Studen» ten — was seine Schneevell-älunsse anbetrifft — keineswegs verwöhnt. Und die geringe Schneedecke, „die es in den Weihnachtsragen hatte", wurde ums Ende des Jahres durch eine steche von starken Frostnächten in eine Eisfläche oero-nibelt, die alles andere eher verdiente denn den B men „Skivahn". Um io überraschender kam uns d;.,?r der Vorschlag unseres Kartellbruders „Ärnnbahn". die Sylvesterfeier zur Abwechslung einmal am einsamer Bergeshähe zu begehen. — „Wo tivpvü sich alle sportbegeisterten $$. E.er in der Bern rsnachtwar seme stereotype Begrüs;ungssc'.-;;e, und „Am Iewbergtnrm" war die ebenio U..eotype Antwort der Ghibelünensüre. die von Auerhahn in böser Stunde einmal den Vers gennnlo halten: „Was schert mich Physik, was f.j,. vt mich Ehcmie, Was schert mich Botanik, ivas estmwmie: Ich gel>' ins Gebirge. lauf' Be -se' hinan. Aufs Physikum pfeif' ich. bin ja „Auerhahn". — Der Sonnabend Nachmittag fand drei von uns auf dem Wege zur Ghitn ll .nenskihütte auf dem Hmterwaldkopf. Tü:ü. An-.- Hahn und meine Wenigkeit sollten für diese Nässt den hüpfenden Mitbewohnern unserer Srrohmcke zum Souper den „Rotwein" liefern, der uns amh erbarmungslos aus den Alvern gelogen ivurde. Doch auch diese unruhige stacht ging vorüber, und der Sonntag Morgen sah uns unterwegs zu einer Eckundigungsfahrt ins Feldberggebiet, lieber r em Grüble und Seebuck lagerte ein dichter Nebel, der nur aus

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