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KC-Blätter · 1912-02-01 · Heft 5 (1.2.1912) · p. [Seite]

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Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 5 (1.2.1912)
Date
1912-02-01
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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flloniifsfifmft iter im Kartell-Convenl »cicinigten Korpornkionen. „Die Verbindungen im R. E. stehen auf dem Boden dentschvatcrländischcr Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Rumpf gegen den Antisemi'ismns in der deutschen Ltndentens-chaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Inden, die im Bewußtsein, das; die deutschen Juden einen durch Geschichte, Rnltnr- und Nechtsgc,neinschaft mit dem deutschen v.uerlande unlöslich verbundenen volkstcil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die poliiii he und ae>ell».!-.uUich-.' G'eichderechtiauna der Juden einh-treten Za ponu >1 rn und rclraiüscn ^ondcrdestrebunaen innerhalb der- Judentums, sofern sie de, Tendenz von Absatz l nicht widerstreben, nehmen die Verbindungen im K. E. keine Stellung."?1r. 1. Jebruar 1912. 2. Jahrgang. Die Zeitschrift erscheint am 1. jedes Monats. Bezugspreis halbjährlich 2 Mk. Einzel-Nummer 5,0 Pf. Bestellungen übernimmt der Verla g. Preis der \ fach gespaltenen Zeile für Inserate 50 Pf. Bei größeren Aufträgen und lviederholnngen wild Rabatt bewillig!. Inseratcnannahme durä> den Verlag. Nachdruck der Original-Artikel, mit Ausnahme der durch einen besonderen vermerk gegen geschützten, unter Ruetleuangabe gestattet. Anr. uiiserrn und unserer Grolkviiter Tngeu. Jan I>r. ch l sr e d d>a t d sch in i d t (Viadriuue) Ziänigshütie. Ja früheren Veröffentlichungen (Rede zur 2ä-FahBeierderViadrina: ^November-Nummer Iti!! Kv Ienschnsr „Im Delltschen Reich") habe ich die letzten Gründe der Feindseligkeiten der Individuen, Stände, Gruppen,Volker - alsoanchderallgemeinen Feindseligkeit gegen die Juden — auf Wirtschafts- und Prachtverhältnisse znrückgeführt. Ich habe den Gedanken von der Unzulänglichkeit der Wirtschaftsgüter dieser Erde für die Wunsche und Begierden aller in ein Gleichnis geformt, das uns das Verständnis für die Unlösbarkeit der sozialen Frage und der in ihr liegenden Rätsel näher bringen sollte. In weiterem 'Verstehen der Unzulänglichkeit der Erdengüter und der Lage der Gesellschaftsschichten möchte ich ein paar Zahlen aus der preußischen Einkoniuu'nsienerstatistck des Jahres IDOS ausühren: von Millionen Einwohnern Preußens waren vuut> 20 Millionen steuerfrei, d. h. sie hatten nocl) nicht 1)00 Mark Einkommen. Unter den 66 Millionen waren ca. 14l/2 Millionen Personen eigentliche Steuerzahler, d. h. Haushaltnngsvorsiände oder ^Alleinstehende. Bon ihnen waren 8,7 Millionen (-■ 00, l> Proz.) steuerfrei bei Einkommen unter 900 Mark; - 4,7 Millionen hatten ein Einkommen uou 00'» -2000 Mark. Die beiden letzten Gruppen zusarnmen machten 02 Proz. aus, nur der Rest von 8 Proz. versteuerte über 2000 Mark. In Worten ausgedrückt heißt das: der überwiegende Leit der Gesamtheit hat ein so dürftiges Einkommen, daß eine Versteuerung gar nicht möglich ist, die angegliederten chichten leben knapp und unzureichend für berechu-.pe und natür« liche Ansprüche ihrer Lebenshaltung, nur eine Minderheit ausreichend und behändch, ein Bruchteil luxuriös. Ans Zahlen — wie den avgesüiuten — lassen sich die Reibungen der Gesellschasis'chichten leichter ve-stehen, wenn sich auch der gegenseitige Kamps iu äußerlich vielfach veränderter Motivation vollzieht. Mit dieser Auffassung soll der Glaube an die Gemalt und Kraft geistiger Ideen in keiner Weise erschüttert werden, es soll nur soviel gesagt werden: geistige Kräfte müssen sich durchsetzen gegen tausenderlei Mächte materiellen Inhaltes oder: geistige Kräfte können sich ersolgrenh nur dann durchsetzen, wenn hinter ihnen materielle Macht steht, die sie stützt. Was wäre aus der Reformation ohne die Säkularisierung geistlicher Güter durch die weltlichen Fürsten geworben! Hin und wieder aber ergeben sich in der Geschichte Konstellationen, die ideelle Enunyenschafterr

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