Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- Sechzehnter Bericht über die Religionsschule der jüdischen Gemeinde, womit zu der Sonntag den 26. März in dem Hörsaale der jüdischen Knaben-Schule ... öffentlichen Prüfung ... einladet
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- 0
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- 1871-01-01
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- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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— 6 — V inhall des ganzen Unterrichtes bilden die großen Kriege, die Weltgeschichte erscheint als ein blutrothes Schlachtengemälde, die Feldherren und Führer als die Träger der Menschenentwickelung. Was erfährt die Jugend auf den ersten Geschichtsstusen von den Griechen weiter, als die Kriege mit den Persern und die Kämpfe der griechischen. Staaten unter einander um die Hegemonie? Sie begreift nicht und kann nicht begreifen, daß die Perserkriege den Kampf zweier um den Vorrang streitenden welthistorischen Kulturbildungen darstellen, die hinter der rohen Waffengewalt nach dem Siege ringenden geistigen und sittlichen Interessen sind ihr verborgen, und unverständlich bleibt ihr der Gewinn, den die Schlachttage von Marathon und Salamis der ganzen Menschheit und dem Menschenthum gebracht haben. Sie weiß nicht und kann es nicht wissen, daß den Sieg nicht sowohl Miltiades und Themistokles, sondern daß ihn die durch alle vorangegangenen Sänger und Denker und Staatsweisen groß gezogene, die an den Vorbildern der großen Sagen- und Geschichtsgestalten genährte Volkskraft davon getragen hat, ihrsittliches Wohlgefallen an den Griechensiegen beruht, wenn überhaupt davon die Rede sein kann, auf dem untergeordneten Momente, daß die schwächere Zahl den übermächtigen Feind bewältigt hat. Selbst in dem heroischen Märtyrerthum an den Thermopylen wird erst der reifere Sinn im Stande sein, die Großthaten menschlicher Tugend zu erkennen und zu bewundern, derart, daß die eigene sittliche Kraft daran eine Bereicherung erfahre. Viel weniger noch als diesen Thaten des Griechenvolkes, das der Jugend doch immerhin in seinen bunten, hellschimmernden, die Phantasie beschäftigenden Mythengebilden näher getreten und vertrauter geworden ist, wird sie der Geschichte der Römer ein geistiges oder sittliches Interesse abgewinnen können. Das wüste Schlachtengetümmel, mit welchem das Römervolk, von kleinen Anfängen beginnend, verheerend und verwüstend durch die