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KC-Blätter · 1912-01-01 · Heft 4 (1.1.1912) · p. Seite 73

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Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 4 (1.1.1912)
Date
1912-01-01
Page
Seite 73 (sequence 17)
Language
German
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Tempora mutanlur- Melodie: „D alte Burschc>Mcrr::ctrr:it". Das L'unto Blind schlingt um die Brust, XHiiftf Haupt setzt keck die -Mütze! Wie glüht das alte Herz in Lust Und jugendlicher Hitze! Da träumt von seel'ger Zeit man süß, Verloren, ach! ist's Paradies, Das man so heiß erstritten, Es ändern sich die Sitten. Beim Schoppen Bier, nuo fühlte bald Man aller Götter Nähe! Das Abendbrot genoß man kalt Im „Krug zur schwarzen Krähe" Heut beim Souper — je mm man kann's, Schlürft Sekt man in der „Goldnen Gans" Ein jeder bei der Fete, Tut Ele und Petete! Auf Wintermantel tat man leih'n Schon in den Frühlingstagen, Stolz hielt den Kopf man, bückt keck drein In feinen Gnmmikrngen. Doch heute engt uns Frack und Claque Und Stiefeletten — feinster Lack. Zit Fuß gehn! Welch Gezeter, Man führt nur Tarameter! Die Kneipenlust war tabatühwer, Jedoch Begeisterung schäumte, Und lieber inan gestorben war, Eh', daß man Samstags fair ritte. Dispens erhält man heute g.anz, Gibts 'ne Gesellschaft oder 7'anz! lins könnt' beim Skat man sehen! Pfui! Kavaliere jenen! So ändert sich im Lauf die Zeit! Und dennoch bleibt beim Alten Der stolze Sinn, die Einigkeit, Das Zneinanderhalten. Ob Fuchs, ob Mann, wenn Stürme weh'n, Woll'n fest wir dann entgegensteh'n. So soll die Mischnlig walten Des dienen und des Alten. I)r. Vöuiifolju Dhunugiae. WLvvÄNos--Kamvimren. Bavaria. Ein Wintersemester in Alt-Heidelberg! Wenn'auch noch kein. Schnee den Gipfel des Königsstuhles krönte und zu frischem Wintersport einlnd, so werden doch alle die in diesen Wochen als aktive Bavaren in der Nuperto Earola weilten, nur..unvergeßliche Eindrücke empfangen haben. Das herrliche Herbstwetter gab der so viel besungenen Umgebung Heidelbergs einen eigenartigen. bestrickendeit Reiz. Dazu kam das gemütliche Zusammenleben der Bnndesbrüder. Die zwenen mit» älteren Semester hatten sich iiu Laufe der Zeit naher kennen gelernt und imnier fester aneinander angeschlossen. Und auch die Neueingelretenen gewöhnten sich überraschend schnell an das Korporationsleben, so daß das Wintersemester,in vollster Harntonie der Bnndesbrüder seinen Verlauf ttehtnen konnte. Wie schon in früheren Semestern bewies auch in diesem die Heidelberger Philisterschaft ihr großes Interesse für unsere Korporation. Bei zahlreichen Familienfestlichkeiten waren wir nertreten. bei den Bällen der Loge und der Gesellschaft„Erholung" fast vollzählig. ' Am l». Dezember gaben wir unserseits eine Da m e n k n e ip e, zu der unsere Kouleurdamen, Buttdesschwestern, alte Herren aus Heidelberg und Mannheim und mehrere Kb. Kd. aus Darmstadterschienen. Bei allen Gästen warnureineStimme des Lobes über den glänzenden Verlauf des Festes. —

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