KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1911-1912
- Issue
- Heft 4 (1.1.1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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ftlouafsfrfinff iter im Kariell-Eonvenl oercinigfcn iiorpornfioneiu —— „Die Verbindungen iin K. T. sieben auf dem Boden dentschvaterländi scher «Besinnung. Sie l>abcn zum Zweck den Kampf gegen den Antifemitismus in dec deutfch.'N Lrudentcnfchafl und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden, die im Bewußtsein, das; die deutschen Inden einen durch Geschichte, Kultur- und Rechtsgemeinschaft mit dein deutschen Vaterlands unlöslich verbundenen volksteil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Juden cinzutreten. Zu politischen und religiösen Sonderbestrebungen innerhalb des Judentums, sofern sie der Tendenz von Absatz 1 nicht widerstreben, nehmen die Verbindungen im K. L. keine Stellung." _„ *?Tr. 4. 1. Dcrnucrr' 1912. 2. Jahrgang. Dle Zeitschrift erscheint am 1. jedes Monats. Bezugspreis halbjährlich 2 Mk. Einzel-Bummer r>o Pf. Bestellungen übernehmen Verlag und Redaktion. Preis der t fach gespaltenen steile f::r Inserate 50 Pf. Bei größeren Aufträgen und lviederholungen wild Rabatt dewilliat. Inseratcnannahme durch die Redaktion. Nachdruck der Vriginal-.ArtiIrel, mit Ausnahme der durch einen besonderen vermerk gegen Nachdruck geschützten, unter Quellenangabe gestattet. Die Juden und die Parteien des Reichstags. Skizze ZU den kommenden Wahlen von l)r. Avbert Oerckeiilhul lBadeniae, Licariael-Augsburg. ..Dir Jugend hat immer recht". Dieser Satz ist nicht nur Wahrheit des Alltagslebens, er ist auch historische Tatsache. Wenn wir die Ereignisse des 10. Jahrhunderts Revue passieren lassen, werden wir sehen, das; alle großen Ideen, olle einschneidenden Bewegungen letzten Endes von der Jugend ausgegangen sind oder zum mindesten von ihr zuerst ausgenommen und weitergetragen wurden, und zwar gerade von der akademischen Jugend. Auch die K. C.-Jdee ward so geboren: Einige jugendliche Heißsporne, durchglüht von der Rot und vom Jammer des gehaßten imb verfolgten Judentums, fanden sich zusammen in dein Gedanken. Widerpart all den Feinden zu bieten, die mit Spott und Hohn den Inden überschüttet hatten. Aber die Biadrinensaat war blühend aufgegegangen, der Ruf „Kampf für die Gleichberechtlgung der Juden" in weiteste Kreise gedrungen. Heute ist er Allgemeingut geworden. Der Zentralverein, der Verein zur Abwehr des Antisemitismus, und andere Organisationen, sie haben ihn ausgenommen und auf ihre Fahnen geschrieben. Aber noch ist der Kämpfer und Streiter nicht genug, zahllos sind unsere Feinde; aber schlimmer als das — sie führen vergiftete Waffen, scheuen nicht zurück vor Verleumdung. Haß und Lüge. Vt 11 e M nun n n Bord! So klingt inein Ruf zuerst zu Ellch, liebe .0 - lettbrüder, und weiterhin zu der gesamten Judeiuchaft! Heraus das blanke K. E-Schwert ans der Scheide und voran im Kampfe! Und nicht nur im Streite mit dem judenfeindlichen Sludenlenuim. Viel ernftern Widerpart gilts zu halte» im praktischen Leben. Vorivärts zum Kampfe gegen politische und g e s e 1 l s ch a f t l i ch e und staatliche E n t - r e ch t u n g! Bor allem aber gilt mein Rufen der akademischen Jugend. Lernen wir vorn Feinde l Als in den 80er Jahren mit verheerender Gewalt die trübe Woge des Antisemitismus über Deutschland hereinbrnch, da hatten unsere Feinde zuerst die akademische Jugend im B. D. St. mobil gemacht. Zu jedem großen Werk gehört ein gut Stück Optimismus. Jugend und Optimismus sind aber immer eins gewesen. Die Reichstagsw ah len stehen vor der Türe. Wir wollen nicht in den Fehler früherer Zeiten vermllen, uns feige verkriechen, wir wollen und sollen als die ersten auf dem Plan sein. Junge und 'Alte, und wir Alten wollen junge Hoffnung und neuen Mut schöpfen aus dem Leuchten kampffroher jugendlicher