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KC-Blätter · 1911-12-01 · Heft 3 (1.12.1911) · p. Seite 55

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Journal
KC-Blätter
Volume
1911-1912
Issue
Heft 3 (1.12.1911)
Date
1911-12-01
Page
Seite 55 (sequence 15)
Language
German
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55 feit de§ Korrespondenzbüros durch die geringen Befugnisse, die ihm von Seiten des K. C. eingetänmt waren, lahm gelegt wurde. Diese Interpretation des Wortes „ohnmächtig" wird wohl im Sinne des Verfassers Dr. H. sein. Ich glaube, das; weniger die Atomen der gewählten Mitglieder des Geschäftsführenden Ausschusses als vielmehr die gute Organisation der neuen Instanz für erfolgreiche Arbeit bürgen werden. Das; die jetzigen Mitglieder stets bemüht sein werden, ihre besten Kräfte der neuen Aufgabe zu widmen, halte ich für ganz selbstverständlich, wie ich von jedem K. G.er die lleberzeugung habe, das; er bereit ist, für den K. G. Opfer zu bringen. Ich glaube, dag der Verfasser Di\ H. mit diesem Zusatz zu seinen trefflichen Ausführungen einverstanden sein wird. 1>. Josef Hirsch. Dr. H., dem wir obiges „Emgefandt" zur Kenntnis brachten, teilt uns mit: „Um Mißverständnisse völlig zu verhüten, bestätige ich die Vernrutung von K. B. Dr. Hirsch, daß mit „ohnmächtig" nicht du- Fähigkeit der Mitglieder des früheren Korrespondenzbüros gekennzeichnet werden sollten, sondern lediglich der Mangel jeder Vollmacht." Die Redaktion. H'ersonal-Aachrichlen. Das A) s ciio x e x n ui e u boitaub Vllbcrt i' e u i (Lic.). Dos 'U eieren bare v« i»e u Cr £ f a ö (ific., Rhena- Sil.i imb '.lUniiaiie (('>f)ib., oir.n Dr. iur. vrouunm’rti’ N>er-brrij (Sie.). Zn in Dr. phil. Erich Stamm («'»!?*£>.). '^jUiit Leutnant ber 'Kef. miiib« Dr. ing. Mar Stl)ol)l (Stammtisch Badenia) boftn-b. it Nüchev-- uns Nlütrevfchau. ^rozehfätle für den praktischen Rechtsnnterricht von Landrichter Dr. Wagner und Amtsrichter Dr. Kurt Wolfs in Göln. Verlag Dr. W a l t e r R o t s ch i t d 1911. Preis 4,80 M. ivoMliiDe MMtrh iülit eine Vittfe ano, die sich seit langem i» den üleserierulnuigen bemerlbar machte. Binder wurden meiit «>>eric!>lsa! len an etii.U'liu' iKeferimbaiT verteilt, und die Bermiltlnng des Atteninbalis an die übrigen ersalgte durch Vortrag. Diesem saunte aber nicht jeder tieiinebmer der llebuug salgen. insbesandere nicht bei benmifdtei! Tatbeüänden, fa das; eine erfolgreiche 'lUitarln'it sämtlicher üieserendare ausgeschlossen war. Hinzu tarn der allziibansige Mangel an geeigneten Gerichlsatten. ineil alle für Plntlliigszwecfe verwendbaren xHtteii der .Uiüizprüsnngskomnlission übcvUmbt werden müssen. xHiut) mar bei dein bisherigen Bcrsabren eine gleichzeilige Bearbeitung desselben Recbtssalles unmöglich. Die "^eriasjer baben nun eine grobe .'sobl von Prvzeb fällen ennnde» oder wirf lieh vorgetonimene Prozesse fiir Unterriwlszwecle ansgearbeitet. Die Saunntnng soll beit Reierendarea zs e r n il o l s nub deit mit ihrer Ansbildnng iH’tranti'it biieinern X? e b r it o s s bieten, vornehmlich für die Zerligung von üc e I a t i o n e n. deren Herstellung den meisten Referendaren grobe Dchwierigteiten macht, deren Herstellung aber gelerilt werden muh, da die Redaltion den wichtigsten Seil der groben Staatsprüfung bildet. Die Prozebsälle lind mit grobem l'n’b'lmf ans den verschieden Neil Materien des bürgerlichen und des Prozeßrechtes geivabll. Sie entbalten vielfach künstlich bineingetragene Sebivierigteiten; zahlreiche formelle Berslöbe — nainentlie!, in den gerichl!iei,en Pwtotollen - tomnien vor und manche Untlarheiten und llnebenbelten find mit Absicht verarbeitet. Die Sammlung ist auch geeignet, zur 3 e 1 b st a its - bild n n g zu dienen, und zwar nicht nur dem Referendar, sondern auch dem vorgeschritteneren Studenten der Rechtswissenschaft. Das Büchlein wird mit um giglichem Erfolg au einer groben z'lnzal)t von Errichten r-erwandt. Seine Benubnng in von den Biinislerien der verschiedensten Bilndesstaaten einpsvlilen. Die jüngeren Zurisien im N. E. weiden es sich angelegen sein lassen müssen, fiir die M, breitnng Sorge zu tragen. A. EnfehrtenÄnekdoLen. Gesammelt ttnd herausgegeben von Dr. W. Ähre n s. Zweiter Teil. b c r m a n n Sack, Berlin-Schöneberg. 1911. Preis ^,40 Mk. Der zweite Teil der Ahrens'schen munlnng, deren erster Band in bir. It des vorigem ,Ya rgungcs unserer jU’itfibrift besprochen wurde, isl nnnm,-! : erschienen und bat als Appendir eine Quellenangabe und ein umfassendes Rachschlagregiiler erhalten. Dadurch >>adas Ganze die Art eines Verilons belvmiuen, ähnlich v ichmanns Rachfchlagebilch geflügelter Worte. Auch der - Teil der Sammlung enthält eine grobe .',ahl schlagfertig;!. lnihiger Anekdoten. Einige Proben: Pros. -Nobler, der berühmte Berliner Rechtslehrer, fragt im Erainen: „Herr -Nandidat. ne:,men wir einmal an, Sie hätten ein Verhältnis, und die>es hinterginge Sie mit einem andern: wie würden Sie das nennen';" — Der Nandidat besinnt sich lange, mnrmelt auch wohl „Untreue", sagt aber schließlich sehr bestimmt: „Ehebruch!" -Nohler: „Aber, -Herr.Kandidat, das lönnen Sie doch wohl nicht sagen!" .Nandidat: „Doch, -Herr Professor. — mein Berhältliis ist verheiratet." Ein Arzt sagte. t als im Theater ein Bekannter bei. ihm eine „Gelegenheiiskousultatiou" versuchte, diesem mit der ernstesten Miene: „Ziehen Sie fiel} uns! Ich werde Nachsehen."

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