KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1910-1911
- Issue
- Heft 11 (1.8.1911)
- Date
- 1911-08-01
- Page
- Seite 178 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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178 Wevsonak--WachviHLe«. Das Physikum bestanden: Max Nosenthal (Rheno-Sil.) und Arnold Oppenheimer (Lic.) ES promovierte 311111 Dr. mcd. Fritz Udewald (Rheno-Sil. Lic.) Adrlsscnändcruiigcn. (Die Brka, nimachu»,, von Adrrsseiiiiiidkiunkiti», die ohne Aigabe der »dr»i,duck imminkr t'.nlau'cii. wird nichr Nkwiivrlkistrt. Dir Rrd) 10. > -i°. Alfred A l s b e r g, lB) Berlin W., Ansbacherstraßc 7ti hpt.. Tel. Eharlotttzg. 10 <>00. - 12. Engen A l ü b e r g. lliuthenburg, "/Tauber 'JIr. 071. — 00. BI c 11 d v 10 s k 1». Eileiwitz. Mohrennpvtheke 'Ring. — l IS. Sieg-- rieb 3>obnii, <B> Berlin W., .tvurfürstenstrasre 140, tTel. VI 1 <P1 W. 00., Eisenacherstr. 2111, Tel. VI 2070. — 10!. Ei chen grün, Willen-Ruhr, Bahnhofsstr. II. — 107. Dr. E11 g c I, Breslau, Alvritzstr. 7. — 100. Richard E n g c l, Breslau, Morihstr. 7. — 170. Artur Gers 011, tiiel, (B) Dänischestr. I'». Tel. 1101. (P> Esmarchstr. -101. — 107. Siegfr. Evldschmidt, Heidelberg, Hanptstr. 202. — 217. Ernst Kahn, Heidelberg, Ladcnbnrgerstr. 1-7. - 222. Hanau. Hamburg, An der Alster 0. — 211. Otto Friedrich H e r r m a n n s, Eocheni a. d. Mosel. — 270. Fritz Facv by. Evbleuz, Stödtisches Ilrankeuhaiis. — 270. Dr. Fritz F affe, Posen, ^önigsplatz 7a. 200. 'Mar Farerti, Breslau. Lcheituigcrstr. 18. — 28-1. Richard F arerk i, Heidelberg. Obere tzlerfarstraste!0. --287,. Paul Jeremias, Heidelberg. Bau« amtsgaffe!2. — 20.7. Erich.Nah 11. Heidelberg. Haspel« gaffe 8. - 02«». .0 ü st er. Laarbrurkeu. Uarcherstr. 17 l. — 071. Dr. Fulius Levy, 'München, Pension Englischer Garten, Liebigstr. 070. Otto Levu. Oberhansen <Rhld.). Altmnrk. — :',.'»0. A. Lew in. Breslau. Tiergartenstr. 20. 080. Dr Felir Lv e b, Bonn, Miuifterplatz. - 082. L 0 e b i n g e r, Heidelberg, ilvrumarkt 8. 0,0:',. L o w i u s I y, Heidelberg, Fugrilumstr. 17. - 120. Willi Mayer. Heidelberg, Friedrichstr. 10. -- 477. R 0 thina n, Beuchen Elyittiiafialftr. 17. - 407. O ft w a l d, Hagen i. W. Markt 7. — 487. Fnlins Richheimer, Heidelberg, Academiestr. 1. — '»71. Erich Schlesinger. Breslau, Tauentzienstr. 10. 700. Sch 0 enh 0 l 3, Heidelberg, 'Anlage 08. — 071. West he im er, Heidelberg, Anlage 08. — 004. Hurt W olfs. Hauuvver. Ulaneustr. 4. 008. 20 r e s ch i u S f i, Heidelberg, Möuchgasse 0. Wüchev-- nnö Nlätkevschau. L- Hekehrten-Anekdoten. Gesammelt und herausgegeben von vr. W. Ährens. Verlag Hermann Sack, Berlin Schoneberg. I9ll. Preis 2 Mark. Der Satz „Kleider machen Leute" hat in der Neuzeit einen Brudersatz bekommen, der zum mindesten die gleiche Bedeutung behauptet wie er. In der Zeit des klassischen Gelehrtentums wurden nicht halb so viel hochtrabende Worte und geistlose Phrasen zu Tage gefördert als heute; der große Geist spricht das große Wort im passenden Augenblick als eine Selbstverständlichkeit aus, der kleine Geist dagegen schmiedet sich das „große" Wort und schasst sich, wenn er kann, die Gelegenheit. eS zu gebrauchen. Und wenn er nicht kann, wartet er die Stunde ab, die ihn zum Hades ruft. Der Witzbold, der von dem Manne erzählte, der nicht so sehr vor seinem Tode, als vor den Worten bangte, mit denen er sterben würde, hat diesen Zug der Zeit richtig erkannt. „Worte machen Leute". Und wer es nicht glaubt, der lese W. Ahrens Gelehrten-Anekdoten. Da findet er das Mittel, wie man. auch ohne gelehrt gewesen zu sein, in eine Sammlung geraten kann und der Nachwelt als ein großer Mann gepriesen wird: des großen Wortes wegen, das nicht vergesien werden darf. Natürlich findet man auch wirkliche Gelehrte dabei, denn der Verfasser hat seine Aufgabe sehr ernst genommen, ja er hat sogar eine Naturgeschichte der Gelehrten-Anekdoten geschrieben und sie zur Einführung an die Spitze seines Buches gestellt. Darin untersucht er wissenschaftlich den Ursprung der Fabeln und kommt zu dem psychologischen Schluß, daß sofern die Gelehrten ihre Anekdoten nicht selbst geschaffen haben, sie ihnen angedichtet wurden von ihren Schülern, die zu allen Zeiten bestrebt gewesen wären, einen Legendenkranz um die Person des Lehrers zu winden, dessen Ueberlegenheit ihre Verehrung weckt, sie zugleich aber auch erdrückt und versucht macht, an ihrem Vorbild allerlei Allzumenschliches zu entdecken, durch dessen Bespottnng sie sich für ihre eigene Depression schadlos halten. Danach darf cs auch nicht verwunderlich erscheinen, daß. „sobald der Schatten eines bedeutenden oder berühmten Mannes über den Acheron gewundert ist", sich Anekdoten häufen, die schon beim Tode eines anderen Großen, wenn auch nur dem Gedanken nach, erzählt wurden. Und so systematisiert der Verfasser zwischen „Wanderanekdoten" und anderen; für den Leser aber kommt es hierauf garnicht an, es ist ihm auch gleich, ob die Geschichten wahr sind; wenn