KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1910-1911
- Issue
- Heft 7 (1.4.1911)
- Date
- 1911-04-01
- Page
- Seite 110 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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110 im öffentlichen wie im privaten Dienste dem Arbeitsamte mitznteilen und die Besetzung durch Inden zn veranlassen, die beteiligten jüdischen likreise dafür zu interessieren, das; sie jüdische Zlrüfte einstellen und sich der Vermittelung des Arbeitsamtes bedienen, kurz, das Interesse der jüdischen Akademiker in jeder Weise zu fördern. Diese Organisation bedarf aber nach des Ans banes. Deshalb sollten in allen von Inden bewvbnten Plagen. Deutschlands sich Personen finden, welche das Amt eines Vertrauensmannes übernelunen wollen; insbesondere sollten aber sämtliche jüdische Gemeinden sich in bon Dienst der Lache stellen und ihre Bereitwilligkeit dem Amte mitteilen. — Auch materiell mus; das junge Unternehmen gestützt werden. Dies kann durch Spenden und Subventionen, aber auch insbesondere durch Erwerb der Mitgliedschaft geschehen. Die Mitgliedschaft kann durch einen jährlichen Beitrag von mindestens 5 Mark erworben werden,' durch einen einmaligen Beitrag von mindestens Mark 150 wird die lebenslängliche, durch einen solchen von mindestens Mark 300 die immerwährende Mitgliedschaft erworben. Auch hier ergeht vorzugsweise an die genannten jüdischen .Oörperschasten die Anffordernng, das gemeinnützige Unternehmen nach ihren .Oräften zu fördern. Inschriften und Beiträge sind an das Arbeitsa'.nt für die jüdische "Akademiker, Berlin C 25, Dirksenstraße 20—27 zu Händen des Herrn Rechtsanwalt Meseritz zn richten. KtaatsaugeKörigKeit der Studierende» auf den Mniverirtäten im Deutsche» gleiche, 1 ) nnd 1008 oo. Die Statistik der preußischen Landesnniversitäten bringt über die Staatsangehörigkeit der Studierenden nnd die Veränderungen in den, zehnjährigen Zeiträume von 1808=00 bis 10084)0 nachstehende Mitteilungen: Von den auf den Universitäten des Deutschen Reiches immatrikulierten männlichen Studierenden waren ihrer Staatsangehörigkeit nach im Studienjahre 18084)0 17 () 1 r» Preußen (53,(18 Proz., gegen 25 245 (54,43 Proz.) im Jahre 1 SK)S-()S>* 12520 andere Deutsche (30,50 Proz.) gegen 17558 (37,8(5 Proz.) im Jahre 1008 00. Hiernach stieg die Ja hl der prensnschen Studierenden um 48.37 und die der anderen deutschen Studierenden um 40,24 Proz. Die Zahl der Reichsauslünder nahm um (»5,-10 Hnndertteile *zn. Von preußischen Staatsangehörigen studierten im Durchschnitt des Studienjahres auf preußischen Universitäten im Jahre 1808-00 12510, im Jahre 1008-00 18 543, auf anderen deutschen Universitäten im Jahre 1808-00 4505, im Jahre 1008-09 6702. Die Zahl der auf den preußischen Landesuniversitäten usw. studierenden Preußen vergrößerte sich um 6033 oder um 48,23 Proz., der ans anßerprenßischen deutschen Universitäten studierenden Preußen um -2107 oder um 48.77 Proz. Von den den anderen deutschen Universitäten sich znwendenden Preußen studierte im Durchschnitte beider Halbjahre des Studienjahres 1008-00 über ein Viertel (1861, allein in München nnd iveit über die Hälfte an den drei Universitäten München, Leipzig (880).und Ireibnrg (1023; im Sommer 1008 1331, im Winter 10084)0 715.) Dann folgen Jena und Heidelberg mit 672 nnd 515 preußischen Studierenden, hierauf Straßburg (388>. Tübingen (3(55). Würz bürg (288), Rostock (281», (hießen (2-10) nnd zuletzt Erlangen mil noch immer 115 Studierenden preußischer Staatsangehörigkeit. Von den anderen deutschen Studierenden, welche preußische Universitäten anssuchen, studieren 882, d. i. über ein Drittel allein in Berlin, Güttingen mit 433 Studierenden ans den anderen deutschen Staaten nimmt die zweite Stelle ein. In.Oiel studieren 330 Studierende dieser Art, ungefähr ein Viertel der gesamten .Oieler Studentenschaft, in Halle 305, in Marburg 241 nnd in Bonn noch 180. An den übrigen preußischen Universitäten bleibt die Zahl der anderen deutschen Studierenden hinter 100 zurück; in Breslau und.Königsberg betrügt sie nur 35 bezw. 13. Von den Ausländern studiert ein Viertel -873) allein in Berlin. Von den übrigen preußischen Universitäten weisen nur noch Halle (li)l', Güttingen (155), Bonn (106) und .Königsberg (101) über hundert ausländische Studierende ans. "Nächst Berlin üben München (621) und Leipzig (527) die bedeutendste "Anziehungskraft ans. In Heidelberg stndieren in, Durchschnitte beider Halbjahre des Studienjahres 10084)0 214 und in Jena und Ireibnrg 140 bezw. 132 "Ausländer. Breslau. Im Gegensatz zn Berlin hat sich hier die Stndentensä)aft sehr schnell über einen Arbeitsausschuß für das in, August 101t ftattfiudende Jubiläum der Universität geeinigt. Eine Stndentenversamnilnng an, 0. Dezember beschloß, den erwähnten Ausschuß mit 12 Mitgliedern ans 6 Gruppen der Studentenschaft zn bilden, von denen jede 2 Vertreter stellt: Die Gruppen sind folgendermaßen geordnet: 1. Der schwarze Wafsenring der Bestimmung schlagenden Verbände, 2. die katholischen Verbindungen, 3. die keiner der beiden vorigen Gruppen angehörigen farbentrageuden Verbindungen, 4. der Verband wisseuschaftlicher Vereine. 5. die nichtwissenschastlichen schwarzen Verbindungen. 6. die Ireistudentenschaft. ' Stuttgart. Der Tierärztlichen Hochschule wurde nunmehr auch das Recht der Doktorpromotion verliehen. Den unvermeidlichen Nieder-