KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1910-1911
- Issue
- Heft 5 (1.2.1911)
- Date
- 1911-02-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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K. C.-Blätter JHonatsfrfirift (fer im Kartell-Konvent rrei:§i»igten Korporationen. „Oie vrrbinbuntzcn im K. E. stehen ans dein Boden dentschvaterländischer Gesinnung, fie haben jum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden, die im Bewußtsein, daß die deutschen Juden eine,, durch Geschichte, Kultur- und Acchtsgemeinschast mit den» deutschen vaterlande unlöslich verbundenen volksteil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Inden einzntreten. Zn politischen und religiösen Sonderbestrebungen innerhalb des Judentums, sofern sie der Tendenz von Absatz 1 nicht widerstreben, nehmen die Verbindungen im K. L. feine Stellung." Zlr. '». 1. Jebruar 1911. 1. Zahrgang. Vke Zeitschrift erscheint am 1. jedes Monats. Bezugspreis halbjährlich 2 Mk. Einzel-Nummer r.o Pf. Bestellungen übernehmen der Verlag sowie der Redakteur des studentischen Teils. preis der \ jach gespaltenen Zeile für Inserate 5N Pf. Bei größeren Aufträgen und lviederholungen wird Rabatt bewilligt. Inseratenannahme durch die Expedition des Blattes und den Redakteur des studentischen Teils. Nachdruck der Original-Artikel, mit Ausnahme der durch eine» besonderen vermerk gegen Nachdruck geschühten, unter l^uellcunugnbc geltuttel. Sic ü. E.-Lcndcn;. Bon vr. b'rick Murr, (Nheuo-Lilesiae». Weu-Auln' Zur sJiieöeijri)rift ber foU^enbeit Zeilen führte miri) der im St. (5. vielverbreitete Wunsch, das; das neue U. E.-Organ die U. E.-Tendenz in übersichtlicher Weise mbi et orbi vor Bugen stellen möge. Tenn obwohl der Wortlaut des bedeutsamsten Tendenzparagraphen sich am Eingänge jeder Nummer der Af. E.-Blätter findet, ist seine volle Bedeutung ohne .frenntnis seiner Entstehirngsgeschichte doch iiid)t leicht;,u erfassen. Dies gilt namentlich für jüngere Berbandsbrüder, dann auch für ^lnßenstehcnde. Zudem sind bei einer Besprechung der St. E.-Tendenz lnanche Tinge zu erwählten, die sich im Nahmen eines Paragraphen naturgemäß nicht finden. Ter ältere >!. E.er allerdings ist durch (yu.reuftiiitbe uub Tendenzreden, bind) ^lachdenken uub Aussprache mit seiner Tendenz vertraut geworben. Und doch soll auch bei ihm dje Beschäftigung mit den Gedanken, welche unfern Verband geschaffen haben und erhalten, niemals eülschlnntnlerit. Denn wie ein Mensch, der mit der bloßen Tatsache seines Daseins zufrieden geworden ist, schon inl Leben dem 'Tode verfallett ist, so muß auch ein Verband, der von Gedanken und hohem Gefühle getragen sein mit! uub muß. in seinen Institutionen lrnd Organen sein Tasein stets im Geiste neu erschaffen und den wandelnden Zeiten anschmiegen, um das erwerbend zu besitzen, was alternde Gcncrationen einst gebildet haben. Es soll daher hier eine Tarftellnltg der (Grundlinien der .tt. E.-Tendenz erfolgen. Tas; nicht jeder einzelne im folgenden ausgeführte Ged>.' nke offizielles Berbandsdogma ist. fouberu daß die eine oder andere Ausführung subjektiver Natlir ist, da es über die fraglichen Punkte Bei bandsbeschlüffe nicht gibt, brauche ich wohl nicht weiter zu betonen. Tie .U. E.-Tendenz ist in den ersten Paragraphen des St. E.-Statuts und gleichen Bestimmungen aller Ai. C.-Berbindnngen enthalten. Wir elitllehlnen ihnen folgende Hanptmvmente: l. Das erste und bedeutsamste ist das Mvinent der Abwehr des Antisemitism it s Hilf bcn deictschen H 0 ch s chule n. „Ter St. E. hat zum Zweck beu .Viampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft." — Tie Situation der jüdischen Studenten in den achtziger Jahren ist bekannt. Auf die Zeiten konfessioneller Einigkeit war die Aera des NadauantisenntiSmns und des allmählichen Ausschlusses der Juden ans allen bedeutenden und unbedeutenden studentischen Organisationen gefolgt. Es fragte sich, wie die. jüdischen