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KC-Blätter · 1910-11-01 · Heft 2 (1.11.1910) · page 3

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Journal
KC-Blätter
Volume
1910-1911
Issue
Heft 2 (1.11.1910)
Date
1910-11-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Jflonafsfrfirtff ifcr im Kartell-Eonveni uereinipien Korporationen. „Die Verbindungen im X- €. stehen auf dem Loden deutsch vaterländisch er Gesinnung, sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und dix Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden, die iin Bewußtsein, daß die deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur- und Rechtsgemeinschaft mit dem deutschen vaterlande unlöslich verbundenen VqLMxil bilden, jederzeit bereit und imstande find, für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Juden einzutreten. Zn politischen und religiösen Sonderbestrebungen innerhalb des Judentums, sofern sie der Tendenz von Absatz 1 nicht widerstreben, nehmen die Verbindungen im X. <£. keine Stellung." iXr. 2. 1. Wovember 1910. 1. Jahrgang. Die Zeitschrift erscheint am 1. jedes Monats. Bezugspreis halbjährlich 2 Mk. Einzel-Nummer 50 Pf. Bestellungen übernehmen der Verlag sowie der Redakteur des studentischen Teils. Preis der i fach gespaltenen Zeile für Inserate 50 Pf. Bei größeren Aufträgen und Wiederholungen wird Rabatt bewilligt. Jnseratenann rhme durch die Expedition des Blattes¬ und den Redakteur des studentischen Teils. Nachdruck der Krigtiinl-Ärtilrel, mit Ausnahme der durch einen besouderen Vermerk gegen Nachdruck geschützten, unter Gnellenangabe gestattet. Die Behandlung des Duells im Dorentwurf zum neuen Strafgesetzbuch. Bon vr. Sewald Jaffv (l'icaria) in Cäln. „lieber das Duell ist schau sv viel gesagt und geschrieben, die gänzliche Unterdrückung desselben gefordert, die bedingte Zulassung wiederum gebilligt worden, das; ich kamu wage, den alter; Brei wieder lUtfammirmeit". So schreibt A. von S., der Verfasser eines 1835 in Stuttgart erschienenen Buches „Der deutsche Stildent". Bon seilten weiteren Betrachtungen über das Duell siild hier die nachfolgenden scholl wegen ihres kllltnrhistorischen Wertes voll Wichtigkeit: „Das Duell, wie es auf den meisten Universitäten angesehen und vollzogen wird, ist gewiß nicht zu billigen, wegen der geringfügigsten Ursachen wurde es elltlveiht. Es dieses Mißbrauches wegen gänzlich abzuschaffen, wolle aber auch Niemand vorschlagen, beim was bliebe den jugendlich kräftigen Studenten im Falle einer wirklichen Ehrenkrünkilllg, die in diesem Stande häufiger als in jedem anderen vorkommt, übrig? Soll er die Hilfe der Gerichte in Anspruch nehmen? Abgesehen von dem Schilnpflichell dieses Schrittes würde er dllrch ihn die Rache des Berklngtelt ultd dessen Freunde auf sich ladeli, die durch nichts gebllllden iit tollem Jngendübermnte eine solche sllchetl und finbeu untrbeu. Das Gefühl der eigellen Schwäche, das Brandnial, welches dadurch anfgedrückt wird, die Berachtllllg des besseren Teils der Richter, die selbst früher Stlldenten waren, halten die Mehrzahl, die dieser Genugtuung gerade nicht abgeneigt seil! ulöchten, bis jetzt noch glücklicher Weise davon ab. Schämt sich doch der ehrliebellde und geachtete Mann, und sei er Falllilienvater, die vvil einem seines Gleichen erfahrene Beleidigung vor die Richter zu bringen, würden nicht Blößen aufgedeckt werden, und was erhielte im glücklichsten Falle der Beleidigte für Satisfaktion? Hält es oder sollte es der ins öffentliche Leben Getretene unter seiner Würde halten, bei

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