KC-Blätter
- Journal
- KC-Blätter
- Volume
- 1910-1911
- Issue
- Heft 1 (1.10.1910)
- Date
- 1910-10-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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SSL 15 Mi. zu betrachten finb." — Zur Steuerung der bei einigen K. C.-Verbindungen eingerissenen Unsitte, Mitglieder bei 4semestriger m 2 Corporationen verbrachter Aktivität in beiden Verbindungen zu inaktivieren, wurde folgende Resolution gefaßt: „Die Verbindungen im K. C. sollen sich bei der Verleihung zweiter Bänder die größte Reserve auferlegen, insbesondere für nur vier Vollaktivitätssemester im K. (5. kein zweites Band verleihen." — Die weiteren Beschlüsse des Verbandstages sind den Mitgliedern des K. C. aus dem vorläufigen Protokoll bekaitnt. Or. A. 20-zahriges Stiftungsfest der Aadenia- Wavaria. Mit dem K. C.-Tage war die Feier des 20. Stiftungsfestes der Badenia-Bavaria verbunden. Die Festlichkeiten wurden mit einem Begrüßungsabend in der Stadthalle eingeleitet. Die nächsten Tage waren mit den Beratungen des Verbandstages ausgefüllt. Nachdem diese am 30. Juli beendet waren, nahm das Stiftungsfest einen wohlgelnngenen Verlauf. Den Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete der große Festkommers im Hotel Tannhäuser. Der geräumige Saal konnte kaum die zahlreich Erschienenen fassen. Es waren 250 K. C.'er versammelt, eine Anzahl, wie sie seit Bestehen des Verbandes wohl noch nie beisammen war. Auch die Philisterschaft war in großer Zahl erschienen; die Damen verfolgten die den mciftcu von ihnen unbekannten Vorgänge von der Gallerie des Saales. Der Präside erösfnete den Kommers mit einem Hoch auf Kaiser und Großherzog. Als Vorsitzender des A. H. V. „Badenia" und im Namen der Verbindung hieß A. H. Dr. Mainzer alle Erschienenen herzlich willkommen. Ec schilderte die stnrmreiche Vergangenheit der Badenia, er sprach von den Kämpfen, welche die alten Badenen auszufechten halten .und gedachte dabei jener Bundesbrüder, die in attzufrühen Jahren vom Tode dahingerafft worden waren. Gleichzeitig überbrachte er in seiner Eigenschaft als Vorstandsmitglied die herzlichsten Glückwünsche des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, der als Zeichen seiner Sympathie einen namhaften Betrag zur Vermehrung der Verbindungsbibliothek gespendet hatte. Wir sprechen dem Centralverein auch an dieser Stelle den verbindlichsten Dank aus. A. H. Dr. David Rothschild sprach auf den K. C. In glänzender Rhetorik entwarf er ein Bild seiner Bestrebungen, zeigte er seine Stellung im Kampfe gegen den Antisemitismus. Der K. 0. habe schwere Zeilen huuer sich, noch schwereren Tagen sehe er entgegen! Jene Generation, die als junge Studenten im rohsten Antisemitismus geschwelgt, besitze heute die Macht. Das Gift, das ihnen damals eingeinwft worden sei, sei von ihnen mit hinübergenoinmen worden ins bürgerliche Leben. Er schloß mit der Mahnung, sich nicht von den Erfolgen, die schon errungen seien, betören zu lasser, sondern kampfesmutig und stets gerüstet der Zukunft entgegen zu gehen. In packender, poesievoller Weise sprach A. H. Dn Fritz Baum zu den Aktiven. (Seine Rede ist im allgemeinen Teil der Zeitschrift zum Abdruck gebracht. Anm. der Red.) K. B. Dr. Friedmann überbrachte die Wünsche der alten Viadrinen und überreichte einen Fahnennagel als Zeichen alter, treuer Waffenbrüderschaft. K. B. Dr. Eugen Strauß toastete im Namen der Kartellverbindungen, indem er besonders seiner Bewunderung über die Anhänglichkeit und Liebe der Badenen-Bavaren zu ihrer Verbindung beredten Ausdruck gab. Der Kommers, der eine glorreiche Kundgebung für den K. C. war, nahm einen äußerst gemütlichen Verlauf. Am nächsten Vormittag war Frühschoppen mit Konzert auf der Hnschgasse. In dem altbekannten Saale, wo sonst der Stahl erklingt, der Bursch in heißem Kampfesmut den Schläger schwingt, ertönten heute fröhliche Lieder, lustige Melodien. Nachmittags war großes Festessen, am Abend war man beim Tanze auf der Philosophenhöhe vereint. Der nächste Tag galt der Umgegend Heidelbergs. Von der Molkenkur marschierte man zum Kohlhof und nach dem Mittagsessen gings weiter nach Neckarsteinach. Es waren gemütliche Stunden, die wir hier am Ufer des Neckars verbrachten. Dann aber fuhren wir den Neckar hinab im festlich geschmückten Schiffe. Mit dem Ausflug fand das glänzend verlaufene Stiftungsfest sein Ende. E. F. Das Wintersemester beginnt am 17.. Ok» tober 11 ii c. t. mit einem Frühschoppen im weißen Bock. Vertin. Sprevia beginnt das Wintersemester mit einem offiziellen Frühschoppen im Linvenrestaurant am 17. Oktober 12 h c. t. Gleichzeitig verlegt sie ihre Kneipe nach den Sophiensälen (Sophienstraße) zurück. München. Die Schaffung eines offiziellen Cafes in der „Neuen Börse" erwies sich als