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KC-Blätter · 1910-10-01 · Heft 1 (1.10.1910) · page 1

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Journal
KC-Blätter
Volume
1910-1911
Issue
Heft 1 (1.10.1910)
Date
1910-10-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
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K. C.-Bliitter itloimfsfrfirtff iler im Kartell-Convent vereinigten Korporationen. Die Verbindungen im K. L. stehen auf dem Boden deutschvaterlandischer Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden, die im Bewußtsein, daß die deutschen Inden einen durch Geschichte, Kultur- und Bccht-gemeinschaft mit dem deutschen vaterlande unlöslich verbundenen Volksteil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Juden einzutreten. Zu politischen und religiösen Sonderbestrebungen innerhalb des Judentums, sofern sie der Tendenz von Absatz 1 nicht widerstreben, nehmen die Verbindungen im K. L. keine Stellung. __ 2lr. 1. 1, Oktober 1910. 1. Jahrgang. Die Zeitschrift erscheint am 1. jedes Monats. Bezugspreis halbjährlich 2 Mk. Einzel-Nummer 50 Pf. Bestellungen übernehmen der Verlag sowie der Redakteur des studentischen Teils. Preis der 2 fach gespaltenen Petitzeile fac Inserate so pf., Bei Wiederholungen wiid Rabatt bewilligt. Inseratenannahme durch die Expedition des Blattes und den Redakteur des studentischen Teils. Nachdruck der Origlnal-Artlkel, mit Ausnahme der durch einen besonderen Vermerk gegen Nachdruck geschuhten, unter Quellenangabe gestattet. Welei aer Wille zur Tat, der vor mehr als zwei Jahrzehnten nnsern Bund der Abwehr nach außen, der Stählung nach innen schuf und über dem mit heißem Eifer versenkten Grundstein ein machtvolles Gebäude errichtete, steht heute vor der Verwirklichung einer altenSehnsucht. Die schweren Kämpfe, die dem K. (S. in allen seinen Zeiten und Zielen des Gepräge seines Wesens gaben, begleiteten ihn auch in seinen Mühen um die Schasfutlg eines eigenen Organs. Vieles ist schon geplant gewesen und manche Anstrengung galt seinem Werden. Doch irgend tvelche Umstände äußeren oder inneren Widerstandes brachen die schönen Biegungen und ließen das Kartell bis jetzt ohne einen geistigen Trabanten. Niemals wurde aber der Wille gebrochen, auch zu diesem Ziel zu gelangen, und wenn dieses Blatt nunniehr in Wirklichkeit vor die Augen eines jeden einzelnen Kartellbruders tritt, so ist damit ein schweres Hindernis genommen, das zwischen der ersten Idee und der dauernden Existenz des Organs liegen kann. Der Wille zur Tat hat wort. sich auch hier durchgesetzt, und über alle Bedenken nnd letzten Zwischenfälle hinweg sind wir nun endlich so weit, die „K. E.-Blätter" hinauszusendeu und einem jeden Kartellbruder in die Hand zu legen. Ein Gefühl freudiger Erregung wird sich heute im K. E. zeigen, denn etwas ganz Neues ist ihm beschieden worden. Mag die erste Nummer auch nicht restlos gefallen, mag das Verlangen nach Kritik sich auch jetzt nicht unterdrücken lassen, wie bei jeder Einweihung wollen wir heute mit Liebe ins Auge fassen, was uns beschert ist. Da ist es zunächst mit Freude zu begrüßen, daß der Beschluß des K. E. nicht wie so mancher andere ein frommer Wunsch geblieben ist, sondern in die Tat umgesetzt ist, und nachdem so die erste Nummer das Licht der Welt erblickt hat, wollen wir hoffen, daß ein organisches Auswachsen und innner Stärkerwerden dem Erstling zu teil werde, daß er bald wie von selbst durch die Monate laufe.

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