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Altneuland · 1906-10-01 · Heft 10-11 (Oktober 1906) · p. Seite 342

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
3 (1906)
Issue
Heft 10-11 (Oktober 1906)
Article
Künstliche Bewässerung in Kalifornien [Nachricht]
Date
1906-10-01
Page
Seite 342 (sequence 4)
Language
German
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— 342 — Veröffentlichungen des Publicity Committee in Denver schon 12—15 000 englische Meilen solcher "Hauptbewässerungskanäle, die etwa 41/2 Millionen Acker Land bewässern können. Hiervon sind jetzt schon etwa die Hälfte bewässert, und immer mehr Kanäle und Reservoirs werden gebaut. Diese Anlagen gehören Privatgesellschaften, ebenso ähnliche in Kalifornien und Oregon usw. Die durchschnittliche Höhe der Abgabe an die Gesellschaften für Bewässerung ist etwa 2—4 $ per Jahr und Acker. In Kalifornien, wo bei San Jose das Wasser vom Gebirge hergeleitet wird, zahlt man z.B. 61/2$ per 24 Stunden Wasserentnahme; diese ist ausreichend zur Bewässerung von ca. 15 Acker. Mit einer unterirdischen Bewässerungsart mittels Drainageröhren will man nicht so gute Erfahrungen gemacht haben, weil durch das unterirdische Ausströmen des Wassers aus den Röhren Hohlräume geschaffen und die Wurzeln von Erde entblösst werden. Wie ich schon erwähnt, ist nicht nur in sehr regenarmen, sondern auch in solchen Gegenden die künstliche Bewässerung zur Anwendung gekommen, in denen man nicht sicher auf genügenden Regen rechnen kann. , Die gleichmässigeren Ernteerträge haben die Kosten überreichlich gedeckt. Ein nicht genug hervorzuhebender Vorteil der künstlichen Bewässerung ist, dass man der Pflanze in der Zeit Wasser zuführen kann, wenn sie dies am nötigsten braucht, und das soll während der Blütezeit bei den meisten Pflanzen der Fall sein. Ueber die Halbinsel Sinai. Auf die älteste Geschichte der Halbinsel Sinai, die für kurze Zeit wieder in den Mittelpunkt politischen Interesses gerückt war, werfen die von dem bekannten Aegyptologen Flinder Petrie unternommenen Ausgrabungen ein helles Licht. Der erfolgreiche Forscher erstattete über die Ergebnisse seiner Arbeit, die auch für die Geschichte des Volkes Israel wertvoll sind, in einem kürzlich bei John Murray erschienenen grösseren Werke ausführlich Bericht. Petrie unternahm seine Expedition von Suez aus, wandte sich südwärts nach der ersten Oase Wady Gharandel und suchte dann in den Bergen nach Inschriften, die die in den Türkisenminen zu Maghareh arbeitenden Aegypter auf den Felsen eingegraben hatten. Dort hat Petrie auch Felsen mit Skulpturen gefunden, die die Züge König Semerkhets von der ersten Dynastie tragen, den er 5291 v. Chr. datiert. Die sieben Jahrtausende, die seitdem vergangen sind, haben kaum eine Spur an dem Stein hinterlassen. Man sieht, wie der mit einer Keule bewaffnete Kenig einen sich duckenden Beduinenhäuptling schlägt, dessen Gesichtszüge übrigens, wie Petrie bemerkt, grosse Aehnlichkeit mit dem jetzigen Häuptling des Bezirks haben. Der Ort bietet keine Nahrungsmittel und kann niemals solche geboten haben. Alle Esswaren müssen drei Tagereisen weit vom Roten Meer gebracht worden sein. Man findet hier noch zahlreiche kunstvolle Felseninschriften, von denen leider sehr viele vor drei Jahren von einem Syndikat, das hier Türkisen gewinnen wollte, mutwillig zerstört worden sind. Einige Täfelchen, die diesem Zerstörungswerk entgangen waren, Hessen einen. Einblick gewinnen in die Art, wie die Könige von Aegypten jahrhundertelang in das Innere der Insel Expeditionen in die Türkisenminen schickten. Diese blieben während der günstigen Jahreszeit einige Wochen dort, kehrten dann mit ihrer Ausbeute zurück und hinterliessen auf dem unvergänglichen Stein einen Bericht über ihre Herrscher und ein Verzeichnis ihrer eigenen Leistungen. Die zackigen Berge auf Sinai hatten nur einen Wert durch ihre Türkisenadern. Die Göttin des Orts

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