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Altneuland · 1906-09-01 · Heft 9 (September 1906) · p. Seite 287

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
3 (1906)
Issue
Heft 9 (September 1906)
Article
Das Landwirtschaftswerk der "Alliance Israélite Universelle"
Date
1906-09-01
Page
Seite 287 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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— 287 — sammeln. Diesmal war das magere Jahr an der Reihe. Die Mandelbäume haben im vorigen Jahre 2987 kg Mandeln getragen, in diesem Jahre nur 2177. Oelbäume. — Der Ertrag nimmt von Jahr zu Jahr unerheblich zu, nicht so viel, dass wir aufhören dürften, diese Anpflanzung als Bodenverbesserung zu buchen, und sie unter die einträglichen Kulturen einreihen konnten. Allerdings haben wir den Oelbäumen auch nicht reichliche Düngemittel zukommen lassen. Orangenbäume. — Reinertrag 3386,20 Frcs. Das abgelaufene Jahr ist den Orangenbäumen nicht günstig gewesen. Viele Früchte sind im Winter von den Bäumen gefallen. Die gefallenen Orangen bedeuten einen Verlust und müssen bedeutend unterm Preis verkauft werden. Wir kamen auf 2793 Kisten für Mikweh und 1246 für den Garten Montefiore, im ganzen also auf 4039 Kisten gegen 4153 im Vorjahre. Diese Orangen werden im Auslande verkauft, hauptsächlich in England, in Liverpool. Baumschule. — Reingewinn 627,60 Frcs. Die Baumschulen liefern, wie bisher, die Eukalyptusbäume zum Aufholzen, die bitteren Pomeranzen- und Limonenbäume für die neu geschaffenen Orangengärten, die Heckenpflanzen für das Einfassen der Gärten zum Windschutz, und Schmuckpflanzen. Gemüsegarten. — Der Reinertrag von 377,40 Frcs. ist unbedeutend wegen der Unkosten, die die Unterhaltung des Gemüsegartens uns verursacht hat. Das schlechte Funktionieren des Motors Merlin hat viel dazu beigetragen, den Ertrag des Gemüsebaues auf die Mittelmässigkeit herabzudrücken. Baumwolle. — Der Anbau von Baumwolle verspricht lohnend zu werden. Seit zwei Jahren machen wir Versuche mit und ohne Bewässerung. Die Berieselung der Baumwolle ist nicht ökonomisch. Die Resultate, die wir ohne Bewässerung erreicht haben, .sind recht ermutigend. Aus unseren Erfahrungen ist folgender Schluss zu ziehen: Man muss die Baumwolle sehr zeitig aussäen, damit sie ein oder zwei Monate lang Regen bekommt und die Zweibrachen vervielfältigen, damit die Feuchtigkeit des Bodens während der heissen Jahreszeit erhalten wird. Da die Baumwolle eine gejätete Pflanze ist und den Boden für den Getreidebau vorbereitet, könnte sie an Stelle des Sesam gesät werden, dessen Kultur bis jetzt keinen bemerkenswerten Ertrag gegeben hat. Dies haben wir uns auch für das beginnende Jahr vorgenommen, wenigstens teilweise und als Versuch. Im ganzen ist das abgelaufene Jahr im Vergleich zu dem unmittelbar vorhergegangenen ein gutes Durchschnittsjahr. Vom moralischen Gesichtspunkt aus sind die erlangten Resultate ermutigend. Wir bemühen uns, die Anhänglichkeit unserer Schüler an den von ihnen gewählten schweren und mühseligen Beruf zu befestigen, indem wir sie zeitig vor enttäuschenden Illusionen warnen, und wir sind ferner bemüht, der Schule einen mehr und mehr praktischen und nützlichen Charakter aufzudrücken. Wir gehen diesem Ziel langsam, aber sicher und ohne Ueberstürzung entgegen. In bezug auf das Betriebsereignis kann die Schule sich nur beglückwünschen: Die Regengüsse waren ausgiebig und gut verteilt, der Boden war rechtzeitig vorbereitet und die Saaten zur gewünschten Zeit bestellt, die Ernten sind unter günstigen Verhältnissen eingebracht worden, und es gab keinerlei meteorologische Ueberraschungen. Möchten die folgenden Jahre dem eben vollendeten gleichen. Im folgenden geben wir die Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben des landwirtschaftlichen Jahres, das mit dem 1. November 1904 beginnt und mit dem 31. Oktober 1905 schliesst:

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