Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 3 (1906)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1906)
- Article
- Bericht der Palästinakommission
- Date
- 1906-07-01
- Page
- Seite 223 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— 223 — gedenkt von jetzt an auch die Ferienkurse im wesentlichen in Berlin abzuhalten, hofft aber, dass sich auch in anderen Zentren Gesinnungsgenossen mit wissenschaftlicher Bildung zusammentun werden, um solche Kurse abzuhalten, sei es in Form von Ferienkursen, die, für eine gewisse Zahl von Zuhörern bestimmt, natürlich infolge ihrer Zusammendrängung auf wenige Tage mehr anregend als direkt belehrend wirken, sei es in Form von über das Semester verteilten Palästinakursen, diezwar mit einer kleinen Zahl von Studenten rechnen, aber eine intensivere Durchdringung der Materie ermöglichen, und namentlich dann, wenn sie in seminaristischer Form abgehalten werden und mit Referaten und Ausarbeitungen der Teilnehmer verbunden sind, für intensive Palästinaagitation ganz ausserordentlich wirksam sind. Hierbei kommt besonders in Betracht, dass zur Abhaltung laufender Palästinäkurse schliesslich auch eine mit Lehrtalent begabte Kraft genügt, die sich bisher nur wenig in die Palästinafragen vertieft hat, die aber in dem Verkehr mit den Studenten und durch die Vorbereitungen zu dem Kursus selbst allmählich tiefer in die Materie eindringt. Nur durch solche Kurse vermögen wir einen Stamm von Leuten heranzuziehen, die, mit dem nötigen Material positiver Kenntnisse ausgerüstet, jederzeit den noch immer häufigen Einwänden der Nichteignung Palästinas für die Zentralisierung der Juden kräftig entgegentreten können. Unsere Gegner können nur dadurch zum Schweigen gebracht werden, dass man sie als unwissend hinzustellen vermag. Solange man sich nicht als Kenner der einschlägigen Verhältnisse ausweisen kann, steht Meinung gegen Meinung, und man kann nicht von dem Gegner verlangen, dass er die seinige zugunsten der unsrigen aufgibt. Erkennt er aber, dass jede seiner Behauptungen sofort durch Tatsachen widerlegt wird, so wird er bald die Lust an weiteren Diskussionen verlieren und zurückhaltender werden; ja in vielen Fällen wird er sich selbst eines Besseren überzeugen lassen. Auch unsere Palästinabibliothek hat eine beträchtliche Vermehrung erfahren durch den Ankauf einzelner wertvoller Werke sowohl als auch besonders der hinterlassenen Palästinabibliothek des Herrn Bambus. Schliesslich ist noch des Bestrebens zu gedenken, im Anschluss an den Jüdischen Verlag einen Orientverlag zu begründen, der sich mit der Herausgabe spezieller, auf den Orient bezüglicher Literatur befassen soll. Vor allem sollen auf-