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Altneuland · 1906-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1906) · p. Seite 215

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
3 (1906)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1906)
Article
Die Auffindung des wilden Emmers (Triticum Dicoccum) in Nordpalästina
Date
1906-07-01
Page
Seite 215 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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— 215 — ^sicherlich noch nördlicher) bis gegen Medschdel-esch-Schems ^}und Rosch-Pinah anzutreffen ist. Eine Zeitlang glaubte ich, daß odie Ausbreitung des Emmer s durch den vulkanischen Boden /{des Dscholan negativ beeinflußt wird. So fand ich z. B. auf Ider Strecke von cArni nach el-Hadr, daß dort, wo (etwa eine AStunde von dem letzteren Ort) die basaltischen Bodenarten belginnen, der Emmer plötzlich verschwindet, obschon er nur [wenige hundert Meter davon entfernt noch sehr zahlreich und 'beinahe vergesellschaftet auftrat. Aber dicht bei el-Hadr im rvulkanischen Terrain traf ich ihn wieder, allerdings nur vereinzelt und schlecht entwickelt. Die Verbreitung des Triticum dicoccum scheint also nicht von der geologischen Formation ^beeinflußt zu werden und ich traf es auf allen unseren häufigsten geologischen Bildungen an: auf dem Jura bei Medschvidel-esch-Schems und Räschayä, auf dem Cenoman und Senon in Sahelet-Kafr-Kük und Umgegend, auf den älteren vulka.- iiiischen Böden und auf den verhältnismäßig jungen vulkanischen Terrains bei el-Hadr, ebenso auf den Eocänbildungen (Nummulitenkalk) von Rosch-Pinah. An allen diesen Orten bietet das Triticum dicoccum große Verschiedenheiten bezüglich der Länge und der Breite der lAehren, der Zähnelung der Spelzen, die meist glatt, hin und wieder auch behaart sind, der Farbe der Spelzen und der ^ranne, die von hell bis blau-schwarz gefärbt sind. Ich hoffe, Baß es möglich sein wird, an der großen Zahl von Exemplaren, Sie ich mitgebracht habe, diese Aenderungen zu studieren, falls sie, wie ich es annehme, ein gewisses Interesse bieten Verden. Es muß noch bemerkt werden, daß während ich das Tr. Sticoccum in großen Mengen von der nordwestlichen Spitze Äes Hermon bis zu seinem südöstlichen Ende fand, ich auf fem westlichen Abhang des Berges es nicht antraf. Ich will iücht behaupten, daß er dort nicht vorkommt; wohl aber dann Äir in seltenen Fällen. Für das Studium der Verbreitung dieser Ärt ist es nicht ohne Interesse, daß die Weinberge von Rosch- #inah, wo ich den Emmer zuerst einsammelte, sich auf Ufern östlichen Abhang des Berges Kanacan und der Gebirgskette von Safed befinden. Er kommt also auf Höhen von IfÖo m (Rosch-Pinah) bis über 1500 m (Hermon) vor. Bezüglich der letzteren Höhengrenze kann ich noch keine genauen Angaben machen, da ich noch meine barometrischen Ab-

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