Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 3 (1906)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1906)
- Article
- Die Auffindung des wilden Emmers (Triticum Dicoccum) in Nordpalästina
- Date
- 1906-07-01
- Page
- Seite 214 (sequence 2)
- Language
- German
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— 214 — „Dank den zahlreichen Exemplaren der Pflanze, die iSt mitgebracht habe, wird in Zukunft ihre Existenz im Antilibanlp und in Palästina nicht mehr in Zweifel gezogen werdSflp können. Ich habe eine große Anzahl von trockenen Pflanzen in verschiedenen Stadien der Entwicklung mitgebracht — vqife den Blüten an bis zu fast ganz reifen Aehren. Zum erstenm^ traf ich diesen Weizen in den Weinbergen und zwar ni(3|f in denjenigen von Räschayä, wo ihn Kotschy angif||: sondern in denen von Rosch-Pinah. Herr Bermanftr den ich auf die Merkmale der Pflanze aufmerksam machte^ entdeckte sie hier zuerst. In den Weinbergen von Räschayä ist das Triticum dicoccu33|? ziemlich selten. Recht stark tritt es aber auf in der über ioojo _ _ - *.<■: Meter hoch gelegenen Talmulde zwischen Raschaya, Kafr- Kük und cAiha, die den Namen Sahelet-Kafr-Kük führt, w& ich sie auch zum erstenmal am Fuße des Hermon antraf. Hier erreicht das Tr. dicoccüm die Höhe von 35—40 cm, auch Exemplare von 80 cm und darüber sind nicht selten. Die Aehren sind ziemlich schmal und erinnern im jungen Alter an einige Aegilopsarten, z. B. die Aegilops bicornis. Um nachzuprüfen, inwiefern die Eingeborenen diesen Weizen kennen, sammelte ich eine Handvoll Aehren und, äußerte den Bauern gegenüber meine Verwunderung darüber, daß sie diesen so brüchigen Weizen anbauen. Sie antworteten aber, daß es ja nur Kamh barri (wilder Weizen) wäre und daß man ihn nicht in den angebauten Feldern anträfe. Ich suchte ihn auch schon früher vergebens in den Getreidefeldern. Sahelet-Kafr-Kük ist der nördlichste * Punkt, wo ich den Emmer beobachten konnte. Von dort ab fand ich ihn beim Besteigen des Hermon in den verlassenen Weinbergen, die unter dem Namen Krüm ed-Dschebel bekannt sind, nördlich und östlich von Räschayä in Höhenlagen über 1500 m. Hier traf ich Pflanzen von 1 m und darüber an. Ich fand ihn schließlich beim Abstieg vom Hermon auf dem Ostabhang des Berges oberhalb cArni wieder (hier mit behaarten Spelzen) und dann längs meiner ganzen Route von cArnI nach Medscbdel-esch-Schems. Von diesem Punkt an fand ich ihn nach dem See Phiala und nach Banias zu nicht wieder. Wir dürfen also das Gesagte kurz dahin zusammenfassen, daß das Triticum dicoccüm von Kafr-Kük und Aiha (*hkL