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Altneuland · 1906-04-01 · Heft 4 (April 1906) · p. Seite 121

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Journal
Altneuland
Volume
3 (1906)
Issue
Heft 4 (April 1906)
Article
Der Stand der türkischen Finanzen [Nachricht]
Date
1906-04-01
Page
Seite 121 (sequence 2)
Language
German
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— 121 — / für 1905/06 lässt sich eine weitere Zunahme von 91 000 Ltq veranschlagen, so dass ■auf eine Summe von rund 450 000 Ltq zu rechnen ist. Die ersten 8 Monate 1905/06 haben bereits ein Plus von 87 700 Ltq erbracht Insgesamt beziffern sich also die Mehreinnahmen aus den direkt verwalteten Einkünften für 1905/06 auf rund 181 000 Ltq. Dieses Plus ist allerdings zuvörderst zu kürzen um 10 000 Ltq, auf dem Konto der diversen Einnahmen, da die wieder eingegangenen Ausgaben, die in den früheren Jahren unter diversen Einnahmen figurierten, diesmal sogleich von den Ausgaben in Abzug gebracht worden sind. Eine weitere Reduktion des Ueberschusses resultiert aus dem Rückgang der Spiritüosensteuer, die für 1905/06 mit 262 000 Ltq etwa •6000 Ltq weniger als in 1904/05 erbringen wird. Hierbei spielt vornehmlich der Rückgang des Weinbaues in der Türkei eine Rolle. Als Endresultat verbleibt also eine Mehreinnahme von 165 000 Ltq. Der Bericht Bergers weist alsdann auf den Einnahmezuwachs aus der Tabakregie und der hiermit zusammenhängenden Einkünfte hin, der auf 20000Ltq zu schätzen ist. Er würde sogar 40 000 Ltq betragen, wenn nicht der Tabakzehnte eine Mindereinnahme von 20 000 Ltq gelassen hätte. Da übrigens in das Rechnungsjahr 1904/05 der Tabakregie 52 834 Ltq Einnahmen aus dem zweiten Semester 1903/04 übertragen worden waren, so ergibt sich für 1905/06 ein scheinbarer Rückgang der Einnahme um 32 834 Ltq, während tatsächlich der oben schon erwähnte Ueberschuss von 20 000 Ltq besteht. Berger resümiert dahin, dass die Resultate des Jahres glänzende seien. Die Gesamteinnahmen werden in 1905/06 mindestens 3 135 000 Ltq erreichen, oder 131 000 Ltq mehr als in 1904/05 und 98 000 Ltq mehr als im Jahre 1902/03, in welchem die bisher höchsten Einnahmen, dank dem Eingange von drei rückständigen Annuitäten des ostrumelischen Tributs, zu verzeichnen gewesen waren. iNach Bestreitung des Dienstes der Dette werden in 1905/0$ für ausserordentliche Amortisation 63 000 Ltq (i. V. 50 415) und für die Lose 42 000 Ltq (i. V. 33 610) bleiben; der Anteil der Regierung wird sich auf mehr als 317 000 Ltq belaufen gegen 252 075 Ltq im Vorjahre. Der letztere Betrag werde weiter •steigen, wenn die Regierung dem Conseil auch fernerhin in seinen Bestrebungen zur Seite stehen wird. Die Reserve der Dette Publique beläuft sich gegenwärtig Äuf 1 607 000 Ltq gegen 1 525 871 Ltq vor einem Jahre. Der Bericht gibt nunmehr einen höchst interessanten Rückblick auf die Entwickelung der Finanzen seit dem Dekret vom 8 /20. Dezember 1881. Danach äiat sich der Gesamtbetrag der Schuld seit jener Zeit bis zum Termin des Dekrets betreffs der Unifikation von 116 135 062 Ltq (davon 100 502 515 Ltq allgemeine Schuld und 15 632 547 Ltq Türkenlose) um 26 768 246 Ltq auf 89 366 816 Ltq nominal verringert. Durch die Unifikation reduzierte sich der Nominalbetrag der allgemeinen Schuld alsdann um 44 866 453 Ltq, so dass heute an Titres der allgemeinen Schuld insgesamt 32 196 406 Ltq existieren. Gleichzeitig wurden für Amortisation der Türkenlose 2 595907 Ltq aufgewendet, wonach von letzteren gegenwärtig noch 13 036 640 Ltq im Umlauf sind. Die Unifikation ist soweit durchgeführt, dass an Titres der alten Serien B, C, D .gegenwärtig nicht mehr als 22 380 Pfd. Sterl. nominal im Umlauf sind. Demgegenüber entwickelten sich die Einnahmequellen der Dette Publique iolgendermassen (alles in Ltq):

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