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Altneuland · 1906-03-01 · Heft 3 (März 1906) · p. Seite 92

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Journal
Altneuland
Volume
3 (1906)
Issue
Heft 3 (März 1906)
Article
Die Ergebnisse des türkischen Getreidebaues im Jahre 1904 und im ersten Halbjahr 1905 [Nachricht]
Date
1906-03-01
Page
Seite 92 (sequence 3)
Language
German
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— 92 — Auch die Erträge der Hafer ernte können für die Jahre 1903 und 1904 in der europäischen Türkei als gut bezeichnet werden. In den asiatischen Gebietsteilen waren die Resultate ebenfalls so schwankend wie die der übrigen Halmfrüchte. Die Ausfuhr richtete sich hauptsächlich nach Frankreich, England und Belgien. Deutschland bezog: 1902 ...... 19 930 dz zu 243 000 M 1903 ...... 21 185 „ „ 216 000 „ 1904 ...... 33 047 „ „ 341000 „ Die Erträge der Roggen ernte 1903 sowohl als 1904 sind recht gute gewesen, besonders gut waren auch die Qualitäten der europäischen Gebietsteile, die übrigens den bei weitem grössten Roggenanbau in der Türkei aufweisen. Deutschland und Belgien nehmen den grössten Teil des Roggenexports auf. Auf Deutschlaad entfielen: 1902 ..... 71 477 dz zu 750 000 M. 1903 ..... 19 027 „ „ 196 000 „ 1904; . . . . 97 149 „ „ 1010 000 „ Auf das sehr schlechte Mais jähr 1903 folgte eine mittlere Ernte im Jahre 1904. Die Ausfuhr erfolgte zu beinahe 70 % nach England, dann folgt Deutschland, Italien und Aegypten. Auf Deutschland entfielen: 1902 . .... 228 795 dz zu 2 390 000 M. 1903 ..... 4 500 „ „ 45 000 „ 1904 ..... 122 126 „ „ 1 185 000 „ AUSLAENDISCHES KAPITAL UND KULTURARBEIT IN KLEINASIEN UND SYRIEN. Amerikanische Handelsbestrebungen in Kleinasien. In seinem ausführlichen Artikel „Vom amerikanischen Orient" behandelte Herr J. Radler in unserer No. 10 vor. Jhrgs. die Frage des amerikanischen Einflusses im Orient. Diesem Vorgehen der Amerikaner müssen wir das allergrosste Interesse, besonders im Hinblick auf die von den Amerikanern aufgewendeten Methoden des wirtschaftlichen Eindringens zuwenden. Herr Rad ler empfahl besonders die Gründung von Schulen für Orientalen, in welchem dieselben mit dem Wesen unseres Volkes, unseren Absichten und Bestrebungen vertraut werden sollten. In diesen Bildungsanstalten sollten die Araber lernen, in uns Freunde und nicht Gegner zu sehen. Der „Pester Lloyd4* in Budapest behandelt anscheinend auf Grund desselben Artikels von Prof. Bernhardt, der auch dem Rad ler sehen Artikel zugrunde lag, die Frage des amerikanischen Einflusses im Orient. Obzwar sich die Ausführungen z. T. mit den Radi er sehen decken, halten wir angesichts der Wichtigkeit dieser Frage für erforderlich, sie hier wiederzugeben. Der „Pester Lloyd" sagt: Im vergangenen Jahre haben sich dreihundert amerikanische Lehrer und Lehrerinnen eingeschifft, um eine für mehrere Wochen berechnete Kreuzfahrt nach dem Orient zu unternehmen. Diese Orientreise war nur ein Glied in der Kette der zielbewussten Aktion, die Amerika seit ungefähr zehn Jahren zur Er-

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