Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 3 (1906)
- Issue
- Heft 3 (März 1906)
- Article
- Syrien als Wirtschafts- und Kolonisationsgebiet
- Date
- 1906-03-01
- Page
- Seite 77 (sequence 13)
- Language
- German
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— 77 — asien, Armenien und Mesopotamien bestimmt ist. Da Nordsyrien weder dichter bevölkert noch stärker konsumfähig ist als Mittelsyrien, so werden wir i—iy2 Millionen £ auf Konto dieses Zwischenhandels setzen müssen, und dann würde der für Syrien bestimmte Import den Export nur um 1/2—1 Millionen £ übertreffen. Dies ist aber durchaus kein ungesunder Zustand; denn muss man -bedenken, dass nur wenig Geld aus dem JLande herausgeht, da die Zahl der Dividenden gebenden oder Gewinne erzielenden ausländischen Anlagen in Syrien nur eine sehr geringe ist; andererseits strömt viel Geld ins Land hinein, sowohl durch die Zahl der Pilger und Reisenden, die in jährlich verstärktem Masse Palästina, Damaskus und den Libanon aufsuchen, ,als auch durch die wohltätigen Anstalten, Missionen, Klöster usw., die allein nach wahrscheinlich noch zu niedriger Schätzung jährlich 15 Millionen Frcs. ins heilige Land bringen. (Schluss folgt.) DIE MALARIA IN JERUSALEM. Von Dr. A. Sandler. Breslau. Jolin Cropper (Ramallah, Jerusalem), The malarial fevers of Jerusalem and their prevention. The Journal of Hygiene, Oct. 1905, p. 460. Ueber die Malaria in Jerusalem ist in den letzten Jahren eine ansehnliche Zahl von Arbeiten erschienen, die vor den älteren Berichten eine wissenschaftliche Fundierung (Sicherung der Diagnose durch den mikroskopischen Nachweis der Malariaparasiten im Blute, Studien über die verschiedenen Arten von, Plasmodien, statistische Liebersichten über die klinischen Formen, Studien über die Lebensbedingungen der Stechmücken und ihrer Larven usw.) voraushaben. Besonders wertvoll sind die Arbeiten der englischen i\.erzte Dr. Masterman1) und Dr. Cropper. Letzterer hat 1902 über die geographische Verbreitung der Malaria und der Stechmücke Ano1pheles in einem Teile Palästinas, 1905 über eine Form der Malariaparasiten in und um Jerusalem geschrieben. In der vorliegenden Arbeit gibt er Daten über die örtliche und zeitliche x) Dr. Mastermans zahlreiche Arbeiten sind in meiner „Medizinischen Bibliographie für Syrien, Palästina und Cypern" (ZDPV, XXVIII, 1905) noch nicht aufgezählt, werden aber in dem in derselben Zeitschrift erscheinenden Nachtrag und Fortsetzung Erwähnung finden.