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Altneuland · 1905-10-01 · Heft 10 (Oktober 1905) · p. Seite 311

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 10 (Oktober 1905)
Article
Bericht der Generaldirektion an den Verwaltungsrat der Jewish Colonization Association für das Jahr 1905 [Nachricht]
Date
1905-10-01
Page
Seite 311 (sequence 2)
Language
German
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— 311 — die Kolonisten von Katra auf etwa 80 Hektar Ackerbau, etwas Gemüsebau und besitzen noch annähernd 40 Hektar Mandelpflanzungen. Der Ertrag der Weinberge war geringer als der des Vorjahres. Die Kolonisten fabrizieren an Ort und Stelle Wein und Kognak. Die Kultur der Man3elbäume ist ziemlich gewinnbringend. Sie lieferte einen Reingewinn von 165 Frcs. pro Hektar. Es sind bis jetzt allerdings nur 12 Hektar ertragsfähig. Was den Ackerbau betrifft, so beginnen erst jetzt die Kolonisten von Katra sich ernstlich damit abzugeben. Wir bewilligten ihnen eine Anleihe zum Ankauf von 1000 Dunam Land, welches zum Gerstenbau geeignet ist. Diese Vergrösserung ihrer Lose wird ihre Lage etwas verbessern. Der gesamte Reingewinn von verschiedenen Kulturen war 26 759 Frcs. Die Kolonisten zahlten die Annuität, die :sie der Gesellschaft schuldeten. Leider hatte die Rinderpest ziemlich grosse Verheerungen in der Herde der Kolonie angerichtet; von 50 Milchkühen, die die Kolonie besass. fielen 38. Am Ende des Jahres hatte Katra eine Bevölkerung von 126 Seelen, darunter 15 Kolonistenfamilien (ausserdem wohnten 6 Kolonisten ausserhalb) und 9 Arbeiter- und Beamtenfamilien. Die Schule wird von 22 Kindern beiderlei Geschlechts besucht. c) Rehoboth. Diese Kolonie wird von 88 Familien mit 425 Seelen bewohnt, wovon 56 Kolonisten- und 32 Arbeiter-, Handwerker- und Beamtenfamilien. Auch hier bilden die Weinberge die Hauptkultur. Sie lieferten 1904 6053 Kantar Trauben im Werte von 137 261 Frcs. Die Kolonisten von Rehoboth betreiben den Weinbau mit grosser Sorgfalt; sie besitzen eine gewisse Anzahl feiner Sorten. Der diesjährige Bruttoertrag war um 29 000 Frcs. geringer als der vorjährige. Die Mandelpflanzungen, die eine Fläche von etwa 50 Hektar bedecken, werden sehr gut unterhalten. 44 Hektar sind ertragsfähig und lieferten 174 Frcs. Reingewinn per Hektar. Der Feldbau ist wenig bedeutend. Es wurden 45 Hektar mit Gerste bestellt. Das Ergebnis war schlecht. Der Administrator der judäischen Kolonien macht folgende Angaben über die Lage der Kolonisten von Rehoboth: unter den 53 die Kolonie bewohnenden Kolonisten hatte ein einziger einen Reingewinn von mehr als 2000 Frcs., 4 hatten Reingewinne von 1500 bis 2000, 3 von 1000 bis 1200, 17 von 500 bis 1000, 24 unter 500 Frcs., während 4 mit Verlust abschlössen. Einige der Kolonisten arbeiten in Tagelohn oder als Angestellte bei den im Ausland lebenden Besitzern von Terrain in Rehoboth. Auch diese Kolonie blieb nicht von der Rinderpest verschont. Von einer Herde von 100 Kühen verblieben etwa 30. — Die Schule wird in Rehoboth von 60 Kindern beiderlei Geschlechts, und das Kinderasyl von 25 Kindern besucht. d) Hedera. Diese Kolonie zählt 36 Kolonisten mit 140 Seelen. Der Feldbau — Weizen, Gerste, Sorghum, Sesam und Leguminosen — nahm 628 Hektar gegen 375 des Vorjahres in Anspruch. Weizen, der auf etwa 200 Hektar angebaut wurde, lieferte einen massigen Ertrag, durchschnittlich weniger als 21/2msL[ die Saat (/ D. Red.). Dieses schlechte Ergebnis ist zum grossen Teile auf die Verheerungen seitens der Feldmäuse zurückzuführen, unter denen auch die Gerste litt. Die Weinberge sind hier 119 Hektar gross und lieferten durchschnittlich 11 Kantar (3300 kg) Trauben per Hektar. Der gesamte Bruttoertrag der Kulturen war 70 500 Frcs. und der Reinertrag 30 000 Frcs. Die Einnahmen von 31 Kolö-

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