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Altneuland · 1905-10-01 · Heft 10 (Oktober 1905) · p. Seite 310

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Journal
Altneuland
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 10 (Oktober 1905)
Article
Der russische Handel in Damaskus [Nachricht]
Date
1905-10-01
Page
Seite 310 (sequence 3)
Language
German
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— 310 — als russischer angepriesen wird. Im Jahre 1903 wurden Samoware für die Summe von 3700 Rbl. abgesetzt. Mit den aufgeführten Waren erschöpft sich fast die ganze Einfuhr aus ]Russland nach der Hauptstadt Syriens. Indessen hat Russland, wie der Konsul von Damaskus bestätigt, Aussichten, in nächster Zeit dort grössere Erfolge zu erzielen. Für russische Waren verschiedenster Art besteht eine unbestreitbare Nachfrage in Damaskus, und bei einer tatkräftigeren, zweckentsprechenderen Organisation des Handels seitens der russischen Produzenten kann Damaskus ein bedeutender Markt für den Absatz russischer Produkte werden. JUEDISCHE KOLONIEN. Bericht der Generaldirektion an den Verwaltungsrat der Jewish Colonization Association für das Jahr 1905. Dem kürzlich erschienenen Bericht der JCA entnehmen wir im Wortlaut die nachfolgenden Mitteilungen über den Stand der Kolonien, sowie über das Unterstützungswerk der Gesellschaft in Palästina überhaupt. Der Bericht behandelt zuerst das Werk der Gesellschaft, d. h. die von ihr auf eigene Initiative und noch vor der Uebernahme der Baron Rothschil dsehen Kolonien unterstützten Siedlungen und dann die alten Kolonien des Baron Edmond von Rothschild. A. Das Werk der Gesellschaft. 1. Die landwirtschaftlichen Kolonien. a) Wad el Hanin.. Die einzige Kultur dieser Kolonie war bis jetzt der Weinbau. Die Erträge der letzten Weinlese waren ziemlich unbedeutend. Die 20 in Wäd el Hanin wohnenden Kolonisten haben für ihre Trauben 23 237 Frcs. eingenommen; nach Abzug der Kulturkosten von 12 016 Frcs. verblieb ein Reingewinn von 11 221 Frcs. Es schien unumgänglich notwendig, die Lage der Kolonie durch Vergrösserung der Lose der Kolonisten zu verbessern, und wir haben den Ankauf von 854 in der Nachbarschaft gelegenen Dunams angeordnet, die zum Teil für intensive Kulturen, speziell für den Tabakbau geeignet sind. Diese Kultur ist schon mehreren der Kolonisten von Wad el Hanin, die aus Bessarabien stammen, bekannt. Leider konnte infolge verschiedener Schwierigkeiten der Ankauf des in Frage stehenden Terrains noch nicht erfolgen. Ein Versuch mit Geraniumkultur, der von einem Kolonisten auf einem Hektar Boden unternommen wurde, scheint gute Ergebnisse geben zu sollen; diese Kultur ist ziemlich gewinnbringend. Die Kolonisten von Wad el Hanin hatten noch einige für ihre Subsistenz erforderlichen Neben einnahmen durch Arbeit in den Orangengärten der Administration, die sich gut entwickeln. Der alte Orangengarten, der 3 Hektar gross ist, gab einen Reingewinn von mehr als 4000 Frcs. Der neue Orangengarten (7 Hektar), der in vorzüglichem Zustande ist und gute Hoffnungen gestattet, ist erst am Anfang seiner Ertragsfähigkeit. Die Bevölkerung von Wad el Hanin bestand Ende 1904 aus 152 Seelen. Man zählte dort 15 von der JCA abhängige und 5 unabhängige Kolonisten, 7 Arbeiterfamilien und 4 Beamte. Die Kolonie hat eine Schule, die von 27 Schülern beiderlei Geschlechts besucht wird, und ein Kleinkinderheim. b) Katra. Auch hier ist der Weinbau die Hauptquelle der Einnahmen der Kolonisten,, die über etwa 135 Hektar Weinberge verfügen. Indes treiben

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