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Altneuland · 1905-09-01 · Heft 9 (September 1905) · p. Seite 263

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 9 (September 1905)
Article
Der palästinische Weinbau
Date
1905-09-01
Page
Seite 263 (sequence 7)
Language
German
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— 263 - Küstenkolonien verlustbringend ist, und es noch lange bleiben wird. Wir glauben nun bewiesen zu haben, dass wir vorläufig höchstens nur einen Zweig der Weinkultur verwerfen dürfen, und zwar nur soweit er sich auf die Fabrikation von ordinärem Tischwein bezieht, während wir die Herstellung von süssen und Likörweinen versuchen müssten. Wir wenden uns nunmehr zur Frage der Erzeugung von Rosinen. Schon seit mehreren Jahren versuchen wir, die Aufmerksamkeit unserer Winzer auf diesen Zweig der Weinkultur hinzulenken (vgl.;,Die Welt", 1901, No. 31). In dem betreffenden Artikel in der „Welt", 1901, bemühten wir uns, die Bedeutung klar vor Augen zu führen, die diese Kultur für unser Land gewinnen könnte, wir wiesen hin auf die ihr von Arabern schon in Palästina gewidmete Fläche, auf die diesem arabischen Weinberge unbedingt drohende Phylloxera- Gefahr, auf die Gewinne, die uns zufallen würden, und die Ersparnisse, die wir erreichen könnten, wenn wir schon von nun ab an der Küste, in der Nähe der Verschiffungshäfen, die Rosinenkultur aufnehmen würden. Wir können nur wiederholen, was wir damals gesagt hatten, und sind berechtigt, mit noch grösserem Nachdruck auf diesen Zweig des Weinbaues hinzuweisen, da wir inzwischen mit einer von uns empfohlenen Sorte, der Rebe von Salt, in Hederah Versuche angestellt hatten. Seit vier Jahren verfolgen wir ihr Wachstum, und haben uns überzeugen können, dass sie auf der Küste ergiebig ist, und dass der uns für die Rosine gebotene Preis einen Erlös von über 20 Francs per Kantar einbringen würde. Unsere Winzer wissen ja gut, dass es nicht schwer ist, 20 Kantar per Hektar zu ernten; dies würde einen Bruttogewinn von über 400 Frcs. per Hektar bedeuten, und da noch dazu die amerikanischen Weinberge jetzt von der Zehntenabgabe frei sind, so kann diese Kultur als eine sehr lohnende empfohlen werden. Betrachten wir schliesslich den dritten Zweig, den unser Weinbau berücksichtigen muss, d. i. die Erzeugung von Tafeltrauben. Wir halten es für überflüssig, hier Zahlen anzuhäufen, die beweisen würden, welche bedeutende Stellung die Produktion von Esstrauben in Ländern einnimmt (z. B. in Algier, Italien), die, sei es, selbst einen starken Verbrauch aufweisen, sei es, in der Nachbarschaft von solchen Ver-

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