Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 2 (1905)
- Issue
- Heft 8 (August 1905)
- Article
- Das Landwirtschaftswerk der Alliance Israélite Universelle
- Date
- 1905-08-01
- Page
- Seite 249 (sequence 7)
- Language
- German
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Mentioned entities
- Oran 1× ep/1048048
- Tunis 1× ep/1048155
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— 249 — 1. Zöglinge, die durch ihre Angehörigen untergebracht sind: 3. 2. Zöglinge, die bei jüdischen Gutsbesitzern Stellung gefunden haben: 8. 3. Zöglinge bei nichtjüdischen Grundbesitzern: 5 in Tunis und mehrere ausserhalb. 4. Nach Aegypten geschickte Zöglinge: 8 im Laufe des Jahres 1904 nach Aegypten geschickte Zöglinge wurden durch das Zentral-Komitee unterstützt. Nicht allen gelingt es beim ersten Schritt. Einige von ihnen lassen sich schnell entmutigen. Wir suchen ihnen von hier aus so gut wie möglich moralischen Beistand zu leisten. 5. Nach Bulgarien geschickte Zöglinge. Auf Vorschlag des Herrn Niego in Verfolg seiner Untersuchung über die Lage der russischen Landwirte in Bulgarien haben sich 6 Eleven des 4. und 5. Jahrganges zu diesen Kolonisten begeben, um bei ihnen ihre Ausbildung zu vervollständigen; sie nehmen teil an der Ernte, am Dreschen und an den Herbstarbeiten. Den Winter verleben sie bei ihren Angehörigen und kehren im Frühjahr zu ihrer Arbeit zurück. 6. Zöglinge, die als Arbeiter in Dschedeida beschäftigt sind: 5. Ihre Gehälter schwanken gemäss den Leistungen eines jeden und der Natur der Arbeit zwischen 2 und 3 Frcs. pro Tag. Sie wohnen bei uns, sorgen aber selber für ihre Kost. Sie vervollständigen ihre Ausbildung, sammeln nützliche Kenntnisse und warten ab, dass sich ihnen etwas biete. Wir werden sie anderswo unterbringen, falls sich Stellen linden, oder in Bedschaua, sobald wir sie dieser Gunst für würdig erachten. 7. Zöglinge als Pächter auf Bedschaua. In meinem Kassenbericht verzeichnete ich Ihnen die pekuniären Ergebnisse der Pachtungen, soweit die Gesellschaft davon berührt wird; ich sprach von den Reformen und den in dem Pachtvertrag zugunsten unserer Genossen eingeführten Verbesserungen. Die Zahl der Kolonisten ist gegenwärtig auf 8 beschränkt, 6 Zöglinge haben das Pachtgut verlassen, von ihnen hat sich einer auf eigene Rechnung niedergelassen. Das Ausscheiden der übrigen führe ich grossenteils auf die mittelmässigen Resultate der Getreidekultur zurück. Unter diesen 5 zählen wir einen einzigen Tunesier, 2 sind aus Tanger, 2 aus Algier. Wir haben in diesem Augenblick in Bedschaua 9 Pächter, und zwar 6 Tunesier, 2 Türken und 1 Bulgaren. Hier mag das Budget eines Pächters folgen: Nutzen aus der Bodenkultur im Jahre 1904 abzüglich allerUnkosten Frcs. 827,95 Lohn für seine Arbeit bei der direkten Bewirtschaftung (? D. Red.) und bei den Kulturen für 1904/5 ........ 470,70 Betrag des Einkommens...............Frcs. 1298,65 Für seine persönlichen Bedürfnisse waren ihm vorgeschossen worden: Kost, Kleidung, Reise nach Oran etc. vom 1. September 1903 bis zum 30. November 1904 ..... 1232,95 Er hat sich am 1. Dezember 1904 zurückgezogen mit .... Frcs. 65,70 Für andere Pächter war der Nutzen im Jahre 1904 geringer, sie können nur mit Mühe ihre Vorschüsse zurückzahlen, einige schulden 150—200 Frcs., weil sie ihren Eltern vor der Ernte helfen wollten. Aber wir dürfen kaum aus den Resultaten eines so mässigen Jahres Schlüsse ziehen; es ist auch daran zu