Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 2 (1905)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1905)
- Article
- Abriss der Geologie Syriens
- Date
- 1905-05-01
- Page
- Seite 135 (sequence 7)
- Language
- German
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- Hebron 1× ep/1047559
- Minsk 1× ep/1000754
- Pinsk 1× ep/1045440
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— 135 — Weise bald, auch ohne dass dem Meere dabei eine Rolle zufiel, zum Boden eines ausgedehnten Süsswassersees. Derselbe erstreckte sich vom Wadi el 'Araba im S. bis zum Tiberiassee im N. auf eine Länge von etwa 250 km bei einer Breite von 5 — 10 km. Sein Wasserspiegel hätte im äussersten Süden nach Hull bei einer Höhe von etwa 426 m über dem heutigen Niveau des Toten Meeres denjenigen des jetzigen Roten Meerstandes um ein wenig (ca. 30 m) übertroffen. So hoch reichen nämlich im Wadi 'Araba die aus kreidigen Mergeln bestehenden Ablagerungen des ehemaligen Binnensees, welche hier auch Süsswasserkonchilien der Gattung Melanopsis enthalten. Dieser See war zuerst süss. (Schluss folgt.) DIE JUEDISCHEN WOHLTAETIGKEITS- ANSTALTEN JERUSALEMS. Von Dr, L. Grünhut (Jerusalem). Die jüdische Gemeinde Jerusalems hat im Verlaufe der Zeiten sehr viele Wandlungen durchgemacht. Ein erschöpfendes Bild dieser Wandlungen liefert R. J. Hildesheimer A*o in einer Schrift, welche in der „Israelitischen Monatsschrift41 vom Jahre 1903/4 zum erneuten Abdruck gelangt ist. Für den heutigen Stand der Gemeinde muss jedoch die Hildesheimersche Schrift, die eigentlich aus dem Jahre 1884 datiert, als unzureichend bezeichnet werden. Denn seither hat sich die Gemeinde wesentlich geändert. Es sind im Verlaufe neue Institutionen erstanden, die alten wurden ausgebaut und der Vollendung entgegengebracht und eine erhebliche Bereicherung erfuhr die Zahl der Kolelim. Denn gab es damals 16 Kolelim, so zählt deren . 23 das heutige Koieiim. Jerusalem mit folgender Seelenzahl:1) Kolel Sephardim, Jemeniten, Perser, Bucharier und Marokkaner, die alle denselben Ritus befolgen, inbegriffen 12000; nin2) 150, rfn8) 1673, Warschau 1000, Wolynien 1160, Kiew 3275, Bessarabien 390, Moldau 590, Wallachei 2600, Karlin 1800, Schitomir 1665, Kossow 800, Galizien *) Die Zuständigen, in Jaffa und Hebron ansässigen mitgerechnet. Nächst dem ungarischen gilt der deutsch-holländische als der zweitbeste Kolel. Am ärgsten gestellt sind die Angehörigen der Gemeinden Minsk und Pinsk. Sie erhalten n:cht mehr als etwa 20 Frcs. Chalukah jährlich pro Seele. 2) Holland we-Deutschland. 3) Nach den Anfangsbuchstaben: pyi Hi^D, nftDri/ welche wie bekannt, unter den Sephiroth, deren die Kabala 10 zählt, eine Hauptrolle spielen. So nennen sich die rassischen Chassidim. Im Gegensatz zu ihnen stehen die sog. Peruschim, Anhänger des Wilnaer Gaon, dessen Schüler R.Mendel die aschkenastsche Gemeinde in Jerusalem begründete. Vgl. Hildesheimer a. a. O- (Jahrg. 1904) S. 7.