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Altneuland · 1905-04-01 · Heft 4 (April 1905) · p. Seite 109

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
2 (1905)
Issue
Heft 4 (April 1905)
Article
Die Verwertung des Getreides in Palästina
Date
1905-04-01
Page
Seite 109 (sequence 3)
Language
German
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— 109 — fast unbedingt nötig sein, selber Weizen einzukaufen, ihn mahlen zu lassen, die zweite Mehlsorte zu verkaufen und die bessere zur Fabrikation zu verwenden. Er wird dabei stets genügende Mehlquanten haben können, und es wird ihm viel weniger kosten, wie die folgende Kalkulation zeigt. 1000 kg guter Nabulusweizen ä 14,35 Frcs. pro dz 143,50 Frcs. Mahllohn bei grösseren Posten maximum ä 2,25 Frcs. pro dz..............22,50 Summa 166,00 Frcs. Daraus wird erhalten: 42% oder 420 kg Mehl II. Sorte ä 19 Frcs. pro dz..... 80,00 Frcs. 15% oder 150 kg Kleie a 9 Frcs. pro dz.........13,50 „ Summa 93,50 Frcs. Ab 5% für Kommissionsspesen beim Verkauf...... 4,50 „ 89,00 „ Somit kommen die 40% oder 400 kg Mehl T. Sorte auf 77,00 Frcs. oder der dz feines Weizenmehl auf 19,25 Frcs.1) Als Hauptzentrum für Makkaronifabrikalion ist Jaffa anzusehen, weil es als Hafenplatz zum Export der Ware nach Syrien und Aegypten, sowie zum Import der geeigneten Gazaer und anderer Weizen wichtig ist. Ausserdem sind in Jaffa mehrere gut eingerichtete Walzenmühlen von europäischer Bauart vorhanden, die man pachten kann, oder mit denen sich eine Abmachung vereinbaren lässt, um stets dieselben Mehlsorten zu erhalten. In Jaffa können auch Speicher für Getreide, Mehl und Makkaroni gepachtet werden und somit Hesse sich deren Bau für die ersten paar Jahre vermeiden. Makkaronifabrikanläge mittlerer Grösse für eine Leistung von ca. 1000 kg Makkaroni und diverse Nudeln in 10 bis 12 Stunden, mit Schraubenpressen, kostet laut folgender Aufstellung: *) Wir machen den Verf. darauf aufmerksam, dass er sich mit seinen eigenen Angaben, Altneuland 1904, S. 358, im Widerspruch befindet: Weizenmehl II. Sorte wird nach seiner Angabe mit 19,75 Frcs. per 100 kg und nicht mit 19 Frcs. verkauft. "Was nun den Preis für Kleie betrifft, so ist er nach den Ausführungen von Aaronsohn, Altneuland 1905, S. 46 nur mit 6 Frcs. per 100 kg in Rechnung zu setzen. Da man aber auch nach den eben erwähnten Ausführungen von Aaronsoh n keine 97°^ Ertrag bei der Vermahlung, sondern höchstens 95% erhält, so stellt sich das feine Weizenmehl nicht aut 19,25, sondern auf mehr als 20 Frcs. per 100 kg. Ob es sich denn doch nicht besser empfehlen würde, das feine Weizenmehl mit 22 Frcs. zu berechnen, welchen Preis man auch dem Müller zahlen muss? D. Red.

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