Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 1 (1904)
- Issue
- Heft 11 (November 1904)
- Article
- Die Kolonien in Palästina nach dem Bericht der Jewish Colonization Association für das Jahr 1903
- Date
- 1904-11-01
- Page
- Seite 341 (sequence 4)
- Language
- German
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— 341 — le-Zion ergaben 18 ha Mandela eine Einnahme von 415 Frcs. pro ha. Ein Kolonist von Pethach-Thikwah erhielt sogar von 8 Dunam 675 kg trockene Mandeln im Werte von 508 Frcs. In Sichron-Jacob gibt es schon 63 ha Mandelbäume, doch sind die meisten noch jung, so dass der Ertrag sich erst auf 7937 Frcs. belief; die Produktion wird sich aber in 5—6 Jahren verdreifachen oder vervierfachen. In Rosch-Pinah ergaben 50 ha ca. 11000 kg im Werte von 12 190 Frcs., also 244 Frcs. pro ha. Weit bedeutender sind natürlich schon die Erträge der Orangerien, die in wenigen Jahren eine der wichtigsten Einnahmequellen der judäischen und samariaschen Kolonien sein werden. In Rischon-le-Zion hat die Administration der J. C. A. 1000 Kisten Orangen geemtet, in Sichron-Jacob 1183, in Pethach- Thikwah sogar 6000, während die Kolonisten daselbst 7475 Kisten (gegen 2389 im Vorjahre) ernteten. Man erwartet für dieses Jahr 15—20 000 Kisten daselbst. Der Verkauf wird im wesentlichen von der „Pardessu-Gesellschaft übernommen, die in Hamburg und London den Verkauf überwachen lässt und schon 18 755 Kisten verkauft hat pro 5,35 Frcs. brutto und 3,47 Frcs. netto. Es lässt sich voraussehen, dass die Gesellschaft namentlich durch Ersparnis der Unkosten noch bessere Resultate erzielen wird, wenn sie die Orangen durch die neugegründete Palästina-Handelsgesellschaft in Hamburg verkaufen lässt. — In Waad-el-Hanine ergab die alte Orangerie, 3 ha gross, einen Nettoerlös von fast 4500 Frcs., die neue 7 ha grosse Orangerie daselbst steht jetzt auch schon im vierten Jahre. Die Olivenkultur ist bisher in den jüdischen Kolonien vernachlässigt gewesen, da bekanntlich diese Bäume erst spät zu tragen beginnen. In Maskereth- Bathia beginnt jetzt die Olivenproduktion zu steigen, die letzte Ernte betrug 4956 kg, die zum Teil an Ort und Stelle verbraucht, zum Teil als Oel verkauft wurden; 1200 kg Oel erzielten 660 Frcs. In Sichron-Jacob ergaben 25 ha 8600 kg Oliven im Werte von 1000 Frcs. und etwa 1400 Liter Oel ergebend. In Sedjera wurde die Pflanzung von Oliven fortgesetzt. Die bei weitem wichtigste Kultur ist nach wie vor der Weinbau, und es ist erfreulich zu hören, dass sich die Situation der Weinbauer merkbar verbessert hat. Die Haupt-Weinkolonie Rischun-le-Zion hat an den Keiler 3 109749 kg Trauben abgeliefert und dafür 289 960 Frcs. erhalten. Die abhängigen Kolonisten vermochten 8000 Frcs. auf ihre Schulden zurückzuzahlen. Die 24 Kolonisten von Waad-el-Hanine produzierten auf 8iy2 ßa Weinbergen 1374 Kantar Trauben (gegen 972 Kantar im Vorjahre) und erzielten einen Bruttogewinn von 33 039 Frcs., entsprechend einem Nettogewinn von 15 000 Frcs. Die 41 Kolonisten von Rechowoth erzielten von 440 ha Weinbergen für 7785 Kantar Trauben 184 722 Frcs., von denen für 166 358 Frcs. au den Keller von Rischon-le-Zion gingen; es ist ungefähr das gleiche Resultat wie im Vorjahre. Die 14 Kolonisten von Ghedera erzielten auf 114 ha Weinbergen für 2086 Kantar Trauben 46 310 Frcs.; davon wurde für 33 204 Frcs. Alkohol an den Keller von Rischon geliefert. Die Kolonie in Pethach-Thikwah erzielte für 1 307 982 kg Trauben 134 232 Frcs. Hedera erzielte auf 119 ha (im Vorjahre 100 ha) 29 000 Frcs. Brutto; ein Teil der Ernte wurde an Ort und Stelle verarbeitet, das übrige an den Keller von Sichron-Jacob abgeliefert. Sichron-Jacob ergab 594 900 kg Trauben, davon 430000 von den erneuerten, d. h. auf amerikanische Unterlage gepfropften Weinstöcken, woraus hervorgeht, dass die alten, von der Reblaus verheerten, nur noch wenig tragen. Rosch-Pinah in Galiläa produzierte 199 683 kg Trauben, für die 14 180 Frcs. bezahlt wurden.