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Altneuland · 1904-10-01 · Heft 10 (Oktober 1904) · p. Seite 301

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 10 (Oktober 1904)
Article
Abriss der Geologie Syriens
Date
1904-10-01
Page
Seite 301 (sequence 13)
Language
German
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— 301 — isolierte abgesunkene Scholle von Mitteleocän mit Nammulites Gizehensis und curvispira im Nordwesten vom Berge Ebal, als Nummulitenkalk im Norden des Sees von Tiberias zwischen Teil Hüm und Chan Djubb Jüsef, bei Dschedeide am Merdsch Ajün, bei Medjdel Belhis im Dahar el - Litäni, bei Saida, Nabatieh im südlichsten Libanon, Ba'albek in der Bekäa. Im Zuge des Antilibanon bildet ein 600 m mächtiger Komplex von fossilarmen Korallenriffkalken das Hangende der Oberen Kreide; im Nordosten des Libanon gehen diese „Wüstenkalksteine" an mehreren Stellen in Konglomerat über. Im nördlichen S3^rien ■trifft man zwischen Selemije und Kaf at Sedjar am Orontes sowie im südlichen Nosairiergebirge, gelbe und rötliche Hornsteine von muschligem Bruch, Jaspis und Kieselkalk; das nördliche Nosairiergebirge hingegen und die Bergzüge im Osten des mittleren Orontes bis zum 'Afrin hin zeigen wieder teils typische Nummuiitenkalke, teils weisse Marmore mit Alveolinen und Nulliporen in grosser Verbreitung als vorherrschende Formation. Nutzbare Mineralien oder Gesteine enthält das Eocän S}n:iens leider nirgends. Der über Eocänkalken befindliche Ackerboden gehört zu den unfruchtbarsten Böden des Landes.- (Fortsetzung [Miocän bis Jetztzeit] folgt.) DIE WANDERHEUSCHRECKE UND DEREN VERNICHTUNO.1) Von Marinestabsarzt a. D. Dr. L. Sander. Die im Februar nach Palästina eingebrochenen Schwärme bestehen nach Angabe dieser Zeitschrift (No. 5 S. 152) aus Schistocerca peregrina (Oliv.), d. h. aus der grössten und gefrässigsten Art der ägyptischen Wanderheuschrecke. Sie ist .50 bis 60 Millimeter lang (von Stirn bis Hinterleibspitze gemessen). An ihr sind Kopf, Brust (mit Rückenschild) und der aus neun Ringen bestehende Hinterleib zu unterscheiden. Der Brustteil trägt drei Beinpaare, von denen das hinterste zu kräftigen Sprung-!) Wie wir seinerzeit mitgeteilt hatten, \\rurde Palästina in diesem. Talire von Heuschrecken heimgesucht. Um eine rechtzeitige Bekämpfung derselben an Ort und Stelle einzuleiten, veranlassten wir den \ erfasser des vorliegenden Artikels als den "berufenen Kenner der Frage, uns »eine Schilderung der Naturgeschichte der Heuschrecken und der Mittel zu ihrer Bekämpfung zu schreiben. Genaueres finden Interessenten in dem einschlägigen Werk des Verfasseis: „Die Wanderheuschrecke und ihre Bekämpfung in unseren afrikanischen Kolonien", Berlin 1902. Dietrich Reimer. Die Abbildungen sind dem eben genannten Werke entnommen. D. Red.

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