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Altneuland · 1904-07-01 · Heft 7 (Juli 1904) · p. Seite 218

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Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 7 (Juli 1904)
Article
Beirût (Syrien). Handelsbericht für das Jahr 1902
Date
1904-07-01
Page
Seite 218 (sequence 5)
Language
German
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— 218 — schnittlich 40 bis 45 Beirüter Piaster (6 bis 6,75 Mk.) für den Quadrat-Pik (1 Pik 673/4 cm) kostet. Die Gerberei und Lederfärberei hat weitere Fortschritte gemacht, die Einfuhr von Leder, namentlich Satinleder, erheblich zurückgehen lassen und eine Lederausfuhr geschaffen, die 1902: 1495 dz (1900: 1282 dz) betrug, während an fertigem Schuhwerk, auch feinerer Ware, nach türkischen Plätzen 236 dz (1900: 239 dz) ausgeführt wurden. Die gesamte Ausfuhr aus Beirut (ausschliesslich der Durchfuhr mengen und der auf ausgehende Dampfer zur Wiederausfuhr gelangenden fremden Kohlen und Briketts) bezifferte sich auf etwa 204 000 dz im Werte von 22 bis 22»/2 Millionen Franken, wovon etwa 20% Millionen auf Landeserzeugnisse, der Rest auf Industiieerzeugnisse entfielen. In durchweg guten Jahren (bei guter Seiden-, Getreide-, Oliven- und Aprikosenernte) erhöht sich diese Ziffer um 2 Millionen Franken. Einfuhr. Die Einfuhr des Hafens Beirut belief sich 1902 nach Abzug von 210 980 dz EisenbahnmaterialfürdieHedschasbahn und 6 7620 dz Durchfuhrware auf 1063717 dz, ihr Wert ausschliesslich des Eisenbahnmaterials auf etwa 45 bis 46 Millionen Mark. Davon führte Grossbritannien wie bisher 40 v. H., Deutschland 10 bis 12 v. H. ein. Stetige Fortschritte hat seit 1900 Italien gemacht, besonders in Textilwaren. Amerika, das früher fast nur Maschinen, Eisenwaren und Drahtstifte einführte, vergrösserte seit zwei Jahren seinen Anteil an der Baumwolleinfuhr. Im wesentlichen sind die Anteile der Konkurrenzländer dieselben geblieben. Der hiesige Käufer ist sehr konservativ und lässt sich von einem eingebürgerten Artikel nur abbringen, wenn die Konkurrenzware neben billigeren Preisen oder erleichterten Bezugsbedingungen in Mafsen, Ausstattung und Verpackung mit der gangbaren Ware übereinstimmt; die Frage der Beschaffenheit hat hier nicht die Bedeutung wie auf dem europäischen Markte. Diesem Umstände verdankt Italien zum Teil seine bedeutenden Fortschritte. Der Bahnbau auf der Strecke Haifa—Damaskus. Das Deutsche Vizekonsulat in Haifa berichtet über den Bahnbau auf der Strecke Haifa—Damaskus, wie folgt: Die Arbeiten auf der Strecke Haifa—Damaskus stehen seit April v. Js. unter der Oberleitung deutscher Ingenieure und machen gute Fortschritte. Der Gleiskopf erreichte am 2. Januar d. Js. Besän (km £9). Mit der Beschotterung der Linie geht es infolge des Regenwetters langsam. Immerhin war es möglich, seit dem 14. Januar einen regelmässigen Zugbetrieb mit zwei Zügen wöchentlich von Haifa nach Besan und zurück einzurichten. Infolge des unfertigen Zustandes des Oberbaues und einer Reihe provisorischer Brücken erschien es tunlich, die Fahrgeschwindigkeit noch gering zu halten; dieselbe beträgt im Mittel 20 km in der Stunde. Die Inanspruchnahme der Bahn für den öffentlichen Güter- und Personenverkehr folgt einer Verfügung der Haute Commission entsprechend dem Vorschreiten des Gleiskopfes, ohne die Fertigstellung des Obeibaues in seinen Einzelheiten abzuwarten, um auf diese Weise eine neue Einnahmequelle für den Foitbau der Hedschasbahn zu schaffen. Aus diesem Grunde wurden bereits seit dem 22. Oktober v. Js. Güter und Personen mit den Bauzügen befördert unter Zugrundelegung der nachfolgenden Tarifsätze:

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