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Altneuland · 1904-05-01 · Heft 5 (Mai 1904) · p. Seite 155

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 5 (Mai 1904)
Article
[Rezension] / Soskin
Date
1904-05-01
Page
Seite 155 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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— 155 — wimmelnd von Menschen, wenn die heutige Bevölkerung mit dem westlichen Kulturkreis mehr und mehr verbunden und an ihn angeschlossen, aus ihrer Lethargie erwacht, dem Lande die Pflege zuteil werden lässt, die es verdient, und ohne die es infolge seiner klimatischen Verhältnisse keine ausreichenden Erträge liefern kann" usw. Und da doch die heutige Bevölkerung lange nicht ausreicht, um das Land intensiv zu kultivieren, fügen wir hinzu, so müssen wir ihm ein neues tatkräftiges Kulturelement, die Juden, zaführen. W. Bambus: Die jüdischen Kolonien in Palästina, ihre Entstehung und Entwicklung. Wien 1904. Kommandit-Gesellschaft „Karmel". 8°. 32 Seiten. Die uns vorliegende Broschüre von W.Bambus wurde aus Anlass der im Monat März lauf. J. in Wien stattgehabten Palästina-Ausstellung verfasst und verfolgt den Zweck, in knapper Form dem Besucher der Ausstellung eine Idee vom Lande selbst, sowie von den dort existierenden jüdischen Ansiedelungen zu geben. Verfasser gibt im ersten Teil in gedrungener Form die Geschichte des Landes wieder, geht auf seine natürlichen Verhältnisse ein und liefert einen Ueberblick über den Ursprung und die Geschichte der Kolonisationsbewegung bis auf den heutigen Tag. Der zweite Teil enthält die kurze Beschreibung der Kolonien, und zwar nach Gruppen: 1. Die Kolonien in Judäa, wobei auch die nichtbesiedelten Bodenkomplexe Kafr-Saba und das bei Wadi-el-Chanin liegende Grundstück Ard-Chajim als solche mitaufgeführt werden. 2. Die Kolonien bei Haifa (hier wäre bei Zichron-Jacob noch der unlängst erworbene Besitz Marach, der an die Kolonisten von Zichron-Jacob zur Verteilung gelangte, nachzutragen). 3. Die Kolonien bei Nazareth und Tiberias (statt Homa muss es hier Yemma statt Laibie—Lübije heissen, ein Malachie ist wahrscheinlich statt Abädije genannt worden, welches mit Melhamieh eine Kolonie bildet). 4. Die Kolonien bei Safed (hier werden Machnajim, Pekin und Merom mit als Kolonien aufgeführt). 5. Die Kolonien im tr ans jordanischen Palästina (ausser Bnei-Jehuda wird noch Sachem angeführt, welches aber auch keine Kolonie ist). So gelangt Verfasser zu einer Ziffer von 35 jüdischen Kolonien, was insofern nicht genau ist, als es einerseits höchstens 25 eigentliche Ansiedelungen gibt, andererseits aber die Zahl der den Juden gehörenden Bodenkomplexe grösser als 35 ist, da im Hauran ausser Sachem. noch Dschillin, Naafa, Betima, Bustos, und diesseits des Jordans Marach bei Zichron-Jacob und die neuen Erwerbungen bei Pethach-Thikwah mitgezählt werden müssten. Im Uebrigen kann die Broschüre als eine kurze übersichtliche Darstellung des gegenwärtigen Standes der jüdischen Kolonisation in Palästina empfohlen werden. Soskin. Zeitschrift des Deutschen Palästina-Vereins (ZDPV), Band XXVII, Heft 2 und 3 mit 1 Tafel, enthält: Dr. V. Schwöbel: Die Verkehrswege und Ansiedelungen Palästinas, in ihrer Abhängigkeit von den natürlichen Bedingungen (Fortsetzung und Schluss), Prof. Dr. C. F. Sej^bold: [Bemerkungen zu Mommerts Anzeige von Kepplers Wanderfahrten im Orient. Dr. Eb. Nestle: Zum Namen Jerusalems. Bücheranzeigen. Palestine Exploration Fund. Quarterly Statement. April 1904, enthält u. a.; E. R. Shaw: A Visit to the Cedars of Lebanon. R. A. Macalister and E. W. Masterman: Occasional Papers of the Modern Inhabitants of Palestine. Ad. Datzi: Meteorological Observations taken in Jerusalem. Dr. E. W. Gurney Mastermann: Dead Sea Observations, Colonel CR. Conder: The early Notices of Palestine.

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