Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 1 (1904)
- Issue
- Heft 5 (Mai 1904)
- Article
- Haifa. Handelsbericht für das Jahr 1902
- Date
- 1904-05-01
- Page
- Seite 147 (sequence 2)
- Language
- German
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- Haifa 2× ep/1047930
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— 147 — Aus Merdsch Ibn cAmir: kg kg Weizen .... 2 849 645 Kichererbsen . . 4<S7 395 Bohnen..... 347 258 Dari..... 286 964 Wicken .... 245 750 Gerste..... 226 793 Sesam..... 876 400 Linsen..... 335 840 Aus Gbor-Besan : ke kg Weizen .... 457 640 Linsen..... 134 675 Kichererbsen . . 697 865 Gerste..... 296 754 Sesam..... 258 570 Aus dem Haurän: kg kg Weizen .... 523 468 Linsen..... 1 433 600 Sesam..... 148 750 Danach wurde der Getreidemarkt Akkas im Jahre 1902 mit 14 187 329 kg beschickt. Vor und nach der Cholera waren die Marktpreise keiner Schwankungunterworfen, und zwar bezahlte man für Sesam 70, Weizen und Kichererbsen 27. Gerste und Dari 20, Bohnen 25, Linsen 30 und Wicken 23 Para für 1 fco-. Während der Epidemie stieg das Kilogramm Sesam auf 2 Piaster, Weizen kostete >>1, Gerste 24, Dari und Wicken 25, Kichererbsen 30, Bohnen 28 und Linsen 35 Para. Die weiteren Erzeugnisse unserer Gegenden hatten eine ziemlich gute Ernte. Ausnahmsweise gut ist die Wein- und Olivenernte ausgefallen. Die Weinerzeugung, welche hier ja erst im Werden begriffen ist, macht hinsichtlich der Güte des Weines jetzt schon Jaffa und Jerusalem fühlbaren Wettbewerb und wird es in einigen Jahren auch hinsichtlich der Menge machen. Die Krankheit, die sich letztes Jahr in unserer Nachbarschaft bei vielen Olivenbätimen zeigte, hat nicht weiter um sich gegriffen, im Gegenteil sich gebessert. Ansehnliche Olivenwäldchen hat ausser Haifa das eine Stunde davon belegene Dorf et-Tire, das durch diese Frucht als eines der reichsten Dörfer weit und breit gilt. Sodann findet man östlich von hier in Beled esch-Schech, Schefa fAmr, Nazareth, Lübije und am meisten in er-Rame grosse Anpflanzungen. Die Olive wiid grösstenteils zu Oel verwendet; sie dient, in Salzwasser eingemacht, aber auch als billiges, sehr schmackhaftes Nahrungsmittel für die ärmere Klasse ebenso wie Johannisbrot, das meist wild wächst und ohne Pflege immer vorzügliche Ergebnisse aufweist. Die davon bereitete Marmelade schmeckt gut und ist nahrhaft. An Apfelsinen, Zitronen, Zedraten, Aprikosen und Mandeln produziert Haifa kaum Nennenswertes, es erhält seinen Bedarf aus Akka und Saida. Der Boden dieser beiden Plätze eignet sich, des vielen süssen Wassers wegen, ausgezeichnet zu Obstgärtenanlagen, und die von dort kommenden Früchte finden auf dem Markt allgemeinen Vorzug. Die Gesamtausfuhr der beiden Städte Akka und Haifa betrug im Jahre 1902 etwa 33 000 Tonnen, wovon auf Europa 18 285 und auf die Küstenhäfen Syriens .14 714 Tonnen fielen. Ersteres hat demnach gegen 1901 5880 Tonnen oder etwa 24°/0 weniger und das letztere in der gleichen Zeit 2770 Tonnen mehr bezogen.