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Altneuland · 1904-05-01 · Heft 5 (Mai 1904) · p. Seite 134

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Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 5 (Mai 1904)
Article
Gross- und "Klein"-Kolonisation
Date
1904-05-01
Page
Seite 134 (sequence 6)
Language
German
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— 134 - so fallen hierbei der Regierung in der Hauptsache Aufgaben zu, die sich auf die Organisation und Erschliessung des Siedlungsgebietes beziehen. Derselben Natur sind die Aufgaben, denen auch die Regierung des staatlich fremden Kolonisationsgebietes gewachsen sein muss. IL Nachdem wir also die Grundlosigkeit des vermeintlichen Gegensatzes zwischen Klein- und Grosskolonisation, und die falsche Anwendung beider Begriffe auf die jüdische Kolonisation Palästinas erklärt haben, wenden wir uns nunmehr der Frage zu, welcher Art die Tätigkeit der zionistischen Partei im Hinblick auf die Realisierung ihres Kolonisationsprogramms sein kann und muss. Hierbei werden wir auch selbstverständlich in vielen Fällen aus Analogien anderer Völker und ähnlicher Kolonisationsgebiete Konsequenzen zu ziehen haben. Wir müssen mit den Massnahmen beginnen, die sich auf die Organisation und Erschliessung des zu kolonisierenden Gebietes beziehen. Denn diese müssten eigentlich der Einwanderung selbst vorangehen, was allerdings in dem vorliegenden Fall nicht zutrifft, da die Kolonisation schon einmal begonnen wurde und ihren weiteren Fortgang nehmen wird. Dadurch wird für uns die Frage der Ueberwachung und Regelung der Auswanderung, die in anderen Fällen von den Regierungen der Emigrationsländer gelöst wird, bei uns es aber kaum sein wird, von akuterem Interesse. Wir können sie aber später behandeln, da wir annehmen müssen, dass die Einwanderung nach Palästina bei der gegenwärtigen Lage noch nicht so bald das bis jetzt eingeschlagene Tempo beschleunigen wird. Diese Beschleunigung der Einwanderung wird von der Organisations- und Erschliessungsarbeit in Palästina selbst abhängen. Diese Arbeit wird am zweckmässigsten durch die Regierung selbst gemacht, wie es meist in den aussereuropäischen Kultivationsgebieten der Fall ist. Doch sind es häufig gerade bei Kultivationsgebieten die grossen Gesellschaften, die ihr spezielles Interesse durch die Organisation und besonders die Erschliessung fördern wollen. In Siedlungsgebieten muss es doch allgemein die Regierung selbst sein, da die Unternehmungen dieser Art eben staatlicher Natur sind und nicht sofort einen sichtbaren Gewinn abwerfen. Wir Zionisten sind bei dem grössten Teil dieser Aufgaben auf uns selbst angewiesen und müssen sie je eher desto besser aufnehmen. Es sind:

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