Altneuland
- Journal
- Altneuland
- Volume
- 1 (1904)
- Issue
- Heft 4 (April 1904)
- Article
- Die jüdische Kolonisation Palästinas
- Date
- 1904-04-01
- Page
- Seite 98 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Odesa 1× ep/1000834
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— 98 — land auf 2500 ha, die Baumpflanzungen inkl. der Orangengärten auf 1400 ha; dazu kommen noch ca. 20 000 ha Weide- und Brachland, das zum grössten Teil aus verschiedenen Gründen erst für später anzulegende Dörfer in Betracht kommen kann. Durch neue Käufe hat sich der Besitz wieder um einige Tausend Hektar — meist Ackerboden — vergrössert, so dass man jetzt den jüdischen Gesamtbesitz auf 40 000 ha Land schätzen kann. Die Kolonisten verfügten 1902 über ca. 1200 Gebäude, 5000 Stück Vieh, darunter 1545 Ochsen, 1141 Kühe. Doch sind die Aufstellungen durchaus unvollständig, und auch hier ist in der letzten Zeit eine bedeutende Vermehrung zu verzeichnen. Nach den neueren Berichten entwickeln sich fast alle Kolonien in günstiger Weise, nur wenige derselben bedürfen noch grösserer Unterstützungen, viele Kolonisten zahlen auch schon regelmässig ihre Zinsen und Amortisationsquoten. Die Auswanderung von Juden aus Palästina, die infolge von Arbeitslosigkeit stattfand, berührte die Kolonien nur in geringem Masse und diente zugleich mit der Verteilung der überschüssigen Arbeitskräfte auf neue Ansiedelungen zur Sanierung der alten Kolonien. Nach dem Bericht des Agronomen Oettinger, der von der Chowewe-Zion-Gesellschaft in Odessa zur Untersuchung der Lage der jüdischen Kolonien im Jahre 1902 ausgesandt war, erwerben die genügend installierten Bauernfamilien in Palästina mehr als die schon seit vielen Jahren nicht weiter unterstützten jüdischen Kolonisten in Südrussland, und auch die Gesamtsumme der Abgaben soll in Palästina geringer sein als in Russland. Die jüdische Kolonie Rechoboth bei Ramleh in Judaea.