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Altneuland · 1904-03-01 · Heft 3 (März 1904) · p. Seite 69

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 3 (März 1904)
Article
Zur Begründung des Kommissionsvorschlages
Date
1904-03-01
Page
Seite 69 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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- 69 — während sie bei einigen anderen Kulturen nicht unter eine gewisse Minimaliläche heruntergehen darf, wenn die bezeichneten Anlagen lohnen sollen. Auch in dieser Beziehung eignen sich die Oelbäume für die Anlage von Volksdomänen, denn jedes Jahr kann, entsprechend den verfügbaren Mitteln, ein neues Stück Land verpflanzt werden. e) Olivenpflanzungen bei der von uns vorgeschlagenen Pflanzweite von 10 m im Quadratverband gewähren in den ersten 5—6 Jahren, bevor die Bäume grössere Erträge abwerfen, die Möglichkeit von Zwischenkulturen. Als Zwischenkulturen kommen natürlich nur solche in Betracht, die den Boden möglichst wenig in Anspruch nehmen, also Oelfrüchte: Sesam, Erdnüsse, mit denen schon erfolgreiche Versuche in Palästina angestellt wurden, sowie Faserpflanzen: Lein, Sisalagaven, mit denen schon unter ähnlichen Verhältnissen in anderen Ländern Erfolge erzielt wurden. Der immerhin auch hierbei stattfindenden Schwächung des Bodens wird durch eine Gründüngung entgegengewirkt werden können. Der Ertrag der Zwischenkulturen wird von uns zwar in der späteren Aufstellung nicht mitberechnet, ist aber trotzdem nicht zu unterschätzen. Soviel zur Begründung der Wahl des Oelbaumes für die Volksdomäne. 4. Anschliessend an die obigen Ausführungen gestatte ich mir einen Kostenvoranschlag für eine Anlage von 10 ha zu machen, um den von der Kommission angegebenen Betrag von 6 M. per Baum zu begründen. Wir denken uns die Anlage in Abständen von 10 m zwischen den Bäumen, da es bei einer auf lange Jahre berechneten Volksdomäne nicht so sehr darauf ankommt, den Boden schnell auszunutzen, als vielmehr einen für die Dauer gesicherten, regelmässige Einnahmen gewährenden Besitz zu schaffen. Somit kommen per Hektar 100 Olivenbäume, was auch allgemein in Palästina üblich ist. Da wir für das Volk vorläufig (es handelt sich doch bei unserem Vorschlage um eine Tat, mit der sofort begonnen werden soll) keine Anlagen von Brunnen etc., die für eine Baumschule notwendig sind, empfehlen möchten, so bringen wir den Preis für angekaufte gepfropfte Bäume aus schon bestehenden Baumschulen in Rechnung. Später wird wohl die geplante Versuchsstation, auch ein Eigentum des Volkes, die Pflanzen für die Volksdomänen abgeben.

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