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Altneuland · 1904-02-01 · Heft 2 (Februar 1904) · p. Seite 51

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Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 2 (Februar 1904)
Article
Jaffa. Handelsbericht für das Jahr 1902
Date
1904-02-01
Page
Seite 51 (sequence 2)
Language
German
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— 51 — Die Einwohnerzahl der Stadt Jaffa setzt sich nach amtlichen .Quellen, wie folgt, zusammen: a) Türkische Untertanen: Mohammedaner........... 30 000 Christen............. 6 500 Juden..............1 200 zusammen . .37 700 b) Fremde christliche Angehörige und Schutzgenossen: Deutsche..............630 Franzosen.............. 26 Engländer.............. 25 Italiener............... 50 Russen............... 20 Griechen.............. 110 Oesterreicher ............. 9 Amerikaner.......4...... 5 zusammen . . . 875 Dazu sind noch rund 800 unter konsularischem Schutz stehende Juden zu rechnen.*) Mithin beträgt die Bevölkerungsziffer der Stadt Jaffa insgesamt 39 375; die Zahl der Dorfbevölkerung in dem Bezirk Jaffa wird amtlich auf 24 000 Seelen angegeben, dürfte aber höher sein. Die Zahl der bedeutenderen eingeborenen Kaufleute ist rund 50, mithin 03116 pCt der Bewohner Jaffas türkischer Nationalität. Unter den eingeborenen Kaufleuten arbeitet die Mehrzahl für die Ausfuhr, besonders von Apfelsinen, Oel, Oliven und Sesam, während die kleinere Hälfte sich mit der Einfuhr von Holz, Eisen, Ziegeln, Kohlen, Petroleum, Zucker, Kaffee, Reis usw. befasst. In den von diesen eingeborenen Kaufleuten gehandelten Artikeln, besonders in Holz, Ziegeln, Kohlen, Reis und Petroleum ist zur Zeit Wettbewerb europäischer Kaufleute des Platzes ausgeschlossen, nicht aber für das Geschäft in Jerusalem. Das Reisgeschäft ist ausschliesslich in mohammedanischen Händen. Im vergangenen Jahr ist versucht worden, das Apfelsinenausfuhrgeschäft zu monopolisieren, doch sind die hierauf gerichteten Anstrengungen der christlichen Ausführer nicht in der beabsichtigten Weise zur Durchführung gelangt. Verhältnismässig gross ist ferner die Beteiligung arabischer (ausschliesslich christlicher) Kaufleute an der Vertretung europäischer Schiffahitsgesellschaften. Von den Jaffa regelmässig bedienenden neun Dampferlinien sind vier durch Eingeborene vertreten, nämlich die Beil-Linie, Prince Linie, der Oesterreichische Lloyd und die Englisch-ägyptische Dampferlinie. Diese Begünstigung des eingeborenen Elements erklärt sich zum Teil aus praktischen, aus der Kenntnis von Land und Leuten dieser Agenten herzuleitenden Gründen. Grundsätzlich sollten europäische Gesellschaften an Hafenplätzen grösserer Bedeutung nur Agenten der eigenen Nationalität oder wenigstens Europäer bestellen, weil bei den eingeborenen, mit Beziehungen der mannigfachsten und *) Die Gesamtzahl der Juden in Jaffa soll demnach 2000 Seelen betrejffen, was entschieden auf zu geringer Schätzung beruht. Die Zahl der Juden in Jaffa dürfte über 3000 sein. D. Red.

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