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Altneuland · 1904-02-01 · Heft 2 (Februar 1904) · p. Seite 50

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Altneuland
Volume
1 (1904)
Issue
Heft 2 (Februar 1904)
Article
Der Kampf gegen die Malaria
Date
1904-02-01
Page
Seite 50 (sequence 6)
Language
German
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IRI
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- 50 - Es gibt also, wie man sieht, nunmehr einen ganzen Komplex von Waffen aller Art gegen die Malaria. Wird für uns einmal der Kampf aktuell, dann werden wir, falls die Forschung bis dahin kein einfaches Universalmittel gefunden hat, die hier in aller Kürze zusammengestellten Erfahrungen in dem Sinne ausbeuten, dass wir n#,ch drei Richtungen vorgehen, gemäss folgender drei Grundsätze: 1. Kampf gegen die Malariaparasiten. (Chinin.) 2. Kampf gegen die Anopheles. (Austrocknung der Sümpfe, Verhinderung des Luftzutritts zu den Brutstätten der Insekten.) 3. Persönliche Schutzmittel. (Chinin, Mosquitonetze, ätherische Oele etc.) In Palästina ist 'glücklicherweise das endemische Vorkommen der Seuche nur auf einige bekannte Partien des Landes beschränkt, unfd es ist keine Frage, dass gerade dort eine völlige Ausrottung der Malaria gelingen* müsste. Man möge sich nur unsere Kolonien Chedera und Pethach Thikwah zum Muster nehmen. In diesen Niederlassungen, in denen die Krankheit ursprünglich fürchterlich grassierte, hat man durch Anpflanzung von Eukalyptuswäl'dern die Sümpfe fast ganz zum Verschwinden gebracht und dadurch erreicht, dass sich die sanitären Verhältnisse in Chedera wesentlich gebessert haben und dass Pethach Thikwah als malariarein anzusehen ist. Bei künftigen Landankäufen, wird man natürlich zunächst die sumpffreien Gegenden ins Auge fassen müssen; wo man aber nicht umhin kann, auch verdächtiges Terrain zu erwerben, da sind sofort die energischsten Massnahmen zu treffen. Da müssen die Kolonisationsgesellschaften mit den Aerzten Hand in Hand gehen, die vorhandenen Sümpfe müssen trocken gelegt und der Entstehungneuer Sümpfe c^rch die Regulierung der Flüsse vorgebeugt werden. Wenn hierfür die notwendigen Mittel zur Verfügung stehen und die Arbeit mit Ernst und Ausdauer betrieben wird, dann wird das Chinin nicht mehr zur täglichen Nahrung der Kolonisten gehören. PALÄSTINA UND NACHBARGEBIETE. Jaffa. Handelsbericht für das Jahr1902. Dem Ende Juni 1903 für das Jahr 1902 erstatteten, im Deutschen Handelsarchiv, Oktober 1903, veröffentlichten Bericht des deutschen Vizekonsuls in Jaffa, Dr. Büge , entnehmen wir folgende für uns besonders interessante Angaben:

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