Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1892
- Issue
- Heft 3
- Article
- Über Moses Mendelssohn
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 396 (sequence 2)
- Language
- German
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396 Miscellen. Ligen, daß da gestern zu Mittage der Sächsische Oonkeren? Uini8tre Baren v. Fritzsche bey Sr. Maj. im 8Av3 LoueL gespeiset und derselbe währender Taffel gesaget: Er müsse als heute nach Berlin reisen, worauf der König gefraget, was er da machen wolle, der Uinistrs darauf geantwortet: Er müsse Hn. Roges UeväelsZoIill sprechen und kennen lernen, worauf aber Se. Maj. reMeiret: Er möchte nur in Potsdam bleiben, Hr. U086S solten herüberkommen, weshalb dann auch gleich das Schreiben an dieselben abgegangen. Hr. N0863 sind demnach ohngefehr um halb 12 Uhr zu dem Hrn. v. ^ritöseke gegangen und von demselben sehr freundschaftlich empfangen worden. Wie aber nur noch ohngefehr ^4 Stunde übrig gewesen, die Sie behde zum viseours anwenden können, indem der Hr. von ^rit^sede beym Könige zu Mittag speisen müssen, so hat der NiuiZtre inständig gebeten, daß Hr. Kloses heute 'Nachmittag um 4 Uhr wieder zu Ihm kommen möchten, wo sie alsdann ein paar Stunden zu Ihrer Unterredung anwenden wolten. Das ist es alles. Mein Bester Freund, was ich Ihnen vor der Hand melden kan; beruhigen Sie sich nur, Sie werden mehr erfahren, doch nicht von mir, sondern von Hn. Kloses Selbst^). Den Augenblick kommt Hr. Noses wieder zu Hause vom Nimstr-e, ich müste aber 3 Bogen voll schreiben, wann ich alles melden wolte, Sie werden das übrige alles erfahren und verwundernd erstaunen. Diese Geschichte werden Sie der Frau Gemahlin des Herrn Noses baldigst zu hinterbringen recht sehr gebeten. Ich beharre Ew. Hoch Edelgebohren Potsdam, 30. Sept. gehorsamster 1771. C. F. Behm. Dieses Schreiben bitte ich an Herrn H. V. Ephraim baldigst einzuhändigen, weil es eigentlich an ihm gerichtet ist. Ter Adressat des Schreibens ist das bekannte Berliner Handlungshaus oder richtiger Zach. Beitel Ephraim. Von dem Briefschreiber, (der etwa mit dem Bruder des Ebengenannten eine Potsdamer Filiale leitete?) weiß ich nichts zu sagen. Der Brief scheint mir, trotzdem der Schreiber das eigentlich 5) Dann folgt im Text folgende ausgestrichene Stelle: „Soviel muß ich dem noch noch beyfügen, daß der Mmistre crwehnet, er müsse doch nach Berlin und noch einen Sultzer und Spalding sprechen und noch mehr Gelehrte kennen lernen, woraus der König aber er". Leider bricht hier die Zeile ab; am Anfang der unmittelbar folgenden steht der im Text folgende Satz. Man möchte den abgebrochenen Satz ergänzen, wenn dies nicht zu willkürlich wäre, „erklärt?, das sei nicht nöchig".