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Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland · 1892-01-01 · Heft 3 · p. Seite 332

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Journal
Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
Volume
1892
Issue
Heft 3
Article
Aus Straßburger Judenakten
Date
1892-01-01
Page
Seite 332 (sequence 26)
Language
German
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332 Breßlau: Aus Straßburger Judenakten. ein Heäer anäeebtig irumb menseb niemants unverbört uk eins evn^iegen Mrprivgen einen loss beleidigen oäer 2U verurtbeilen...... L. (Z^. unäertbeviger geborsamer ^osell Mä von Rosslieim gemevner Huäevsebaft bevelebbaber. 6. Aus Issels Supplik an den Straßburger Rath vom 11. Juli 1543. Jose! klagt ^ie äas etliebe personell vor äen gemein man oKenbore sagen unä rumev, so man ein Huden an leid oäer gut besebeäigen, ^ürät im vereinen, äan äoetor Narti Zentner bet solebe Meinung in seinem truek ossen usgen aueb beiolben 2u breäigen'. Er habe dagegen supplicirt und Capito's Schreiben eingereicht: vorüber L. (Zs. mir boben lossen sagen, ^u uns et^is ^iäerkür äesbalben, ^er eueb geträu^lieb leit, beten aueb itxunä biiolben an äenselbigen sorgveltigen orten, nemblieb Lloebveläen, solebs 2U verkumen'. Erzählt seine Reise ^bis uk sieben mavl in ZIavssen', Luther aber hat ihn nicht vorgelassen. Nun folgt eine lange Auseinandersetzung über die Pflicht der Barmherzigkeit mit Berufung auf Abrahams Fürbitte für Sovom und Gemorra. Bemerkenswerth ist folgender Satz: ^Oorumb ist von keinem Alerten nie äerbört v^oräen, äass mit uns armen Huäen also tbiraniseber ^veis mit gv?alt banäeln. Zeit man uns kein Klauben oäer lanäfriäen balten, umb äas ^ir nit glauben polten, ^as Zlarti lauter glaubt, ^urät sieb äas gor ^eit einravssen, äenn er ver^vurK noeb vil grosere unä bobere im g^valt äeu ^vir arme vertruokte sein, äie er äan aueb urteilt, sie beten äas kalb vom ^.ron an, ^urä in auen ubelir gen äan uns Huden. ^Vie er äasselbig gmeint, loss ieb bleiben, >vill in äieselb äisvetat^ unä 2^itraebt gar nit seblsgen'...... ^L. muss ieb aueb Deiters unäertbenig vorbringen, äass sieb gmelter äoetor Narti mit soleben gross lasier, so er uns sumisst, nit besetigen lossev, sunäer it^unä weiter ein bueb lossen usgen gnant ^8ebem bamforaseb^. Oorin er nun sebreibt, ^vie unser eitern grob äing ^viäer euren Nosebiba unä glauben gesebriben babe, äovon itsunä on 2^vev5e1 nit LI Hnäen bissen, aueb ieb als ein alter bev meinem glauben nie glesen babe, sunäer bev äes boebgäoebten äoetar Oanvtor selig ein mol 2u Ltrossburg in bevsein des -vvol gierten ber ^Venälin Lvl ^) trueker mir vorgbalten, ^ie im ein biebel mit anäern bebraiseben büeber von Tunstaätivovpell ^ver ^ukumen, äorinneu bet einer gesebriben von äem Nosies solebs grose sebmoeb, äie ieb nun nit nenen oäer sebreiben ^ivil. Apraeb also : ^ieb babe euern talwuä äureblesen, ^) Diese Lesung ist nicht sicher.

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