Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1892
- Issue
- Heft 2
- Article
- Bericht über die sechste Plenarversammlung der historischen Commission für Geschichte der Juden in Deutschland
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 299 (sequence 3)
- Language
- German
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Nachrichten. 299 sind. Der Text hat vielfach mit Hülfe bisher unbekannter Handschriften erheblich verbessert werden können; ein sachlicher Commentar wird die oft schwierig zu verstehenden Verhältnisse näher erläutern. Auch Herr vr. Müller wird eine erläuternde Abhandlung über die deutschen Responsen im Allgemeinen in der Zeitschrift für Geschichte der Juden in Deutschland veröffentlichen, deren Redaction Herr Pros. L. Geiger in Berlin in der bisherigen bewährten Weise fortführen wird. Den die Arbeiten der Commission snbventionirenden Gemeinden sind im verflossenen Jahre diejenigen von Wien und Mannheim hinzugetreten; die Gemeinden von Berlin und Frankfurt a. Main sowie die Königswarter'sche Studien- und Stipendienstiftung zu Frankfurt a. M. haben uns auch serner in vollem Verstandniß der Wichtigkeit unserer Thätigkeit ihre dankenswerthe Unterstützung in reichem Maaß zu Theil werden lassen, während die Gemeinde zu Hannover ihren Beitrag im verflossenen Jahre eingestellt und der Ausschuß des Deutsch israelitischen Gemeindebundes den seinigen im Betrage verringert hat. Die der Commission zur Verfügung stehenden Mittel werden, wenn diese Gemeinden und Institute uns ihre Beihülfe auch ferner nicht versagen, zur Erledigung derjenigen Arbeiten ausreichen, welche das ursprüngliche Programm der Historischen Commission derselben vorgezeichnet hat. Neue Ausgaben zu übernehmen würden die Mitglieder der Commission sich nur dann entschließen können, wenn das Verständnis; für Art und Bedeutung einer von allen religiösen und politischen Parteibestrebungen absehenden, wissenschaftlichen Quellenforschung im Kreise der israelitischen Gemeinden Teutschlands, ein regeres und lebendigeres werden sollte, als es bisher gewesen ist. In den Mittheilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 1890 S. 115 ff. veröffentlicht I. Lampe l mit einem Lichtdruckfacsimile das Original einer Rechnung über Einnahmen und Ausgaben des Erzbifchofs von Salzburg aus dem Jahre 1284. Unter den Einnahmeposten erscheint die Steuer der Juden im Betrag von 20 Mark Silbers (item ^uciei omnes 6e Milciorf et 6e Haelliuo interelusis wareoZ xx). In der Rechnung wird auch ein Kaeliedmanuus inäex erwähnt, der aber schwerlich ein Jude ist. _ In der Zeitschr. f. Geschichte und Alterthumskunde Westfalens Bd. XI^-VIII, Paderborner Abtheilung, S. 192 ff. handelt I. Spanke über die Sacramentswpetle zu Büren und ihre Stiftungen. Die Legende darüber knüpft sich an eine Judenverfolgung an, welche durch Urkunde des