Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Journal
- Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland
- Volume
- 1892
- Issue
- Heft 2
- Article
- Notizen / L. G.
- Date
- 1892-01-01
- Page
- Seite 291 (sequence 3)
- Language
- German
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Miscelleu. 291 Verhältniß beider hat Kahserling, 2. Aufl. S. 175—178, gehandelt. Dort ist ein Brief Wielands an M. mitgetheilt, durch welchen Ersterer den Letzteren zur Mitarbeiterschaft am „Tentschen Merkur" auffordert. Kayserling bemerkt am Schluß des Abschnitts (ich weiß nicht nach welcher Quelle), daß M. diese Theilnahme seiner Kränklichkeit wegen dankend ablehnen mußte. Vielleicht ist unser Brief die indirekte Antwort auf jenes Ablehnungsschreiben und W.'s Betrübniß eben durch M/s Kränklichkeit hervorgerufen. In den „Neuesten Mannigfaltigkeiten" (2. Band, Berlin 1779, S. 439—446. 572—591) steht ein interessanter Aufsatz „B. Wolff Gintzburger, Dr., akademische Probeschrift von der Arzneiwissenschaft des Talmuds. Aus dem Lateinischen übersetzt und vermehrt von Salomen Schlesinger, der Arzeneiwissenschaft Doctor". Zur Beurtheilung des Aufsatzes im Einzelnen fehlen mir die Kenntnisse. Charakteristisch ist der Schluß, von dem ich nicht angeben kann, ob er von dem Verfasser oder Uebersetzer herrührt. „Möchte doch diese kleine Schrift etwas mit beitragen, daß die Welt endlich von ihrem vorgefaßten Vorurtheile zurückkehren und über unsere Schriften mit weniger Bitterkeit urtheilen möge". Von Recensionen über Dohm's Schrift (vgl. oben S. 80 ff.) kann ich zwei aus der „Erfurtischen gelehrten Zeitung" 1783 nachweisen. Als Verf. derselben ist in dem Ex. der Verl. K'önigl. Bibl. von alter Hand Lossius bei geschrieben. Die eine, 30. Stück, 26. Juni S. 241, giebt eine kurze Notiz über die zweite Auflage des ersten Theils. Das Buch wird als ein „klassisches" „von Meisterhänden" herrührendes bezeichnet. Zum Schluß heißt es: „Sehr wahr sagt der Verf. in der Vorrede zu dieser zweiten Auflage, daß immer in Gegenständen dieser Art theoretische Untersuchungen und Spekulationen dem Handeln vorhergegangen sind. Gelehrte können hier weiter nichts thun, als forschen, berichtigen, verwerfen Die Sache der Großen ist es zu prüfen und auszuführen. Und welcher Patriot wird nicht dem würdigen Hrn. Verf. seine Vorschläge bald realisirt zu sehn von Herzen wünschen". Die andere Recension, 59. Stück, 17. Dec. S. 467—469, handelt über den zweiten Theil. Sie gibt im Wesentlichen ein Inhaltsverzeichniß desselben. Zwei Stellen verdienen eine Hervorhebung, weil sie ein wirkliches Urtheil enthalten. Die erste lautet: „Die Absicht des Hn. Geh. R. Dohm war keineswegs eine Apologie der Juden zu schreiben, wie jeder unbefangene Leser seiner Schrift erkennen muß, oder eine jüdische oder christliche Prämie Zu verdienen, welches nur eingeschränkten Kopsen am Herzen liegen und einsallen kann; sondern die Rechte der Zeitschr. s. d. Gesch. d. Juden in Deutsch!. V. 19